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Schon 40 Anträge für 14 Wohnungen

Wolgast Schon 40 Anträge für 14 Wohnungen

Die derzeit in Wolgast-Süd entstehenden barrierefreien Wohnungen sind überaus begehrt

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Um Barrierefreiheit herzustellen, werden die Fußböden höhenmäßig ausgeglichen. Hierzu bringen die Bauleute zunächst eine Blähton-Schüttung ein. Sascha Krohe (r.) und Marcel Köwel verlegen darauf Fermacell-Platten.

Wolgast. Der Umbau des Wohnhauses in der Thälmannstraße 7/8 in Wolgast schreitet planmäßig voran. Die städtische Wohnungswirtschafts GmbH (WoWi) lässt in dem Block insgesamt 18 Wohnungen altersgerecht und barrierefrei herrichten. Inzwischen sind an der Fassade, bis auf den Sockelbereich, ein Wärmedämmverbundsystem und der Grundputz aufgebracht. „Die Hofseite wurde sogar schon mit dem Oberputz und einem ersten Anstrich versehen“, berichtet WoWi-Prokurist und Bauleiter Jörg Juhnke. „Der Aufgang Nummer 8 verfügt auch schon über den platzsparenden Fahrstuhl, der bis runter in den Keller fährt.“

OZ-Bild

Die derzeit in Wolgast-Süd entstehenden barrierefreien Wohnungen sind überaus begehrt

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Dass sich die Bauleute zunächst auf den Aufgang Nummer 8 konzentrieren, hat laut WoWi-Geschäftsführer Jan Koplin seinen Grund. „In der Nummer 7 wohnen zurzeit noch vier Mietparteien, die in die 8 umziehen, sobald dort die Arbeiten abgeschlossen sind. Dies soll spätestens bis zum 1. Mai der Fall sein. Zum 1. Juli wollen wir dann mit dem Gesamtvorhaben durch sein.“

Dass die Decken in dem aus den 1950-er Jahren errichteten Haus lediglich aus Hohlziegeln bestehen, stellt die beauftragten Firmen vor eine besondere Herausforderung. „Die Tragfähigkeit der Decken ist nicht so hoch, wie in den jüngeren Plattenbauten“, erklärt Juhnke. Um im Interesse der späteren, vornehmlich älteren Mieter die in den Wohnungen bisher vorhandenen Höhenunterschiede auszugleichen, kommt daher als Basisschüttung für den Fußboden der vergleichsweise leichte Baustoff Blähton zum Einsatz. Auf dieser Ausgleichsschicht werden abschließend Trittschall und Gipsfaserplatten verlegt.

„Die gesamten Wohnungen sind später schwellenfrei. Dies trifft auch auf die Bäder inklusive der Duschen zu, die ebenerdig ausgeführt werden“, berichtet Juhnke weiter. „Alle Räume sind problemlos auch mit einem üblichen Rollstuhl zu erreichen.“ Gegebenenfalls würden, wie zum Beispiel im Falle der Bäder, die Türöffnungen entsprechend verbreitert. Auch die anzubauenden 18 Balkone seien zu erreichen, ohne einen Absatz überwinden zu müssen. Durch den Balkon-Anbau werde sich die Gebäudeansicht grundlegend verändern. Dies betreffe auch den Hausgiebel in Richtung der Rudolf-Breitscheid-Straße.

Etwa 1,1 Millionen Euro werden in die Umbauten und Modernisierungen investiert. Das Schweriner Wirtschaftsministerium unterstützt das Vorhaben in Höhe von knapp 506000 Euro mit einem Darlehen aus Mitteln des Wohnraumförderungsprogramms. Die Kaltmiete der über 50 Quadratmeter großen Wohnungen soll laut WoWi-Geschäftsführer Jan Koplin 6,30 Euro pro Quadratmeter nicht überschreiten, damit auch eine Person allein finanziell möglichst nicht überfordert werde. „Der Bedarf an barrierefreien Wohnungen in Wolgast- Süd ist enorm“, sagt Koplin. „Für die 14 freien Wohnungen liegen uns 40 Anträge vor. Wir vergeben die Wohnungen gemäß dem Eingangsdatum der Anträge, damit sich niemand ungerecht behandelt fühlt.“ Angesichts der großen Nachfrage handele es sich hier sicher nicht um den letzten Objekt- umbau. „Wir werden weitermachen, um der demografischen Entwicklung Rechnung zu tragen.“

Stichwort: WoWi

Die Wolgaster Wohnungswirtschafts GmbH (WoWi) wurde am 1. Juli 1990 gegründet. Alleingesellschafter ist die Stadt Wolgast.

2843 Wohnungen mit einer Gesamtwohnfläche von knapp 156 000 Quadratmetern sowie 42 Gewerbeflächen mit etwa 3200 Quadratmetern gehören zur WoWi. Das Unternehmen investiert jährlich bis zu zwei Millionen Euro in die Erhaltung des Bestandes und ist ein wichtiger Auftraggeber für regionale Handwerks- und Baubetriebe.

Tom Schröter

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