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Schluss mit gebührenfreiem Parken

Swinemünde Schluss mit gebührenfreiem Parken

Swinemünde erstickt im Straßenverkehr / Parkzonen und ein Parkhaus sollen das Problem lösen

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Dicht an dicht und kostenlos stehen die Autos der Swinemünder und ihrer Gäste in der ganzen Stadt verteilt. Künftig soll dafür bezahlt werden.

Quelle: rj

Swinemünde. Das Parkproblem in Swinemünde ist so ernst geworden, dass die Einführung der gebührenpflichtigen Parkzone in der Innenstadt so gut wie entschieden zu sein scheint. Die Stadtverwaltung führt dazu derzeit eine öffentliche Umfrage durch. Ein weiterer Vorschlag ist die Ausdehnung der gebührenpflichtigen Parkzone im Kurviertel auf das gesamte Jahr. Die Meinungen der Bewohner sind gespalten, obwohl jeder sich dessen bewusst ist, dass es noch schlimmer kommen wird.

Der Verkehr nahm enorm zu, so dass wir häufiger eingreifen mussten; am häufigsten wegen falsch geparkter Autos. Fast 40 Prozent aller Falschparker sind Ausländer.“ Miroslaw Karlinski, Kommandant Stadtpolizei

Die Zahlen sprechen für sich. Innerhalb von zwei Jahren, ist die Zahl der in Swinemünde gemeldeten Fahrzeuge um fast 2000 gestiegen. Ende 2015 waren es fast 20 500, wovon fast 18 000 Personenkraftwagen angemeldet waren.

Inzwischen besitzt die Stadt allerdings nur etwa 5300 Parkplätze. In der Innenstadt, die die Jana z Kolna-, die Piastowska-, die Dabrowskiego-, Staszica-, Rybaki- und Wybrzeze Wladyslawa IV-Straße einschließt, nur etwa 85. Das ist viel zu wenig. Wenn keine weiteren Parkplätze entstehen, wird die Stadt nach dem Tunnelbau vollständig verstopft sein. Der Kommandant der Stadtpolizei Miroslaw Karlinski bestätigt, dass die vielen Autos ein zunehmendes Problem darstellen. Dies zeigte sich besonders in der Sommersaison. Die Beamten hatten etwa 57 Prozent mehr Handlungsbedarf als im Vorjahr.

Es wurden auch 37 Fahrzeuge abgeschleppt.

„Den Anstieg verursachte eine enorm hohe Anzahl von Fahrzeugen auf den Straßen, so dass wir häufiger eingreifen mussten – am häufigsten wegen falsch geparkter Autos. Fast 40 Prozent aller Falschparker sind Ausländer“, sagt Karlinski.

Eine der Ideen für die Problemlösung ist der Bau von Parkhäusern. Ein möglicher Standort ist das Viertel zwischen der Piastowska, Dabrowskiego, Bema- und Pilsudskiego Straße. Etwa 150 bis 300 Plätze könnten hier entstehen. Weitere Bereiche sind zwischen den Straßen Chrobrego und Armii Krajowej. Geplant ist auch der Ausbau von Parkplätzen am Ende der Uzdrowiskowa Straße (300 Plätze) und der Interferie Allee (90 Plätze).

Der Swinemünder Stadtpräsident schlug vor, dass die Bewohner der Parkzone, die ein Auto besitzen, 50 Zloty pro Jahr zahlen. Lediglich fünf Zloty pro Jahr würde die Gebühr für Inhaber von Hybrid- und Elektroautos betragen.

Darüber hinaus würde jede erste halbe Stunde in einer Parkzone kostenfrei sein. Es gibt auch schon konkrete Vorstellungen für Parkgebühren. Für die erste Stunde würde die Gebühr zwei Zloty, für die zweite 2,20 Zloty, für die dritte 2,40 Zloty und für die vierte und jede weitere zwei Zloty betragen.

Die Sätze sind niedriger als die, die seit geraumer Zeit in der gebührenpflichtigen Parkzone im Kurviertel gelten. Nach dem Entwurf, würde die gebührenpflichtige Parkzone im Zentrum montags bis freitags von 8 bis 18 Uhr und samstags zwischen 8 und 14 Uhr gelten. Ähnlich wie im Kurviertel würde das Parken an Sonn- und Feiertagen kostenlos sein. Behinderte Fahrer würden gänzlich befreit sein.

Die angedachten Änderungen würden allerdings auch das Parken im Kurviertel betreffen. Im Beschlussentwurf wird dort die Einrichtung einer ganzjährigen gebührenpflichtigen Parkzone vorgeschlagen. Sie würde um die Sienkiewicza Straße im Abschnitt- von der Malachowskiego zur Boleslawa Prusa Straße erweitert werden.

Die Parkerlöse sollen für den Bau neuer Parkplätze und die Reparatur von Straßen und Gehwegen eingesetzt werden. Einige sind allerdings schon jetzt der Meinung, dass dies das Problem nicht lösen wird.

„Ich glaube nicht daran, dass die gebührenpflichtige Parkzone den Straßenverkehr verringern würde – was man an der Promenade sehen kann. Einen Parkplatz zu finden, trotz der eingeführten Parkzone, ist gar nicht einfach“, sagt Andrzej Stolarek.

Die endgültige Entscheidung über die Parkzone werden die Stadträte treffen.

Radek Jagielski

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