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Senioren-Regenschirmparade auf dem Kurplatz

Swinemünde Senioren-Regenschirmparade auf dem Kurplatz

Das 17. Sommerfest feierte der Kreisverband der Volkssolidarität Vorpommern-Greifswald zum ersten Mal im polnischen Swinemünde

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Pawel Sujka, stellvertretender Swinemünder Stadtpräsident

Swinemünde. „Was wird für eine perfekte Sommerparty gebraucht?“ hatten die Organisatoren des 17. Sommerfestes der Volkssolidarität Greifswald-Vorpommern lange überlegt – und sich die Frage gleich selbst beantwortet. Von kühlen Getränken, leckerer Fruchtbowle, gutem Essen bis hin zu Sommerhüten war alles vorbereitet.

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Das 17. Sommerfest feierte der Kreisverband der Volkssolidarität Vorpommern-Greifswald zum ersten Mal im polnischen Swinemünde

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Für das an diesem Tag wichtigste Asseccoire mussten die Gäste gestern dann allerdings überraschend selbst sorgen: Ohne Regenbekleidung, feste Schuhe und Schirme ließ es sich im Starkregen nicht aushalten. „Ich habe den Wetterbericht gehört – abgeschreckt hat mich der angekündigte Regen nicht“, sagte Ursula Haupt (83) aus Greifswald. Als langjährige Vorsitzende des Lühmannsdorfer Ortsvereins weiß sie, wie groß der organisatorische Aufwand für jedes Fest ist und fuhr mit ihren Freunden dennoch nach Swinemünde.

Gastfreundliche Nachbarn Die gestrige Feier des deutschen Verbandes auf dem polnischen Inselteil war ein Novum. „Wir finden, dass es gerade jetzt, wo in Europa über Zusammenarbeit diskutiert wird, wichtig ist, Zeichen zu setzen“, sagt Geschäftsführerin Kerstin Winter. „Wir haben auf Usedom viele deutsch-polnische Projekte und mittlerweile auch einige polnische Mitarbeiter im Verband – da ist es folgerichtig nach den schönen Sommerfesten in den deutschen Seebädern einmal in Swinemünde zu feiern. Wie erwartet, wurden wir hier sehr gastlich aufgenommen.“

Die Geschäftsführerin freute sich, dass die Stadt dem Ansinnen von Anfang an offen gegenüberstand und auch Stadtpräsident Janusz Zmurkiewicz das Fest unterstützte. Die Auftritte des polnischen Chores „Slowianki" und der Tanzgruppe „Etiuda“ unterstrichen das.

Referenz an die Gastgeber Pawel Sujka, der gemeinsam mit Südamtsvorsteher Karl-Heinz Schröder das Eröffnungsband für die üblichen Wanderungen durchschnitt, sagte, dass sich die Swinemünder sehr freuen, Gastgeber für die Senioren der Volkssolidarität zu sein. „Usedom ist unsere gemeinsame Heimat, die Grenze hat dabei keine Bedeutung. Für uns ist es ganz natürlich, dass die Senioren heute ihr jährliches Sommerfest auf unserem Kurplatz feiern“, sagte der Verantwortliche für Soziales, Bildung, Gesundheitswesen und Sport im Stadtamt.

Sämtliche Bühnenakteure – die Ückeritzer Dörpkapell, der Usedomer Shantychor, Entertainer Thomas Putensen und die singende Geschäftsführerin selbst – gaben sich alle erdenkliche Mühe, unter einem undichten wolkenverhangenen Himmel für gute Stimmung zu sorgen. Als Referenz an die polnischen Gastgeber schlüpfte Kerstin Winter in die Rolle der polnischen Sängerlegende Maryla Rodowicz und sang deren auch bei deutschen Schlagerfans beliebten Jahrmarkt-Song „Es zogen bunte Wagen durch das Land.“

Wandern wir wieder mal So unterhalten, ließen sich die Gäste nicht lange bitten und schunkelten, turnten und sangen trotz der nicht enden wollenden Regenschauer munter mit. Auch die drei geführten Wanderangebote über acht, fünf oder drei Kilometer zum Wolgastsee in Korswandt, in Richtung Ahlbeck und durch das Kurviertel wurden angenommen, auch wenn mancher völlig durchnässt zurückkehrte.

Am Ende mussten die Veranstalter dann doch dem Regen Tribut zollen. Das als Gute-Laune-Programm unter dem Motto „Apfelsinen im Haar und an den Hüften Bananen“ angekündigte Programm musste am frühen Nachmittag abgebrochen werden.

Der vor allem von den Anklamer Senioren mit Vorfreude erwartete Auftritt des Fritz-Reuter-Ensembles aus ihrer Stadt fiel buchstäblich ins Wasser. Am Ende waren sich die Veranstalter einig, dass sich der Ausflug des Festes über die Grenze gelohnt hat. Vor allem die Wanderangebote sorgten dafür, dass mancher Senior ganz in der Nähe seines Heimatortes Neues entdeckte. Alles in allem sollen rund 1000 deutsche und polnische Senioren auf dem Kurplatz gewesen sein. Lediglich das Wetter war schuld, dass den ganzen Tag über ein Kommen und Gehen herrschte.

Das Betreuungsprofil

• Die Seniorenbetreuung ist neben den Bereichen Pflegen und Wohnen, Kinder- und Jugendhilfe und Sozialhilfe eine von vier Säulen der Arbeit im Kreisverband der Volkssolidarität Vorpommern-Greifswald.

53 Ortsvereine von Ahlbeck bis Züssow gehören zum Kreisverband, der verschiedene Interessengruppen fördert; Skat, elf Chöre/Singegruppen, Tanzgruppen, Wandergruppen, Sportrunden, Handarbeitsgruppen.

• Der Verband betreibt vier Sozialstationen mit ambulanten Pflegediensten in Greifswald, Anklam, Wolgast und auf der Insel Usedom, eine Tagespflegeeinrichtung in Greifswald, vier Seniorenresidenzen in Greifswald, Anklam und Wolgast und sechs Begegnungsstätten für Senioren in Vorpommern und Greifswald

DREI FRAGEN AN...

1Ihre Stadt hat offenbar keine Probleme damit, dass so viele Senioren aus Deutschland heute den Kurplatz bevölkern? Im Gegenteil, wir freuen uns, heute Gastgeber für die Volkssolidarität zu sein. Usedom ist unsere gemeinsame Heimat und die Grenze hat dabei keine Bedeutung. Für uns ist es natürlich, dass die Senioren heute bei uns ihr Sommerfest feiern.

2Könnten Sie sich etwas Ähnliches auch für die Jugend vorstellen?

Auf jeden Fall. Es gibt ja bereits seit vielen Jahren eine gute Zusammenarbeit mit dem deutschen Teil der Insel, insbesondere mit der Gemeinde Heringsdorf auf den Gebieten Bildung und Sport. Es würde uns freuen, wenn auch die Jugendlichen zum Feiern zu uns kämen. Dafür würde sich dann auch das Amphitheater

anbieten.

3Viele Senioren aus der näheren Umgebung sind heute zum ersten Mal hier. Ich hoffe, sie kommen trotz des verregneten Sommerfestes heute recht bald mal wieder. Wir sind bemüht, unsere Veranstaltungen mit den Heringsdorfern abzustimmen. Unsere Programme richten sich auch an die deutschen Gäste.

Interview: Angelika Gutsche

Angelika Gutsche

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