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Usedom Schule „Am Stettiner Haff“ hofft auf Hilfe
Vorpommern Usedom Schule „Am Stettiner Haff“ hofft auf Hilfe
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00:00 24.02.2017
Anklam/Zirchow

An der kreiseigenen Schule „Am Stettiner Haff“ in Zirchow schieden sich am Mittwochabend im Bildungsausschuss des Landkreises die Geister. Die SPD-Fraktion fordert einen neuen Bus der Platz für 18 Personen bietet, ein Konzept für die Notversorgung der Kinder mit nachweisbarem Bedarf in den Sommerferien und eine Aufstellung der Kosten für die Renovierung der Anlage, in der geistig behinderte Kinder unterrichtet werden. Laut Schulleitung sind dafür 150 000 Euro notwendig. In erster Linie geht es um die Fortsetzung der Renovierungsarbeiten in den Fluren , in den Klassenräumen (Fußböden) und die Erneuerung von Türen. Weiterhin sind Maßnahmen für den Sportunterricht im Freien notwendig.

Carsten Berkenhagen nahm den Antragstellern der Fraktion sprichwörtlich „den Wind aus den Segeln“. „In den vergangenen Jahren haben wir bereits viel Geld in die Schule investiert. Zum Beispiel in die Renovierung der Toiletten, den Fahrstuhl, in den Brandschutz, die Fußböden und die Aula“, sagt er. Der Landkreis würde das Gebäude nicht vernachlässigen, betont Berkenhagen. Der Schulbetrieb sei nicht gefährdet. „Wir sind gerade dabei, alles nach und nach abzuarbeiten. Uns stehen allerdings auch nur begrenzte finanzielle Mittel zur Verfügung“, versichert der Amtsleiter für Kultur, Bildung und Schulverwaltung.

„Man darf es nicht mehr dramatisieren, als es wirklich ist“, schob Dietger Wille, zweiter Stellvertreter der Landrätin und Finanzdezernent, noch hinterher. „Die Darstellung in der Antragstellung erweckt den Eindruck, dass die Schule kurz vor dem Verfall steht. Das tut sie aber nicht. Dieses dauerhafte ’Schlechtmachen’ eines Zustandes stört mich“, sagt Wille.

Der angesprochene Bus sei ebenfalls in einem relativ guten Zustand. „Dieser Schulbus ist nicht, wie angenommen, 30 Jahre, sondern nur zwölf Jahre alt. Der zuständige Fahrer pflegt ihn sehr gut“, sagt Wille. Die Schule „Am Stettiner Haff“ feiert in diesem Jahr ihr 25-Jähriges Bestehen. Erik von Malottki (SPD) aus Greifswald sagte, dass in der Schule die nötigsten Dinge bereits saniert sind, fordert aber zugleich eine Prioritätenliste, um danach zu handeln.

Die anwesenden Mitglieder des Bildungsausschusses einigten sich darauf, die nächste Sitzung in die Schule in Zirchow zu verlegen, um sich einen Eindruck von den derzeitigen Gegebenheiten zu verschaffen.

Einig waren sich die Ausschussmitglieder auch darin, dem vorliegenden Entwurf für die Fortschreibung des Schulentwicklungsplanung von 2015 bis 2020 zuzustimmen. Die einzige formale Änderung darin ist die Fusion der Regionalen und der Grundschule in Karlshagen. Dort laufen beide Schulen ab dem kommenden Schuljahr unter einer gemeinsamen Leitung. Ein Bürgerentscheid, der das verhindern sollte, scheiterte, wie berichtet, Anfang des Jahres. Hannes Ewert

OZ

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