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Usedom Spatenstich am Fischmarkt Wolgast
Vorpommern Usedom Spatenstich am Fischmarkt Wolgast
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00:08 07.05.2018
Beim Spatenstich: Carsten Baresel (Firma Strabag), Stadtvertretervorsteherin Brigitte Grugel, Emma (3), Stefan Weigler, Sylvia Tammert (BauBeCon) und Anwohner Dietrich Börrnert (von links). FOTOS (3): HENRIK NITZSCHE

Die Anwohner am Wolgaster Fischmarkt wurden am Samstag mit volkstümlicher Blasmusik begrüßt. Das 1. Pommersche Blasorchester der Stadt spielte auf, in der riesigen Pfanne daneben lag saftiger Schweinebraten mit Sauerkraut. Alles war angerichtet für die Party am Tag der Städtebauförderung. Gefeiert wurde der erste Spatenstich für den fünften Bauabschnitt der Sanierung der Straße Am Fischmarkt. „Ab Montag wird die Baustelle eingerichtet. Nach Pfingsten geht es richtig los“, sagt Wolgasts Bürgermeister Stefan Weigler (parteilos). Der rund 180 Meter lange Abschnitt zwischen den Einmündungen zur Swinke- und zur Wasserstraße kostet rund 840 000 Euro. Hier kommen Städtebauförder- und Eigenmittel der Stadt zum Einsatz. Die ersten vier Bauabschnitte am Fischmarkt wurden zwischen 2004 und 2008 realisiert. Vor dem Winter, so hofft Weigler, soll der Asphalt auf der Straße sein. Bei dieser Baumaßnahme – verantwortlich ist die Firma Strabag – sind auch die Gasversorgung und der Wasser-Zweckverband im Boot. In den Kosten enthalten sind auch Wegeanbindungen zur Straße An der Stadtmauer und zur Uferpromenade sowie Autostellflächen.

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Fünfter Abschnitt der Straße gegenüber der Schlossinsel wird saniert / Stadt ehrt private Bauherren

27 Jahre Städtebau

Die Stadt Wolgast ist seit 1991 im Städtebauförderprogramm, seit 1993 im Förderprogramm Städtebaulicher Denkmalschutz.

In dieser Zeit wurden gefördert:

96 Erschließungsmaßnahmen

107 Sicherungsmaßnahmen

96 private Modernisierung/Neubau

6 Gemeinbedarfs- und

Folgeeinrichtungen

„Ein weiterer Meilenstein in der historischen Altstadt“, so Weigler, der die kleine Feier auch für einen Rückblick nutzte. Seit 27 Jahren ist die Stadt in dem Städtebauförderprogramm, das nicht nur Kommunen bei der Sanierung hilft, sondern auch private Baumaßnahmen fördert. Seit 1991 sind in der Stadt gemeinsam mit dem Sanierungsträger BauBeCon knapp 40 Millionen Euro öffentliche Gelder in die Erneuerung geflossen. „Man sieht es auch“, sagt Weigler stolz und blättert in einem Buch. Eine Rarität, denn die Auflage ist mit 600 eher gering. Das Buch mit dem Titel „Wolgast am Peenestrom der Zeit“ blickt auf die Maßnahmen der Sanierung in Wolgast zurück und beinhaltet viel Bildmaterial. Ein Rückblick in drei Kategorien: 1. Plätze, Straßen, Wege; 2. öffentliche Gebäude; 3. private Modernisierung.

Mit der letzten Kategorie kennt sich Manuel Gruel sehr gut aus. Der Wolgaster sanierte mit seinen Eltern Petra und Hermann Gruel ein denkmalgeschütztes Mehrfamilienhaus in der Badstubenstraße. Von Weigler bekam er dafür eine kleine Anerkennung und das Buch, das es käuflich nicht zu erwerben gibt. Es soll nur verschenkt werden. So auch an Charlotte Heller, die in der Langen Straße 8-9 seit 2016 ein denkmalgeschütztes Wohn- und Geschäftshaus sanieren lässt.

Bis 2021 soll die historische Altstadt von Wolgast „sanierungstechnisch durch sein“, so Weigler.

Henrik Nitzsche

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