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Usedom Sozialmanager soll Mietern bei Sorgen helfen
Vorpommern Usedom Sozialmanager soll Mietern bei Sorgen helfen
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00:05 13.04.2017

Mit der Wolgaster Wohnungswirtschafts GmbH (WoWi) stellt sich der größte Vermieter der Stadt nicht nur personell neu auf, sondern wendet sich auch bewusst noch stärker den 2600 Mietparteien zu. Gestern Mittag wurde dazu in der Ostrowskistraße 17/18 das Service-Büro reaktiviert, nachdem es ein Jahrzehnt lang so gut wie nicht genutzt worden war. „Künftig wollen wir aber den Belangen unserer Kunden noch stärker Rechnung tragen. Und wir haben mit Lars Bergemann auch die optimale Besetzung für dieses Büro gefunden“, sagte Geschäftsführer Jan Koplin.

Die personellen Veränderungen im städtischen Unternehmen betreffen im weitesten Sinne auch ihn selbst, denn nach dem Abschied der bisherigen Chefin, Sabine Lüdtke, führt er allein die Geschäfte.

Handlungsbevollmächtigter während seiner Abwesenheit ist nun David Freihoff. Neue Ansprechpartnerin für die Mieter ist Sophia Bahls, Angelika Heinrich ist ebenfalls ausgeschieden. Ein weiterer junger Mitarbeiter ist Steffen Schröter, der sich mit Elena Köster und Christian Chor in die Aufgaben des Vermietungsservices teilt. Das Mahn- und Klagewesen verantwortet Oliver Lindner. Allesamt junge Leute, denen mit ihren Jobs eine berufliche und Lebenschance in der alten Herzogstadt eingeräumt wird. „Angesichts der demografischen Entwicklung ist das gar nicht hoch genug zu bewerten“, sagte Bürgermeister und Aufsichtsratschef Stefan Weigler. Die erfahrene Sabine Kurzmann baut derweil das Beschwerdemanagement auf, um künftig noch schneller auf Missstände und Anregungen der Mieter eingehen zu können.

Um sämtliche soziale Fragen, Sorgen, Nöte und Konflikte soll sich der bekanntlich seit vielen Jahren sehr engagierte Lars Bergemann kümmern. „Nutzen Sie diesen Anlaufpunkt“, fordert Koplin die Mieter auf, „wann immer Sie der Schuh drückt.“ Viele Auseinandersetzungen, etwa zwischen Jung und Alt, ließen sich bei rechtzeitiger Intervention und im offenen Gespräch gütlich lösen“, ist der WoWi-Chef überzeugt. Und auch Bergemann selbst freut sich auf viele Kontakte, weshalb er sich auch nur teilweise im Büro aufhalten wird. Im Umgang mit den Mietern dürften seine Erfahrungen in der Straßensozialarbeit sowie in demokratisch gewählten Gremien wie dem Stadtrat und dem Kreis-Jugendhilfeausschuss von Vorteil sein. „Generationsübergreifend gut zu wohnen und sich wohlzufühlen, das ist das Ziel meiner Arbeit“, erläuterte er gestern Mittag. Und Koplin ergänzte, dass es auch darum gehe, bereits bestehende Hausgemeinschaften zu unterstützen und neue gründen zu helfen.

Außerdem informierte er, dass sich das Modernisierungsvorhaben in der Thälmannstraße mit dem Balkonanbau dem Ende nähere. Ab Juli dürften voraussichtlich die ersten Mieter hier einziehen. Die Reservierungsnachfragen seien zahlreich; etwa 30 Bewerber gebe es für die 18 barrierefreien Wohnungen. Ein Indiz dafür, dass die WoWi mit diesen Investitionen im Trend liegt.

Steffen Adler

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