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Usedom Schulumbau: Ausweichquartiere stehen
Vorpommern Usedom Schulumbau: Ausweichquartiere stehen
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00:00 22.10.2016
Die Europäische Gesamtschule Insel Usedom in Ahlbeck soll für rund 9,4 Millionen Euro umgebaut werden. Baubeginn soll 2017 sein. Quelle: dp

Wo die Schüler der Europäischen Gesamtschule Insel Usedom in Ahlbeck während des geplanten Umbaus unterrichtet werden sollen, steht jetzt fest. Als Ausweichquartiere sollen die alte Grundschule Bansin, die ehemalige Kindertagesstätte „Ahlbecker Gören“, die Innova sowie der Bürgertreff in Ahlbeck dienen. Zwei Fachräume sollen zudem in Container ausgelagert werden. Gerechnet wird in der Heringsdorfer Verwaltung mit einer Bauzeit von rund 24 Monaten.

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Schüler der Ahlbecker Europaschule sollen während der Bauphase in die alte Grundschule Bansin, Ex-Kita „Ahlbecker Gören“, Innova und Container umziehen / Verwaltung hofft im Februar 2017 auf erste Auslagerung

Die Gemeindevertreter stimmten am Donnerstagabend dieser Lösung zwar einstimmig zu, doch bei vielen bleibt Unbehagen. „Schenkt den Eltern und Lehrern doch endlich mal reinen Wein ein, wann es losgeht und ob der Umbau auch finanziert werden kann“, appellierte Frank Lettner (BI) an die Verwaltung. Er ging damit auch auf den noch immer nicht bestätigten Haushalt der Gemeinde für das laufende Jahr ein. Für rund 9,4 Millionen Euro soll die Europaschule umgebaut werden. 5,1 Millionen Euro sind laut Verwaltung über Städtebaufördermittel sichergestellt. Die restlichen Millionen sollen aus einem Kredit und über Förderungen finanziert werden. „Die Förderanträge sind raus. Wir haben aber noch keine förmliche oder informelle Zusage“, informierte Heringsdorfs Vize-Bürgermeister Marcus Strömich.

„Ohne Haushalt und Haushaltssicherungskonzept dürfte eine Kreditaufnahme utopisch sein. Da muss auch noch die Kommunalaufsicht zustimmen. Da sind noch viele Unwägbarkeiten“, warnte Gemeindevertreter Hans-Jürgen Merkle (BI). Laut Strömich wird intensiv am Etat der Kaiserbäder für 2017 gearbeitet. „Wir hoffen, dass wir Ende Oktober einen Entwurf vorlegen können.“ Denn die Auslagerung der Europaschüler während der Umbauphase gibt es für die Kommune natürlich nicht zum Nulltarif. Die ehemalige Kita Ahl- becker Gören in der Schulstraße 12 soll saniert werden – geplante Kosten 80000 Euro. Für die Innova wird monatlich ein Mietpreis von 5000 Euro fällig. Für die Container für die beiden Fachräume, die auf dem Parkplatz an der Pommernhalle aufgestellt werden sollen, sind monatlich 2000 Euro geplant.

„Wir brauchen jetzt aber eine klare Terminkette. Wann geht es denn nun los? Beschlüsse sind zwar wichtig, doch so können wir mit den Lehrern, Eltern und Schülern doch nicht umspringen“, machte auch Helmut Friedrich (UWG der Kaiserbäder) seinem Ärger Luft.

Daraufhin stellte Hauptamtsleiterin Christine Schröder den Zeitplan vor: „Im Februar 2017 wollen wir die 5., 6. und 7. Klassen in die Grundschule nach Bansin auslagern. Die älteren Schüler sollen möglichst in Ahlbeck bleiben. Die 10., 11. und 12. Klassen des Gymnasiums gehen voraussichtlich in die Innova“, so die Amtsleiterin. Der Umzug in die ehemalige Kita „Ahlbecker Gören“ sei für März 2017 geplant. „Ideal wäre für alle eine komplette Containerlösung gewesen, doch aus Kostengründen haben wir davon Abstand genommen“, so die Hauptamtsleiterin.

„Uns würde das sehr entgegenkommen, wenn der Umbau im Februar beginnt. Uns ist bewusst, dass es eine schwere Bauzeit wird“, ergriff auch Jürgen Räsch, Schulleiter der Europaschule, das Wort. Mit den vom Gemeinderat beschlossenen Ausweichquartieren ist der Schulbetrieb aber durchführbar, betonte Räsch. Mit der Usedomer Bäderbahn, die in diesem Jahr den Schülerverkehr übernommen hat, habe es seitens der Schule Gespräche gegeben. In dem für 2017 angekündigten neuen Fahrplan muss der Umzug der jüngeren Schüler in die ehemalige Bansiner Grundschule berücksichtigt werden.

Lehrküche und Caféteria

Im Rahmen des Projektes „Mehrgenerationencampus“ soll die Europaschule in Ahlbeck für 9,4 Millionen Euro modernisiert werden. Der Umbau beinhaltet die Sanierung des Hauptgebäudes. Der Eingangsbereich wird nach dem Umbau nach Westen verlagert.

Eine Lehrküche und eine Caféteria sollen im Erdgeschoss entstehen. Über dem Neubau zwischen den beiden Flügeln ist die Errichtung von neun zusätzlichen Klassenräumen geplant.

Gerechnet wird mit einer Bauzeit von gut zwei Jahren.

Henrik Nitzsche

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