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Usedom Sicherer Saisonstart auf zwei Rädern
Vorpommern Usedom Sicherer Saisonstart auf zwei Rädern
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01:20 08.05.2017
Der Beitrag von 60 Euro pro Fahrer inklusive Verpflegung war gut angelegt. Auch Langsamfahrübungen gehörten zum Programm. Quelle: Fotos: Tom Schröter
Peenemünde

PS-starke Technik auf zwei Rädern konzentrierte sich am Wochenende auf dem Peenemünder Flugplatzgelände. Allerdings ging es den versammelten Bikern nicht darum, die Leistungsfähigkeit ihrer Maschinen auszutesten. Vielmehr ging es ihnen um ein spezielles Training für einen möglichst sicheren Start in die Motorradsaison. Gastgeber war einmal mehr der Peenemünder Motorsport- und Verkehrsschulungsverein – und dessen Angebot wurde sehr gut angenommen: Allein am Sonnabend rollten 48 Fahrer über die Piste.

48 Biker trafen sich am Sonnabend zum Fahrsicherheitstraining auf dem Flugplatz Peenemünde

„Wir bereiten unsere Teilnehmer auf den Sommer vor“, erklärte Vereinsmitglied Michael Wendt. „Gefahren wird in fünf Gruppen. Auf dem Programm stehen Slalom -Fahren, das Bremsen, Langsamfahrübungen, Handling, plötzliches Ausweichen und das geführte Fahren in Gruppen.“ Polizeihauptmeister Wendt arbeitet als Fahrlehrer für die Polizei und engagiert sich zusätzlich ehrenamtlich im Verein.

Unterstützt wurde er am Wochenende unter anderem von den beiden Vereinsmitstreitern Polizeihauptkommissar Olaf Braun und Martin Jänsch.

Geduldig warteten die Männer und die wenigen Damen auf den heißen Öfen – am Start waren Motorräder mit einem Hubraum zwischen 125 und 1700 Kubikzentimeter – bis sie an der Reihe waren. „Die Knie immer am Tank lassen und nur den Lenkimpuls setzen“, lautete der gutgemeinte Hinweis, bevor es in den Slalom-Modus ging. Wer genauer hinsah, bemerkte bei den ersten Durchgängen noch allerlei Wackler.

Schon nach ein paar Durchläufen legten sich alle geschmeidiger in die Kurven.

Zu denen, die auf dem Rollfeld im Inselnorden ihre Kreise zogen, gehörte Daniel Borkenhagen aus Teltow bei Berlin, der am Wochenende in der Trassenheider „Seeklause“ logierte. „Ich habe früher in Greifswald gewohnt und verbinde das Training hier mit dem Treffen alter Freunde. Hier kann man nach der langen Winterpause wieder seine Fertigkeiten üben“, erklärte der 28-Jährige, der seit fünf Jahren eine Honda NC 700 X sein Eigen nennt. Auch Tilman Kunz aus Berlin lobte die Trainingsbedingungen auf Usedom. „Ich kann hier in Ruhe fahren, mein Limit testen und bin dadurch nachher sicherer im Straßenverkehr“, meinte der stolze Besitzer einer BMW K12 S, der die Nächte in seinem Transporter verbrachte. „Außerdem ist der Verein eine coole Truppe.“ Roman Jurczyk (31) aus Hamburg kam zum zweiten Mal zum Training nach Usedom und führte sich auf dem Parcours ebenfalls sichtlich wohl. Der frühere Vorpommern hat sein Motorrad in seiner neuen Heimat versichert. „Dort zahle ich nur etwa halb so viel. Die vielen Alleen und Unfälle hier machen die Beiträge ziemlich happig.“

Martin Jänsch, der dafür sorgte, dass das Training geordnet über die Rollbahn ging, beobachtete die Teilnehmer. „Geradeaus und schnell fahren können sie alle“, meinte er. „Aber bei den Übungen merkt man, dass viele nach dem Winter noch ziemlich steif sind und das Training schon brauchen.“

Tom Schröter

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