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Schleimi & Co. steigen aus den Meeresfluten auf

Karlshagen Schleimi & Co. steigen aus den Meeresfluten auf

Zum fünften Mal luden der Eigenbetrieb der Gemeinde Karlshagen und die OSTSEE-ZEITUNG zum „Monsterbau“ an den Strand des Ostseebades ein

Karlshagen. Eigentlich sollte Anfang Juli der jährliche Karlshagener Monsterbau stattfinden. Gruselige Meeresgestalten steigen dann in Sandform aus der Ostsee empor und verbreiten am Strand Angst und Schrecken. Doch damals musste der Wettbewerb leider abgesagt werden – es war zu kalt und regnerisch. Gestern war der zweite Anlauf – und es meldeten sich prompt 20 Teams an. Die Rekordteilnehmerzahl aus dem vergangenen Jahren wurde zwar nicht erreicht, aber das war auch gar nicht das Ziel der Veranstaltung. Die Kinder zwischen drei und 13 Jahren kamen mit Schaufeln, Eimern und Formen, um ihre Monster zu bauen. Der Spaß stand im Vordergrund – und die Kreativität.

Es gab nur wenige Regeln, die beim Bau beachtet werden mussten. „Es darf nur mit Materialien vom Strand gearbeitet werden. Dazu zählen unter anderem Seegras, Muscheln, Quallen und Federn. Also kein Müll oder Abfall“, erklärte Christina Hoba vom Eigenbetrieb. Im Nachhinein war es fast besser, dass der Wettbewerb so spät im Sommer stattfand, denn das Seegras hatte schon außergewöhnliche Mengen angenommen. Viele Teilnehmer holten Eimerweise das ungefährliche Gras aus dem Wasser, um damit ihre Monster zu bestücken.

Einer davon war der siebenjährige Jakob aus Bad Reichenhall in Bayern. „Schleimi“ sollte eine riesige Schlange werden. Unterstützung bekam das Ferienkind aus Süddeutschland von seiner Mutter, die ihm die Materialien reichte. Am Ende gewann er den außergewöhnlichen Strandwettbewerb.

Einen relativ frühen Start in den Tag hatte die Familie Baumann aus Angermünde in Brandenburg. „Wir sind um kurz vor halb fünf aufgestanden und eine Stunde später mit dem Zug in Richtung Ostsee gefahren. Das schöne Wetter bietet sich ja für einen Kurzurlaub an. Dass wir hier gleich bei einem Monsterbau sind, war eher Zufall“, sagte Mutter Marion Baumann, die ihrem zwölf Jahre altem Sohn Maximilian bei der Strandarbeit begeistert zusah.

Eine Stunde hatten die Teilnehmer Zeit, ihre Bauten zu vollenden. Am Ende bewertete das Team „Kids für Kids“ um Kinderkurdirektorin Emma die Werke. Zu den Kategorien zählte unter anderem der ausgefallene Name, die Verarbeitung und der Gruselfaktor. Besonders die Ohrenquallen hatten es den Teilnehmern angetan.

Hannes Ewert

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