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Schwein am Spieß: Zünftiger Start in Usedom-Wildwochen

Bansin Schwein am Spieß: Zünftiger Start in Usedom-Wildwochen

Schon drei Stunden vor der feierlichen Eröffnung der 12. Usedomer Wildwochen war ein Team der Anklamer Fleisch und Wurstwaren GmbH mit einem 39-Kilogramm-Wildschwein ...

Bansin. Schon drei Stunden vor der feierlichen Eröffnung der 12. Usedomer Wildwochen war ein Team der Anklamer Fleisch und Wurstwaren GmbH mit einem 39-Kilogramm-Wildschwein angerückt, um zur Mittagszeit die große Gästeschar zu beköstigen. „Wir können es auch WILD“, lautete ihr Motto. „So um die 200 Schwarzkittel habe ich in all den Jahren schon zubereitet“, sagt Sven Krasemann, stellvertretender Produktionsmeister der Anklamer Firma. Ihm zur Seite stehen René Ehlert und Oliver Deters.

Sieben bis zehn Umdrehungen pro Minute sind nötig. Die große Hitze zu Beginn des Garverfahrens erfordert, trotz leichter Abkühlung durch die Ostseebrise an der Strandpromenade, den Abstand zu wahren.

Man spürt, es ist ein eingespieltes Team, denn Zubereitung und Verkauf werden harmonisch abgewickelt. Davon lassen sich auch Gudrun und Rudolf Raethel aus Bad Neuenahr überzeugen. „Wir sind seit einem Monat Rentner, erstmals auf Usedom, da wollen wir natürlich dieses Highlight gern mitnehmen“, so Gudrun Raethel. Ganz dicht ans Schwein herangerückt, bläst dem Ehepaar der heiße Duft förmlich ins Gesicht, als sie einen Probeanschnitt vollführen. Sie sind begeistert vom Wildgericht, schwärmen überhaupt von der Insel. Ein lange Schlange am Stand macht unterdessen deutlich, dass das Grillteam in den nächsten Stunden voll gefordert sein wird. Durch Bürgermeister Lars Petersen eröffnet, hatte Staatssekretär Peter Sanftleben vom Landwirtschaftsministerium die Bedeutung der traditionellen Usedomer Wildwochen hervorgehoben. Er betonte, dass es nicht nur Freude für den Gaumen bedeutet, dass Wildbret vorzüglich als eine absolute Delikatesse, Wild gesund und natürlich ist.

Dazu kommt, dass es einen geringen Fettanteil hat und mit hohem Eiweißgehalt punktet.

Das jagdliche Brauchtum stand auch im Blickpunkt. So wurde mit den Jägern gefachsimpelt, erfuhren die Besucher Genüssliches aus Wald und Flur. Zudem war Pilzberater Winfried Dinse auf der Bühne dicht umlagert. Der Auftritt der Jagdhornbläser Benz und des Thurbruchchores sorgten für musikalische Abwechslung. Die vielen Stände mit Wildprodukten waren gefragt, wie der interessante Wissenstest rund um Tiere und Tierspuren sowie die Basteleien mit Kastanien. „Das macht echt Laune“, freute sich der zweijährige Moritz aus Köln, der mit Mutti Anja und den Großeltern bastelte.

G. Nitzsche

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