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Usedom Schöpfwerk in Loddin: Neubau erneut verschoben
Vorpommern Usedom Schöpfwerk in Loddin: Neubau erneut verschoben
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00:00 13.08.2018
Das Schöpfwerk an der Melle ist in die Jahre gekommen und soll durch ein neues ersetzt werden. Quelle: Foto: Dithmar Wendorf
Loddin/Mölschow

2017 wollte der Wasser- und Bodenverband „Insel Usedom-Peenestrom“ an der sogenannten „Melle“ (Ausbuchtung des Achterwassers) in Loddin ein neues Schöpfwerk bauen. Passiert ist nichts. Das wird auch 2018 so bleiben. „Wenn wir Fördermittel bekommen, bauen wir vielleicht 2019“, sagt Christiane Loist, Geschäftsführerin des Wasser- und Bodenverbandes, mit vorsichtigem Optimismus.

Ohne Fördermittel können wir nicht bauen.Christiane Loist, Wasserverband

48 Schöpfwerke

Der Verband betreibt 48 Schöpfwerke. Diese entwässern Einzugsgebiete in einer Gesamtgröße von fast 30 000 ha. Schöpfwerke entwässern Gebiete, die nicht über eine ausreichende Vorflut verfügen.

Das Wasser wird durch das Schöpfwerk in ein höher liegendes Gewässer gehoben.

Weil die sogenannte Pumpenkammer defekt und das Schöpfwerk mehr als 60 Jahre alt ist, hatte man sich im Verband und in der Gemeinde gegen eine Reparatur und für einen Ersatzneubau entschieden. Die Leistung des Bauwerks soll erhöht werden – „von 1000 Kubikmeter Wasser pro Stunde auf 1400“, so Christiane Loist. Dass das Pumpwerk aber noch immer nicht ersetzt wurde, liegt an den gestiegenen Kosten sowie an naturschutzfachlichen Auflagen und Forderungen hinsichtlich des Hochwasserschutzes, wie Christiane Loist betont. Gegenüber ersten Kalkulationen würde die Summe aus dem Ruder laufen.

Die bisherigen Kostenschätzungen lagen zwischen 250 000 und 366000 Euro. „Inzwischen liegen wir um ein deutliches höher“, sagt sie und begründet das mit „gestiegenen Baupreisen am Markt“.

Einen Dämpfer für das Vorhaben gab es auch mit der Auflage, dass die Bauzeit vom 1. Juli bis 31. Oktober festgelegt wurde. Durch dieses Zeitfenster platzte das Vorhaben bereits 2017, da die notwendigen Fristen für die Angebote, Auftragserteilung und Baufirmen nicht mehr zu halten waren. Der Verband ging dann vom Baustart 1. Juli 2018 aus. Doch auch dieser Termin ist verstrichen.

Die Gemeinde Loddin will dennoch an dem Projekt festhalten, wie Bürgermeister Ulrich Hahn betont. Die jetzt aufgerufene Summe ist für ihn allerdings eine „imaginäre Hochrechnung“, die sich an den gegenwärtigen Bauboom orientiere. „Für den Anstieg der Baukosten gibt es keine Grundlage“, betont Hahn. Selbst die Kosten für die geplante Baustraße zum Pumpwerk, die dreimal so teuer sei wie ursprünglich geplant, bezeichnet der Bürgermeister als „aus der Luft gegriffen“. In der jüngsten Gemeindevertretung habe man zwar eine Budget-Erhöhung für den Eigenanteil beschlossen, allerdings würden gegenwärtig keine Angebote vorliegen. Die Errichtung der Baustraße im Vorfeld unabhängig vom Baustart für das Pumpwerk habe die Gemeindevertretung abgelehnt, so Hahn. „Das wäre unsinnig. Die Straße wird realisiert, wenn wir einen Baubeginn für das Schöpfwerk haben.“

Seit 2015 steht der Neubau auf der Agenda des Verbandes, wie Christiane Loist sagt. „Ohne finanzielle Hilfe vom Land können wir das Pumpwerk nicht bauen“, betont sie. Für den Neubau rechnen Verband und Kommune mit einer Förderung von 80 Prozent.

Henrik Nitzsche

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