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Usedom Schüler erforschen neue Lernorte auf Usedom
Vorpommern Usedom Schüler erforschen neue Lernorte auf Usedom
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00:00 26.10.2016

Mit dem Fahrrad die Spuren der Hinterlassenschaften des Zweiten Weltkrieges in Augenschein nehmen und die Geschichte des Ortes sprichwörtlich einatmen. Diese Erfahrung machten gestern mehrere Jugendliche aus Wolgast und Polen in Peenemünde. Sie sind Teil eines zweitägigen Projektes im Inselnorden und erforschten die Stationen der Denkmallandschaft. Unter dem Motto „Vernetzung europäischer Lernorte zum Ersten und Zweiten Weltkrieg“ kommen diese jungen Männer und Frauen noch bis heute Nachmittag zusammen. Schauplätze für die Arbeitskonferenz sind das Historisch- Technische Museum und die Kriegsgräberstätte auf dem Golm im Inselsüden.

„Aus der Erfahrung der Geschichte können wir nur lernen. Das zeigen die beiden Weltkriege. So etwas darf sich nicht wiederholen“, sagte HTM-Geschäftsführer Michael Gericke, der die Veranstaltung eröffnete. „Das Miteinander ist die Zukunft. Der Kampf der Völker untereinander muss endlich aufhören“, betonte er.

Ein Baustein, dass sich die Nationen untereinander besser verstehen, soll das Vorhaben sein. „ Ziel des Projektes ist es, durch die Vernetzung von nationalen Einzelaktivitäten der europäischen Nationen ein wesentlich höheres Niveau der europäischen Erinnerungskultur zu erreichen. Verschiedene Bildungseinrichtungen und Schulen aus vier europäischen Staaten kooperieren künftig bei der internationalen Schülerbegegnung an historisch bedeutsamen Orten mit Bezug zur Geschichte des Ersten und Zweiten Weltkriegs.“

Vom Wolgaster Runge-Gymnasium kam Geschichtslehrerin Kathrin Wachsmann mit drei Schülern vorbei. „Wir arbeiten an dem Projekt bereits das zweite Jahr. Zwölf Schüler der 10. und 11. Klassen arbeiten in dem Kurs“, sagt sie. „Das Projekt ist vor allem ein guter Austausch zwischen den Schülern“, betont sie.

Am Abend zuvor ging es außerdem um die Finanzierung weiterer Projekte. „Diese beiden interessanten Tage konnten leider noch nicht mit EU-Mittel finanziert werden. Wir arbeiten jedoch an einer Lösung“, sagt Gericke. Heute kommen die Schüler auf dem Golm zu einer Führung zusammen.

Hannes Ewert

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