Menü
Ostsee Zeitung | Ihre Zeitung aus Mecklenburg-Vorpommern
Anmelden
Usedom Sie darf schon für Designer nähen
Vorpommern Usedom Sie darf schon für Designer nähen
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
00:00 28.04.2016

Mit seinem Traumberuf in die Selbständigkeit gehen — Tina Meyer ist diesen Schritt gegangen. Sie hat ihr Hobby zum Beruf gemacht. Sie näht für ihr Leben gern.

Dabei begann sie sich dafür erst vor sechs Jahren zu interessieren — mit dem Umzug auf die Insel Usedom. Den Anstoß gab der gebürtigen Dessauerin ihre Schwiegermutter, welche gelernte Damenschneiderin ist.

„Ich bezeichne mich selbst nicht als Schneiderin“, sagt die 39-Jährige. „Nähen ist für mich einfach ein in großem Maße intensiv ausgeprägtes Hobby.“ Nun hat sie ihren eigenen Laden in Heringsdorf.

Und hier kann sie das machen, was sie am liebsten tut — Nähen. „Ich finde, das ist ein richtiger Trend geworden. Viele Frauen beginnen durch ihre Babys und Kinder mit dem Nähen, denn was macht mehr Spaß, als seinen Kleinen etwas Schickes anzufertigen“, sagt Tina Meyer, die in Pudagla wohnt.

Mit Kleinigkeiten fing bei ihr das Nähen an. Taschen, Lavendelkissen oder Dekoaufhänger waren ihre ersten selbstgenähten Stücke. Weiter ging es mit Kissen und Vorhängen, aber das wurde bald zu langweilig. Daraufhin versuchte sie sich an ihrem ersten Rock. „Manchmal sitze ich dann bis nachts um halb drei“, erzählt sie. „Mich macht das glücklich, vor allem das Ergebnis.“

Seit eineinhalb Jahren nimmt die ehemalige Betriebswirtschaftlerin regelmäßig an „Probenähen“ teil. Dabei lassen Designer ihre entworfenen Schnittmuster von Hobbynäherinnen testen. Tina Meyer ist über das Internet dazugekommen. Dort hatte sie sich angemeldet. Doch der Anfang war schwer — zwei, drei Monate wurde sie gar nicht zum „Probenähen“ eingeladen. „Mittlerweile gehöre ich zum Stammteam“, sagt sie. Neben dem Spaß bekommt sie nun auch ein Feedback für ihre Sachen.

Mittlerweile besteht ihr Kleiderschrank aus mindestens 60 Prozent selbstgenähter Kleidung. Bei ihrem zweijährigen Sohn dürften es schon 80 Prozent sein. „Ich nähe mir am liebsten Oberteile und Kleider, vor allem kann man seine Sachen in den verschiedensten Varianten, Formen und Farben nähen — einfach so, wie einem das selbst am besten gefällt“, erzählt Tina Meyer.

In ihrem Geschäft näht sie für Stammkunden oder Touristen, aber auch für Kunden der Mutter-Kind-Klinik, dann hauptsächlich Kinderbekleidung. Vor der Eröffnung ihres kleinen Nähparadieses arbeitete sie viele Jahre im Außendienst. Sie liebt den Kontakt zu den Kunden, die in ihrem Geschäft auch selbst die Nähmaschinen nutzen können.

Tina Meyer nutzt für die Vermarktung auch die sozialen Medien. Sie ist bei Facebook unterwegs oder nutzt Instagram. In den nächsten Jahren hat sie noch viel vor.

Sie möchte ihr Hobby ausweiten und Patchwork ausprobieren. Dabei handelt es sich um eine Form der Textiltechnik, bei der Reste verschiedener Materialien verwendet werden, um neue Textilien anzufertigen. Dazu kommen viele Näh-Ideen, die ihr im Kopf herumschwirren. „Wenn ich an einem Stück arbeite, habe ich bereits ein neues vor Augen.“ In den nächsten Jahren werden sicherlich noch viele dazukommen.

Von Karoline Ploetz

Prokuristin führt fehlende Liegeplätze als Grund für den Produktionsstopp an

28.04.2016

Gestern konstituierte sich der Klimabeirat der Gemeinde Ostseebad Heringsdorf. Die neun Gründungsmitglieder, allesamt Institutionen mit Bezug zu den Kaiserbädern, ...

28.04.2016

Der Mensch — ein Händler?

28.04.2016
Anzeige