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Usedom Schon wieder Diebstahl auf der Automeile
Vorpommern Usedom Schon wieder Diebstahl auf der Automeile
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00:00 27.03.2014
Das Autohaus Greif beklagt den Verlust eines Audi Q5 — ein Modell, das mit dem VW links im Bild durchaus vergleichbar ist. Quelle: Peter Binder
Greifswald

Erneut haben Pkw-Diebe auf der Greifswalder Automeile in der Straße An den Bäckerwiesen zugeschlagen. Ihre Beute diesmal: ein weißer Audi Q5, Vorführwagen, 4000 Kilometer gefahren, ausgewiesener Verkaufspreis: 50 900 Euro. Der Diebstahl ist den Mitarbeitern erst am Montag aufgefallen, kann sich aber bereits seit Freitag ereignet haben.

Der Wagen ist damit der vierte, der in der vergangenen Woche von der Automeile gestohlen wurde. Zuvor klauten die Täter drei VW Golf im Gesamtwert von 34 000 Euro (die OZ berichtete). Die Polizei prüft einen Zusammenhang, auf den oder — wahrscheinlicher — die Täter gibt es aber keine Hinweise. Im Kreisgebiet kamen noch ein Crossmotorrad in Ducherow, Autos in Heringsdorf und Penkun sowie ein Firmentransporter in Caselow bei Pasewalk abhanden.

Die Hoffnung, den Q5 je wiederzusehen, sind gering — sowohl bei der Polizei als auch beim Autohaus. „Von unserer Filiale in Stralsund sind auch schon Wagen gestohlen worden, die nicht mehr aufgefunden wurden“, sagt Sven Kratel, Verkaufsleiter Audi beim Autohaus Greif. Die Modelle seien zwar serienmäßig mit einer Wegfahrsperre ausgerüstet, aber er vermutet, dass Profis am Werk waren, die wüssten, wie diese Hürde zu überwinden sei. „Ein Laie könnte das nicht“, so Kratel. Ob nun die Schutzmaßnahmen erhöht werden, liege im Ermessen der Geschäftsleitung. Ein Zusammenschluss der Autohäuser, um gemeinsam Maßnahmen gegen Diebstähle zu ergreifen, sei aber bislang kein Thema. Eine Überwachung des Geländes mit Kameras wäre hingegen eine Option.

Die Polizei geht davon aus, dass der Wagen nicht abgeschleppt, sondern aufgeknackt und sofort weggefahren wurde. „In der Regel werden die Pkw schnell über die Grenze gebracht“, sagt Axel Falkenberg, Sprecher der Polizeiinspektion Anklam. Er vermutet deshalb auch organisierte Kriminalität hinter den Fällen. Meist würden Hehler die Pkw ins Ausland bringen. Ein sogenanntes Pilotfahrzeug fahre vor, um die Polizei- und Zollpräsenz im Grenzgebiet zu erkunden. Erst dann würden die gestohlenen Fahrzeuge folgen. Sollte von den Beamten doch einmal ein Wagen entdeckt und gestoppt werden, könne es vorkommen, dass die skrupellosen Fahrer versuchen, die aufgebaute Polizeikette zu durchbrechen. Greifswald sei derzeit ein Schwerpunkt was Einbrüche und Diebstähle angeht. Dass es nun die Händler auf der Automeile so massiv trifft, bezeichnete Falkenberg als „bitter“. Er gesteht ein: „Die Aufklärungsquote bei Fahrzeugdiebstählen ist gering.“

Diebstahl verhindern
Einen 100-prozentigen Schutz gegen Diebstahl gibt es nicht. Aber es können Vorsichtsmaßnahmen getroffen werden. Dazu gehören: Keine Papiere und Ersatzschlüssel im Auto liegen

lassen, Alarmanlage aktivieren, alle Fenster und Türen zumachen. Mechanische Hilfsmittel, etwa eine Gangschaltungs-, Lenkrad- oder Felgensperre
erschweren den Diebstahl. Ortungssysteme via GPS helfen bei der Suche.



Kai Lachmann

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