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Usedom Schnell und teuer: Diebe lassen oft E-Bikes mitgehen
Vorpommern Usedom Schnell und teuer: Diebe lassen oft E-Bikes mitgehen
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00:00 28.07.2018
E-Bikes liegen seit Jahren im Trend. Aufgrund des Motors haben die Modelle ihren Preis – und sind deshalb für Diebe interessant. Quelle: Foto: Hauke-Christian Dittrich, Dpa
Usedom

46 gestohlene Fahrräder in nur sieben Tagen: Die Insel Usedom ist nach wie vor eine der Hochburgen für Fahrraddiebstähle. Der Schaden liegt allein in dieser einen Woche bei 82 000 Euro, denn die Diebe haben es vorrangig auf hochwertige Drahtesel abgesehen. Immer öfter werden auch E-Bikes gestohlen. In den vergangenen sieben Tagen waren es zehn.

Zu einem teuren E-Bike gehört auch eine gute Sicherung. Axel Falkenberg, Polizeisprecher

Die offensichtlich gut organisierten Diebe sind dabei äußerst mobil, denn sie schlagen in Trassenheide, Zinnowitz, Bansin, Ückeritz, Heringsdorf oder in Kamminke zu. Die Tages- oder Nachtzeit spielt nach Angaben des Sprechers der Polizeiinspektion Anklam, Axel Falkenberg, dabei keine Rolle. Auffallend sei besonders in den zurückliegenden Wochen, dass die Langfinger nicht wahllos agieren, sondern sehr wohl marken- und preisorientiert vorgehen. So kommt es, dass von den bisher im laufenden Jahr auf der Insel Usedom 370 verschwundenen Rädern immerhin 70 E-Bikes sind.

Damit klettern auch die Schäden in die Höhe. Der bislang traurigste Tag in Sachen Fahrraddiebstahl war der vergangene Dienstag mit 16 Rädern. Für die vielen Urlauber ist das nicht nur ein deprimierender, sondern auch ein teurer Verlust. So auch für zwei Touristen aus der Schweiz, die ihre E-Bikes über Mittag nur kurz an der Strandpromenade in Heringsdorf gesichert abstellten und dann einen Schaden von 11 000 Euro zur Anzeige bringen mussten.

Die Polizisten des Reviers Heringsdorf sind gemeinsam mit dem Bäderdienst auf der Insel Usedom unterwegs, um Präsenz zu zeigen und präventiv aufzuklären. Denn immer wieder zeigt sich auch, dass einige Radler zwar viel Geld in den Kauf ihre Räder investieren, aber es beim Sicherheitsschloss bei wenigen Euros belassen. Das sei laut Falkenberg leider zu kurz gedacht, denn gerade die Fahrräder mit einfachem Diebstahlschutz lohnen sich für die Täter: Sie brauchen für das Knacken der Schlösser nur Sekunden. „Wer für ein E-Bike mehrere tausend Euro ausgibt, sollte sich auch ein sehr gutes Sicherheitsschloss leisten. Leider glaubt mancher, ein 7,50-Euro-Schloss sei da genug“, so der Polizeisprecher. Übrigens: Versicherer fordern immer häufiger Mindeststandards bei den Fahrradsicherungen ein. Mit der Zahlung des Jahresbeitrages allein ist es dann nicht getan. Die Polizei rät außerdem, die Akkus der E-Bikes während längerer Pausen und in der Nacht sowieso immer abzunehmen. Der Rat mache deshalb Sinn, weil sich der Weiterverkauf eines teuren Rades für die Diebe nur dann lohnt, wenn das Fahrrad komplett ist.

Fahrraddiebstahl ist seit Jahren ein großes Problem auf der Insel Usedom. Im vergangenen Jahr 2017 wurden zwischen Peenemünde und Ahlbeck insgesamt 579 Fahrräder entwendet. In diesem Jahr sind es bis Donnerstag 370 abhanden gekommene Fahrräder, von denen bisher nur 20 wieder aufgefunden werden konnten.

Statistisch gesehen werden pro Tag mehr als vier Fahrräder im Landkreis Vorpommern-Greifswald gestohlen. Im Vorjahr wurden im Inspektionsbereich 1490 entsprechende Anzeigen aufgenommen. Nimmt man nur einen Durchschnittswert von 450 Euro pro Rad, wäre der Schaden schon mehr als eine halbe Million Euro. Mehr Fahrräder als auf der Insel Usedom werden nur in Greifswald gestohlen. Im Vorjahr gab es in der Kreisstadt 808 Anzeigen.

Cornelia Meerkatz

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