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Usedom Segelboote kreuzen vor Heringsdorf
Vorpommern Usedom Segelboote kreuzen vor Heringsdorf
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00:00 27.03.2014
Eines der Segelmodellboote, die im Sommer vor der Heringsdorfer Seebrücke kreuzen werden. Jaqueline Thiel (20), die im Eigenbetrieb Veranstaltungskauffrau lernt, hat schwer daran zu tragen. Quelle: Steffen Adler
Bansin

Ferngesteuerte Segelyachten von etwa einem Meter Länge sollen Ende August erstmals auf der Ostsee vor Heringsdorf kreuzen. Die Regatta ähnelt der weltbekannten Ocean Race, wird von Freaks des Modellsegelsports absolviert und gilt in der Szene als ein absoluter Renner. Nicht nur für Profis! Von der Seebrücke des Kaiserbades aus werden daher mit Sicherheit unzählige Fans maritimer Wettbewerbe auf ihre Kosten kommen. Und vielleicht geht ja sogar eines der nicht ganz billigen Gefährte mit einem Kaiserbädersegel an den Start.

Bürgermeister Lars Petersen (48) sowie Sabine Tzschirch (53) und Mike Golon (44) vom Eigenbetrieb sind jedenfalls überzeugt, damit eine neue interessante sportliche Offerte anzubieten. In die gleiche Richtung zielt das Bemühen der Kaiserbäder, den grenznahen Strandbereich im kommenden Sommer stärker als bisher für sportliche Betätigungen zu nutzen. Kite-Surfen und Stand-up-Paddeln sind nur zwei der Disziplinen, die „Wasserfrösche“ dann hier absolvieren können. „Auf der Hand liegt dabei natürlich, dass wir in diesem Aktivbereich besonders auch potenzielle junge Gäste ansprechen wollen“, sagt Petersen.

Dazu dürfen sich Urlauber wie Einheimische auch 2014 wieder auf die großen Klassiker freuen. Die Kaisertage, das Kleinkunst- und das Musikfestival sowie das Mode-Event Baltic-Fashion zählen ebenso dazu wie die (neuen) Ostseefestspiele und das beliebte rote Theaterzelt am Meer. Ob es während der Weltmeisterschaft in Brasilien am Strand wieder eine Fußball-Live-Übertragung geben wird, hängt davon ab, ob sich die Gemeindevertreter heute Abend dazu bekennen. Der Eigenbetriebsausschuss hatte dies bereits mit 5:1-Stimmen getan (OZ berichtete).

Auf jeden Fall aufgestellt und eingeweiht wird am 1. Mai neben der Heringsdorfer Seebrücke der größte Strandkorb der Welt. Noch wird am XXL-Exemplar vor Ort gebaut, aber schon bald werden hier Gäste auf drei Ebenen Platz nehmen und das bunte Treiben auf der Promenade beobachten können.

Nicht untätig sind die Verantwortlichen auch im infrastrukturellen und Baubereich gewesen. So nennt Golon insgesamt fünf behindertengerechte Strandzugänge und eine Toilette für Menschen mit Handicap als wichtiges Resultat. Alle Rettungstürme seien grundsaniert worden, in den Dünen wurde und wird gemäß Pflegevereinbarungen fleißig gereinigt.

Während die Umgestaltung der Bansiner Promenade bereits erledigt ist, soll etwa ein Kilometer Radweg zwischen dem Sackkanal und der Seestraße noch verbreitert werden. Hinzu kommt die Neugestaltung des Heringsdorfer Konzertplatzes — möglichst noch vor der Badesaison.

Sabine Tzschirch, die den kaufmännischen Bereich und den gesamten Betriebsablauf leitet, ist optimistisch. „Die Urlauber werden auch in diesem Jahr wieder zahlreich kommen und sich bei uns wohlfühlen“, blickt sie voraus. Im Januar und Februar wurden bereits — verglichen zum Vorjahreszeitraum — etwa 38 000 Übernachtungen mehr gezählt. Sicher auch wegen des freundlichen Wetters.

Von den Querelen um die Besetzung der Stelle des Kur- bzw. Tourismusdirektors sollen die Gäste jedenfalls möglichst wenig mitbekommen. „Wir sind ein gut eingespieltes Team und werden das weiter unter Beweis stellen“, verspricht Golon.

Kontakt und Infos
Die Regatta-Veranstaltung an der Seebrücke läuft über das Unternehmen „Stockmarine“. Unter www.stockmarine.com findet man zahlreiche Modelle, Bauanleitungen, Termine für Regatten und so weiter. Es handelt sich um eine Agentur, die aus Liebe zum Meer, zum Wasser und zum Segeln aktiv ist.



Steffen Adler

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