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Usedom Sinnzeit auf dem Weg zur jungen Frau
Vorpommern Usedom Sinnzeit auf dem Weg zur jungen Frau
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00:00 10.02.2018
Klein Jasedow

Über Themen rund um die Pubertät bei Mädchen wird nach wie vor nicht gern gesprochen, bedauert Susanne Volkmer. Das Gleiche gelte für wichtige Sinnfragen, die heranwachsende Mädchen beschäftigen, wie: „Wer bin ich und was möchte ich?“. Die 30- jährige studierte Erziehungswissenschaftlerin und Ergotherapeutin verweist auf eigene Erfahrungen.

„Meine Mutter hat mit mir über die körperlichen Veränderungen, die sich bei der Wandlung zur jungen Frau einstellen, so gut wie nicht gesprochen. Über die Regelblutung zum Beispiel wusste ich nichts Spezielles“, erzählt sie.

Um sich für junge Mädchen zu engagieren und sie ins Erwachsenenalter zu begleiten, hat Susanne Volkmer ein passendes Projekt geschnürt. In Klein Jasedow im Lassaner Winkel lädt sie, gemeinsam mit der Wildnispädagogin Dorothee Lampert aus Pulow, interessierte Mädchen im Alter von zwölf bis 16 Jahren zu mehreren Treffen in der Gruppe ein (siehe: Info-Kasten). „Wir wollen die Teilnehmerinnen emotional da abholen, wo sie gerade sind“, erläutert die junge Mutter. In der Gruppe falle es leichter, mal zur Ruhe zu kommen und sich auf wichtige Themen zu konzentrieren. „Es geht um einen Vertrauens- oder Schutzraum für die Mädchen, in dem wir uns gemeinsam spielerisch den Tabu-Themen widmen.“

„Die Mädchen“, so hat Susanne Volkmer in einer ähnlichen Gruppenarbeit namens „Drachenzeit“ in Berlin festgestellt, „haben während dieser Lebensphase unglaublich viele Fragen und sind dann erleichtert, wenn sie merken, dass sie damit nicht alleine sind.“ Ein behutsamer Austausch und das Wissen über körperliche und seelische Veränderungen auf dem Weg zum Erwachsensein helfe, spätere etwaige Komplikationen zu vermeiden. „Wer übliche Begleiterscheinungen, wie einen veränderten Hormonhaushalt und zeitweise Einschränkungen der Leistungsfähigkeit ignoriert, bei dem kann es zu Migräne, starken Regelschmerzen und schließlich sogar zum Burnout kommen“, erklärt sie.

Besser sei es, sich mit seiner Natürlichkeit anzufreunden und individuelle Strategien zu entwickeln, wie man mit der jeweiligen Phase umgeht. „Es ist wichtig, sich etwas Gutes zu tun und das Körperbewusstsein zu stärken“, meint Susanne Volkmer. Die Treffen inmitten der natürlichen Umgebung von Klein Jasedow sollen den jungen Teilnehmerinnen Gelegenheit bieten, sich – einmal unter Verzicht aufs Handy – zu entspannen, Ruhe zu finden und auf sich selbst zu konzentrieren. Zusammen mit der Wildnispädagogin geht es hierzu ins Freie, aber auch das örtliche Schulhaus oder das Campwiesenhaus auf dem Klein Jasedower Campingplatz stehen den Mitstreiterinnen zur Verfügung.

Ein Info-Abend mit den Mädchen und deren Eltern steht am 24. März um 18 Uhr in der Schule in Klein Jasedow auf dem Programm. Die Treffen sind geplant am 14./15. April, 12./13. Mai, 16./17. Juni und vom 9. bis 12. Juli. Am 13. Juli finden sich alle Teilnehmerinnen und deren Eltern zusammen, um die gemeinsame Zeit noch einmal Revue passieren zu lassen. In Wolgast, Anklam und Greifswald hat Susanne Volkmer Flyer verteilt, um für ihr außergewöhnliches Angebot zu werben.

Tom Schröter

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