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287 Spieler bei Senior-Open am Start

Zinnowitz/Karlshagen 287 Spieler bei Senior-Open am Start

Beim Tennisturnier in Zinnowitz und Karlshagen wird um 10 000 Euro Preisgeld gespielt

Zinnowitz/Karlshagen. Die Usedomer „Senior Open“ sind bei den älteren Tennisspielern Deutschlands sehr beliebt. Kaum, dass ein Turnier zu Ende ist, wird sich schon für das nächste angemeldet. Das hat offensichtlich auch eine Berlinerin im vergangenen Jahr gemacht. „Doch es kam alles ganz anders“, erzählt Peter Schmidt, Veranstalter des Turniers. Vor zwei Tagen hätte er aus Berlin einen Anruf erhalten, in dem die Hauptstädterin die Turnierteilnahme absagte. „Warum?“, wollte Schmidt wissen. „Ich kann nicht spielen, weil ich schon sieben Monate schwanger bin“, war die Antwort.

Auch ohne diese Spielerin stoßen die Veranstalter wieder an die obere Grenze der sportlichen und organisatorischen Machbarkeit. „287 Spieler haben sich angemeldet“, sagt Schmidt. Damit zählt das 11.

„Senior Open“-Turnier wieder zu einem der größten Turniere in Deutschland. Zudem wird um Preisgelder in Höhe von 10 000 Euro gespielt. Das Turnier ist mittlerweile in der Kategorie S2 eingestuft.

Heute geht es los und dann werden bis Ende nächster Woche täglich ab 9 Uhr alle Plätze besetzt sein.

Um noch mehr Interessenten die Teilnahme an dem Turnier zu ermöglichen, denkt Schmidt derweil über eine einwöchige Verlängerung des Turniers nach. „Wir könnten dann die Spiele der älteren Semester weiter nach hinten legen und die jüngeren bis zum Wochenende spielen lassen. Die älteren Teilnehmer haben mehr Zeit, um auf Usedom zu bleiben“, sagt Schmidt. So sei es denkbar, „die Teilnehmerzahl auf gut 400 zu erhöhen.“ Das brächte dann eine andere Turnierkategorisierung mit sich und würde sicher auch mehr Sponsoren anziehen und zu höheren Preisgeldern führen.

Nach einigen Jahren Pause ist auch Turnier-„Miterfinder“ Hendrik Dreekmann wieder vor Ort in Zinnowitz und Karlshagen. Der ehemalige Tennisprofi (1996 auf Platz 39 der ATP-Weltrangliste) habe laut Schmidt als Spieler gemeldet. Dreekmann war es in den zurückliegenden Jahren gelungen, deutsche Top-Spieler zum Turnier einzuladen. Auch wenn es in diesem Jahr keinen Schaukampf geben wird, so war es doch interessant, zu sehen, was Karbacher, Braasch und Co. spielerisch noch drauf haben.

Doch auch so ist ausreichend deutsche Tennis-Prominenz auf den beiden Plätzen in Zinnowitz und Karlshagen zu erleben. Unter anderem ist der Remscheider Christian Schäffkes gemeldet. Er führt die deutsche Rangliste der Altersklasse Herren 45 an. Zu nennen ist auch Brigitte Hoffmann. Die Berlinerin ist seit vielen Jahren dabei und hat vergangenes Jahr die Altersklasse D70 gewonnen. In diesem Jahr ist Hans-Jürgen Richter mit 80 Jahren der älteste Teilnehmer.

Das zweite Mal dabei ist Reinhard Henning. Der Erfurter hat über Bekannte von diesem Turnier erfahren. „Mitmachen ist für mich alles. Eine schöne Woche auf Usedom erleben und dabei beim Tennisspielen Spaß haben“, lautet die Devise von Henning, der beim TC Apolda (Thüringen) in der Ost-Liga aktiv ist.

Viele Jahre dabei ist Jana Hardt. Die Chefin des Zinnowitzer Tennisvereins freut sich auf die zehn Tage, in denen in Zinnowitz und Karlshagen auf insgesamt acht Plätzen Tennis gespielt wird. „Es ist immer wieder schön, wenn wir Gäste aus ganz Deutschland bei uns haben“, sagt Hardt. „Es ist natürlich auch anstrengend.“ In beiden Orten der Insel werden sich die Mitglieder der Vereine rund um die Uhr um ihre Gäste kümmern. Dabei geht es nicht nur um die Sicherstellung auf den Plätzen. „Wir wollen, dass sich die Spieler und Spielerinnen bei uns wohl fühlen“, sagt Hardt. Und dafür wurde in beiden Vereinen alles vorbereitet. „Players Night“, Getränkestände, Kaffee und Kuchen – sind da selbstverständlich. Und für alles zeichnen die Mitglieder der Vereine allein verantwortlich.

Ralf Edelstein

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