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Usedom Schulleiterin: Ihr selber bestimmt, was jetzt kommt
Vorpommern Usedom Schulleiterin: Ihr selber bestimmt, was jetzt kommt
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03:47 31.08.2013
Schulleiterin Andrea Greiner-Jean übergibt die Zeugnisse an Hans- Jürgen Wienholz (l.) und Nico Göök. Quelle: ts

Die Umstände, warum und wie junge Leute zur Wolgaster Produktionsschule finden, sind unterschiedlich. „Früher in der Schule wurde ich gemobbt und habe mich irgendwann geweigert, überhaupt noch hinzugehen“, schildert zum Beispiel Hans-Jürgen Wienholz (19) aus Wolgast. In der Produktionsschule des Christlichen Jugenddorfwerkes (CJD), wo er die vergangenen zwei Jahre verbrachte, habe er andere Erfahrungen gemacht: „Hier geht man gut mit Menschen um“, meint er.

Auch der 18-jährige Wolgaster Nico Göök berichtet von Mobbing an der Regionalen Schule. „Freunde hatte ich dort keine.“ Unter dem Dach des CJD habe er die vermissten Freundschaften schließen können.

Zudem holten sowohl er als auch Hans-Jürgen Wienholz hier den Hauptschulabschluss nach und ernteten bei der feierlichen Zeugnisübergabe gestern ein großes Lob von Schulleiterin Andrea Greiner-Jean und von Roswitha Fennert, der Vorsitzenden der Prüfungskommission. Denn: Beide Schüler schlossen mit dem Prädikat „gut“ ab und haben nun die Berufsreife in der Tasche.

„Ihr selber bestimmt, was jetzt kommt“, machte Andrea Greiner- Jean den Absolventen deutlich. Dass diese kooperationsbereit, teamfähig und zuverlässig sein können, hätten sie während der Arbeit in den Werkstätten der Produktionsschule an der Leeraner Straße gezeigt. Während sich Hans-Jürgen Wienholz in Anklam um eine Ausbildung zum Masseur/Medizinischer Bademeister bewerben will, beginnt für Nico Göök, der als Zeitsoldat bei der Bundeswehr anheuern möchte, am Montag beim CJD zunächst eine berufsvorbereitende Bildungsmaßnahme. „Wir bieten insgesamt sechs jungen Leuten in unserer Einrichtung die Chance, innerhalb eines Jahres verschiedene Berufsfelder kennenzulernen und sich in einem gewählten Berufsfeld zu qualifizieren“, erklärt die Schulleiterin.

Für weitere fünf junge Frauen und Männer endete gestern die Zeit in Obhut des CJD. Sie hatten zwar den Schulabschluss in der Tasche, gerieten aber auf dem Weg zur Berufsausbildung ins Straucheln.

„Bei mir hat es mit der Lehre nicht geklappt. Ich habe nur Absagen erhalten“, erzählt etwa Marcel Behrendt (21). In der Holzwerkstatt des CJD zeigte er, was er drauf hat. „Wir haben Waldhütten für Bansin, Schilder für den Wolgaster Tierpark und sogar Kanus gebaut“, sagt er. Nun steht für Marcel Behrendt eine Maler-Lehre in Anklam auf dem Programm. Auch Philipp Grolle (18) ließ sich von den mit viel Geduld agierenden Pädagogen in der Produktionsschule für einen Ausbildungsstart fitmachen. „Ich fange im Bildungszentrum Nordost in Greifswald an und will einmal Hauswirtschafter oder Koch werden“, so der Konerower.

Tom Schröter

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