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Usedom Schulbau wird teurer
Vorpommern Usedom Schulbau wird teurer
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03:50 17.04.2013
Gestern Vormittag herrschte auf der Baustelle Heberleinschule nicht viel Betrieb. Quelle: Tilo Wallrodt

Die Baustelle Heberleinschule bleibt weiterhin ein Reizthema im Wolgaster Stadtparlament. Am Mittwochabend wurde ein Vorgriff auf den Haushalt 2013 in Höhe von 300 000 Euro beschlossen. Mehrkosten, die für die Sanierung und den Ausbau der Schule notwendig geworden sind. Allein das Abstimmungsergebnis — elf Ja- und eine Nein-Stimme bei zwölf Enthaltungen — zeigt, wie umstritten das Projekt gegenwärtig ist.

SPD-Fraktionschef Jürgen Kanehl verglich den Beschluss mit der sprichwörtlichen „Pistole auf die Brust setzen“. „Das Ding ist heiß. Das hier ist der Hammer“, hatte auch CDU-Fraktionschef Gerhard Hämmerling ein flaues Gefühl. Denn Bürgermeister Stefan Weigler (parteilos) sprach von einem Risiko, da die Wolgaster für den finanziellen Zuschlag mit Fördermitteln rechnen, die aber erst aus Schwerin zugesagt werden könnten, wenn der Wolgaster Haushalt genehmigt ist. „Das wird nicht vor Oktober passieren“, kündigte Weigler an. Und bekam von Olaf Markgraf (Bürger für Wolgast) zu hören:

„Bürgermeister, Du verlangst viel von uns! Hast Du einen Plan B?“

Plan B wäre laut Weigler die Billigvariante mit Abstrichen bei der Ausstattung in der Sporthalle, der Aula oder der Fassade. „Von der Wärme- und Trittschalldämmung im Fußboden müssten wir uns dann auch verabschieden. Mit den Mehrkosten erreichen wir aber eine Nachhaltigkeit“, entgegnete der Bürgermeister. Und 300 000 Euro seien nicht mal zehn Prozent der Baukosten, die bei rund 3,7 Millionen Euro liegen. Davon wurden 1,8 Millionen Euro gefördert.

Doch der Bau stand von Beginn an unter keinem guten Stern. Das Abbruchunternehmen musste gewechselt werden, dazu erhöhte der schlechte Bauzustand des Bestandsgebäudes die Baukosten. Dazu kam der schlechte Fußbodenaufbau, der vor Baubeginn wegen des laufenden Schulbetriebes nur punktuell untersucht werden konnte. Kritik gab es auch an der Koordination auf der Baustelle. Deshalb wurde Anfang des Jahres die Bauherrenaufsicht vom Fachbereich Bauen, Sicherheit und Ordnung der Stadtverwaltung an die städtische WoWi Immobilien- und Dienstleistungs GmbH übertragen.

Die Stadtvertreter bestätigten am Mittwochabend mit großer Mehrheit den Projektbetreuungsvertrag zwischen der WoWi und der Kommune. Begründet wurde die Delegierung der Aufsicht mit der Umstellung der kameralen Haushaltsführung auf die doppische Buchführung. Weil dies die vollumfängliche Erfassung und Bewertung des kommunalen Vermögens erfordere, seien die Mitarbeiter damit ausgelastet. „Ohne diese Unterlagen kann eine vorläufige Bilanz nicht erarbeitet werden, die aber als Mindestvoraussetzung für die Genehmigung des Haushaltes 2013 von der Kommunalaufsicht gefordert wird“, sagte Weigler.

Der Bürgermeister rechnet im Herbst mit dem Ende der Sanierung. Ob der Umzug der Schüler noch in den Herbstferien oder erst in den Winterferien 2014 gelingt, weiß Weigler noch nicht.

Die geplanten Arbeiten
Mit dem Um- und Ausbau der Regionalen Schule mit Grundschule „Heberlein“ soll eine Erweiterung um acht auf dann 22 Unterrichtsräume erreicht werden.

In einem Anbau sind ein Speiseraum, ein neuer Sanitärbereich, ein Schülerklub sowie eine Bibliothek und Lehrerzimmer geplant.

Das neue Treppenhaus mit Aufzug wird künftig auch körperlich behinderten Kindern Einlass gewähren. Die nahe der Schule befindliche Turnhalle soll umgebaut und später auch als Aula genutzt werden.

Die Baukosten belaufen sich auf rund 3,7 Millionen Euro. Gefördert wird das Bauprojekt mit 1,8 Millionen Euro.

Henrik Nitzsche

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