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Schneider: Probleme im Krankenhaus kein Wunder

Wolgast Schneider: Probleme im Krankenhaus kein Wunder

Bürgerinitiative verweist auf drei geschlossene Abteilungen

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Die wirtschaftliche Lage des Krankenhauses Wolgast blieb 2016 angespannt.

Quelle: Foto: Tilo Wallrodt

Wolgast. . Dass die wirtschaftliche Lage des Wolgaster Kreiskrankenhauses auch 2016 angespannt blieb (die OZ berichtete), ist für Susanne Schneider von der Bürgerinitiative zum Erhalt des Krankenhauses nicht verwunderlich. „Wenn drei komplette Abteilungen mit etwa 1600 Fällen geschlossen wurden, wundert es nicht, warum die Patientenzahlen um 14,5 Prozent gesunken sind“, rechnet sie vor.

OZ-Bild

Bürgerinitiative verweist auf drei geschlossene Abteilungen

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Mit zehn Betten mehr in der Geriatrie sei dieser Rückgang nicht aufzufangen, meint Schneider. Und weitere Strukturen zur Stärkung seien nicht etabliert worden. Da laut dem von Geschäftsführerin Marie Le Claire verlautbarten Konzept nur die Bereiche Innere, Chirurgie und Geriatrie ausgebaut und gestärkt werden sollen, stelle sich die Frage, ob die neu geschaffene Kinderportalpraxisklinik von der Geschäftsführung tatsächlich gewünscht sei. Auch stellt die frühere Betriebsratsvorsitzende des Krankenhauses die Frage, auf welche Mitarbeiter die Geschäftsführung bei ihren Sanierungsbemühungen setzen wolle, wenn man in der Öffentlichkeit mit der Schließung und Ausgliederung von Bereichen drohe und die Beschäftigten als zu teuer tituliere. „Auf welche Art und Weise möchte die Universitätsmedizin durch Synergien und Kooperationen die angeblich zu hohen Kosten in Wolgast senken?“, fragt Susanne Schneider weiter an. Zahle die Universitätsmedizin nicht auch nach einem Tarifvertrag oder sollen die Mitarbeiter nur nach dem Mindestlohn bezahlt werden, wie die Beschäftigten der anderen Tochterunternehmer der Uni? Nach solchen Aussagen müsste laut Schneider sofort die Landesregierung hellhörig werden, da die Ministerpräsidentin kürzlich davon sprach, dass die Löhne in Mecklenburg-Vorpommern steigen müssen. Schließlich sei das Krankenhaus als 94,1-prozentige Tochter der Universitätsmedizin auch ein Landeskrankenhaus.

Die Landesregierung in Schwerin solle ihre Verantwortung für die tarifgebundenen Arbeitsplätze im Krankenhaus Wolgast wahrnehmen, rät Susanne Schneider. Sollte sie dieses nicht wollen oder können, müsse das Krankenhaus wieder zurück zum Landkreis oder an die Stadt Wolgast. So wie zuletzt gewirtschaftet worden sei und neue Konzepte geplant würden, könne es nicht weitergehen:

„Ein Krankenhaus braucht alle Bereiche von Service, Pflege, Ärzten und Verwaltung, um eine gute Versorgung für die Bürger zu gewährleisten.“

Tom Schröter

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