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Usedom Schneegaudi bei 33 Grad Hitze
Vorpommern Usedom Schneegaudi bei 33 Grad Hitze
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00:00 30.07.2018
Zinnowitz

Schneegaudi bei 33 Grad Sommerhitze: Der erzgebirgische Kurort Oberwiesenthal warb auch in diesem Jahr mit Schneezauber in Zinnowitz. Skisprunglegende Jens Weißflog, der viermal die Vierschanzentournee gewann, trat im Biathlon mit schmalem Langlaufski gegen den 2. stellvertretenden Bürgermeister des Ostseebades, Ralf Schwarzenberg, an. Dazu war direkt vor der Kurmuschel eine 80 Meter lange Piste aus 90 Kubikmeter Kunstschnee aufgebaut worden.

Oberwiesenthal warb mit Biathlon und Jens Weißflog vor der Zinnowitzer Kurmuschel

Kunstschnee

Wasser und Stickstoff seien die Bestandteile des Kunstschnees in Zinnowitz, versicherte Skisprunglegende Jens Weißflog.

Chemie sei für die 90 Kubikmeter der 80 Meter langen Piste vor der Kurmuschel keine verwendet worden.

Vizebürgermeister Schwarzenberg legte erst gewaltig vor, packte sich aber dann auf den schnellen Brettern gleich mehrfach auf den Allerwertesten – und verlor. Dennoch jubelten ihm die vielen Zuschauer an der Kurmuschel zu. Sportsmann Weißflog bewies Fairplay, wartete, bis sich sein Kontrahent wieder in die Senkrechte begeben hatte. Auch beim Schießen lief es ähnlich.

Seit Jahren gibt es die Werbeaktion des erzgebirgischen Kurorts Oberwiesenthal an der Ostseeküste. „Beide Kommunen profitieren davon“, sagte Jens Weißflog im OZ-Interview, weil beide vorwiegend vom Tourismus leben würden, also auf Urlauber angewiesen seien. Weißflog komme immer wieder gern. „Mittlerweile war ich schon zehn Mal hier und entdecke immer wieder etwas neues. So soll es auch den Besuchern von der Küste bei uns im Erzgebirge gehen“, betonte er. Aus diesem Grund waren auch mehrere Oberwiesenthaler Hotels vor der Kurmuschel mit vertreten. „Wir haben ja auch ähnliche Sorgen, der Fachkräftemangel ist hier an der Ostsee genauso spürbar wie bei uns im Erzgebirge. Immer öfter müssen wir ausländische Arbeitskräfte einstellen“, sagte Hotelier Weißflog.

Die Oberwiesenthaler Promotionstour findet seit Jahren regelmäßig statt. Im Winter überzeugte im Gegenzug das Ostseebad Zinnowitz im Erzgebirge mit einem Fischkutter und frisch geräuchertem Ostseefisch. Beide Kommunen streben mittlerweile eine Städtepartnerschaft an.

Auch Urlauber und Einheimische versuchten sich beim Schneezauber auf Skiern. Für die Kinder gab es einen Schneemann-Wettbewerb. Dutzende kleine und größere eisige Gesellen wurden gebaut und bestaunt, ehe sie in der Sommerhitze wegschmolzen. „Das ist ja eine tolle Veranstaltung. Mal was ganz anderes“, schwärmte Peggy Wippler aus Altentreptow, die mit Sohn Franz vor Ort war. Während der Spross emsig baute, hielt sie kurz die Füße in den kalten Schnee. Auch Levin Hollmann aus Treuenbritzen baute mit Eltern und Großeltern kräftig mit. Ganz besonders viel Mühe gab sich Jade-Marie Donath aus Kölpinsee.

Viele Urlauber nutzten zudem die Möglichkeit eines kurzen Gesprächs mit Jens Weißflog. Der „Floh vom Fichtelberg“, wie er einst genannt wurde, zählt mittlerweile 54 Jahre, ist aber immer noch sehr bekannt.

Die Zinnowitzer Aktion ist dennoch nicht unumstritten, da Kunstschnee verwendet wird. Auf Facebook waren zahlreiche Kritiken dazu zu lesen. Das Geld solle lieber sinnvoller ausgegeben werden, riet man den Machern. Außerdem werde die Umwelt erheblich belastet. Weißflog konterte die Kritik: „Kunstschnee ist bekanntlich nicht Kunstschnee, das sollte man wissen. In Zinnowitz ist hier keinerlei Chemie zum Einsatz gekommen“, betonte er. Lediglich Wasser und Stickstoff, der der Luft entzogen wurde, seien verwendet worden. Außerdem sei der zur Herstellung des Kunstschnees verwendete Strom Ökostrom direkt von der Insel Usedom. „Wir achten schon darauf, dass unsere Umwelt keinen Schaden nimmt. Aber wer das Haar in der Suppe sucht, wird auch immer eins finden“, meinte er.

Cornelia Meerkatz

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