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Usedom So modern ist das neue Insel-Revier
Vorpommern Usedom So modern ist das neue Insel-Revier
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00:01 17.10.2017
Auf mehreren Monitoren behält Schichtführer Daniel Cyrus den Überblick an seinem Arbeitsplatz. Das Gebäude ist von außen videoüberwacht. Die Polizisten wissen genau, was auf dem Gelände passiert. Quelle: Fotos: Hannes Ewert
Heringsdorf

Moderner, heller, freundlicher: Das neue Polizeirevier im Heringsdorfer Waldbühnenweg glänzt mit vielen Vorzügen. Nachdem die rund 60 Männer und Frauen der Insel-Polizei und der Kriminalpolizei Mitte September von der Seestraße in den Waldbühnenweg gezogen sind, wurde das Gebäude gestern nun offiziell im Beisein von Innenminister Lorenz Caffier (CDU) und zahlreichen hochrangigen Beamten der Landespolizei vom Betrieb für Bau und Liegenschaften Mecklenburg-Vorpommern an die Landespolizei übergeben.

Polizeigebäude in Heringsdorf eingeweiht / Gute Bedingungen für Gäste und Angestellte

Nachdem die ursprüngliche Planung aufgrund der Bausubstanz in der alten Villa nicht umgesetzt werden konnte, entschieden sich die Landesregierung und die Gemeinde Heringsdorf für den Neubau auf einem bisher ungenutzten Grundstück im Waldbühnenweg von Heringsdorf. „Wir waren in der glücklichen Lage, dieses Grundstück zu erwerben. Hier stand vorher eine unansehnliche Ruine. Früher hatten wir kein Geld und wollten neue Gebäude bauen, heute haben wir das Geld, aber manchmal nicht genug Platz“, sagte Caffier.

Sowohl der Innenminister als auch Revierleiter André Stegemann und Polizeipräsident Nils Hoffmann-Ritterbusch dankten wortreich den an Bau und Planung beteiligten Personen. „In der Grenzregion zu Polen bauen wir dieses Gebäude. Es zeigt, dass wir in Vorpommern investieren und es nicht abhängen“, so Caffier.

In dem Zusammenhang berichtete der CDU-Mann von der aktuellen Kriminalitäts-Statistik und freute sich über die rückläufigen Zahlen. „Wir hatten im ersten Halbjahr des Jahres 35 Prozent weniger Vorgänge gegenüber dem ersten Halbjahr 2015 – und 40 Prozent weniger Vorgänge als im ersten Halbjahr 2016, auch wenn ich einen eigenen Vorgang mitproduziert habe“, sagte Caffier in Anspielung auf den Diebstahl seines Bootsmotors auf dem heimischen Grundstück in Neppermin.

Im Anschluss an die Reden und die obligatorische Übergabe des Schlüssels sahen sich die Beamten das neue Dienstgebäude an.

Die alte Villa in der Seestraße steht noch leer. Wie Winfried Tasler vom Betrieb für Bau und Liegenschaften des Mecklenburg-Vorpommern mitteilt, wird die Immobilie wohl verkauft. Was daraus genau wird, konnte er nicht sagen. „Derjenige erhält den Zuschlag, der das beste Konzept vorweisen kann“, sagte er. Bürgermeister Lars Petersen hofft inständig, dass dort keine weiteren Ferienwohnungen entstehen. „Am liebsten würde ich es als Gemeinde dem Land abkaufen. Dann weiß ich genau, dass dort keine weiteren Betten entstehen“, sagte er. Die Containerburg an der deutsch-polnischen Grenze bleibt weiterhin bestehen. „Eigentlich hätten wir das Gebäude gern für den Bauhof genommen, aber während der Sanierungsarbeiten zieht dort vorübergehend der Zoll ein“, so Petersen.

Moderne Standards

Es handelt sich bei dem neuen Polizeigebäude um einen freundlichen, zeitgemäßen Zweckbau, der nach Bewertungskriterien des nachhaltigen Bauens errichtet wurde. Die Fassaden-Elemente sind aus vollständig recyclebarem Material hergestellt worden. Die Energieversorgung übernimmt eine Luft-Wärmetauschanlage, deren Strombedarf über die Photovoltaikanlage auf dem Dach installiert wird. So muss nur an äußerst kalten Tagen über eine Gastherme Wärmeenergie zugeführt werden.

Der Bau des Hauses kostete nach Angaben des Landes Mecklenburg-Vorpommern rund 5,5 Millionen Euro.

Hannes Ewert

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