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Schloss fiel immer Feuer zum Opfer

Hohensee Schloss fiel immer Feuer zum Opfer

Für den Unkundigen weist im Ort so gut wie nichts mehr auf ein Schloss hin, von dem ab dem Jahre 1738 die Rede ist, nachdem das Gut in den Besitz der Familie von Kirchbach kam.

Hohensee. Für den Unkundigen weist im Ort so gut wie nichts mehr auf ein Schloss hin, von dem ab dem Jahre 1738 die Rede ist, nachdem das Gut in den Besitz der Familie von Kirchbach kam. Das Schloss blieb ein volles Jahrhundert Eigentum dieser Familie, so kann man in den Annalen nachlesen. Heute lassen nur noch eine Lindenallee und Teile einer Parkanlage vermuten, dass hier einst ein Herrenhaus stand.

Als im Jahre 1826 ein Großfeuer in Hohensee wütete, wurde auch das Schloss in Mitleidenschaft gezogen. Später konnte es wieder aufgebaut werden, obwohl es — so wird übermittelt — viel von seiner Schönheit verlor. Das Anwesen, das 1865 an Carl Christian von Borcke verkauft wurde, lag etwas erhöht über dem See und besaß mit seinem Park etwas märchenhaft Romantisches.

Am 20. Februar 1926 vernichtete wieder ein Großfeuer den gesamten Dachstuhl. Löschwasser zerstörte weitere Teile des Herrenhauses. Nach dem erneuten Aufbau lebte bis Kriegsende die Familie von Borcke im Schloss. Zum Ende des Zweiten Weltkrieges wurde es als Wohnraum für die Rote Armee benutzt. Brandstiftung vernichtete den Bau im April 1945 endgültig. Bis Mitte der 1950-er Jahre wurden die Überreste als Baumaterial für Häuser und Stallungen verwendet.

Das Grab des Heinrich von Borcke, so sagt die Chronik, liegt verwaist im westlichen Teil des Schlossparks. Ein schiefer Stein auf der geplünderten Gruft blieb übrig. Das Denkmal am See wurde ebenfalls zerstört. Betonsäule und Eisernes Kreuz sollen samt der dazugehörigen Grabplatte auf dem Grund des Sees liegen.

Von der kleinen Kapelle auf dem Hang nordöstlich des Sees steht ebenfalls nur noch das Fundament. Es gehört heute viel Fantasie dazu, sich vom einstigen, gut angelegten Dorf noch ein Bild machen zu können. Seine erste Erwähnung hatte Hohensee 1451 als Lehen des Geschlechts Köller. Bis 1846 wuchs das Dorf mit Vorwerk auf 200 Menschen an. Heute sind es etwa 170 Bewohner.

 

stbr

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