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398 Kicker bei Daniel-Nivel-Turnier dabei

Zinnowitz 398 Kicker bei Daniel-Nivel-Turnier dabei

Erstmals fand diese Veranstaltung in Zinnowitz statt / Fairness im Umgang miteinander ist das Gebot dieses Events

Zinnowitz. Das Daniel-Nivel-Turnier hat eine zweite Heimstätte gefunden. Veranstalter und Organisatoren sind sich einig, dass künftig in jedem Jahr in Zinnowitz dieses Fußballturnier mit Freizeitmannschaften stattfinden soll.

Nachdem diese Sportveranstaltung, die an die Geschehnisse während der Fußball-WM 1998 erinnert – der französische Gendarm Daniel Nivel wurde von deutschen Hooligans lebensgefährlich verletzt, bereits 16mal in Leipzig stattgefunden hat, wurde sie am Wochenende erstmals in Zinnowitz durchgeführt.

„Wir hatten durch einen Leipziger Fußballverein Kontakte auf die Insel“, sagt Pedro Feller, der für die Organisation des Turniers mitverantwortlich zeichnet. „Sehr schnell haben uns die Fußballfreunde von Eintracht Zinnowitz signalisiert, dass sie uns unterstützen werden.“ Feller und sein Team haben sofort Hilfe erhalten. „Die Insulaner sind Gold wert“, sagt der 58-jährige Leipziger. „Es hat niemand irgendeine Frage mit einem Nein beantwortet“, so Feller.

Maik Zander, der Vereinschef von Eintracht Zinnowitz, war sofort von der Idee begeistert. „Dieses Anliegen kann man nur unterstützen“, sagt der 36-Jährige. „Fairness ist das Hauptanliegen dieses Turniers. Alle Mannschaften haben gezeigt, dass man diesen Sport auch friedlich betreiben kann. Wir brauchen keine Chaoten auf und neben den Fußballplätzen.“

Und Spaß hatten die 398 Fußballer und Fußballerinnen, die in 30 Mannschaften gegeneinander antraten, allemal. Auch wenn einmal der Ehrgeiz bei dem einen oder anderen Spieler durchkam, so wurde doch stets eine „friedliche“ Lösung gefunden. Auch durch die fünf Schiedsrichter des Fußballverbandes Vorpommern-Greifswald, die an beiden Tagen ihre Aufgaben in den jeweils zehn Minuten dauernden Spielen hervorragend erfüllten. „Die Unterstützung durch die Region ist hervorragend“, sagt Feller, der auch begeistert davon war, dass Landesfußballpräsident Joachim Masuch einen Tag zu Besuch war und sogar einen Pokal gestiftet hat.

Die Mannschaften kamen aus ganz Deutschland. Viele waren das erste Mal bei diesem Turnier dabei und auch das erste Mal auf der Insel Usedom. So auch die Mannschaft von Katja Peters. Die 24-Jährige aus Ilsenburg (Harz) gehört, wie alle ihrer Mannschaftskameraden, zu einem Borussia-Mönchengladbach-Fanklub. „Ab und an treffen wir uns auch zu Turnieren. Ich habe mit den Jungs auch schon in der Schule Fußball gespielt. Uns gefällt an diesem Turnier, dass hier wirklich noch Hobbyfußball stattfindet“, sagt die gelernte Kranfahrerin.

Mitgespielt haben auch Mannschaften aus Zinnowitz und Wolgast. Das Eintracht-Team ist in der Gruppenphase „hängen geblieben“. Doch Fred Gutsch, Ralf Schwarzenberg und Co. haben – wie alle anderen – den „Spaß an der Sache im Vordergrund gesehen“, sagt Gutsch. „Es war ein schönes und vor allem faires Turnier.“

„Etwas“ weiter gekommen sind die Sieger der 16. Leipziger Veranstaltung, die „Wolgaster Haie“. Zum Turniersieg hat es diesmal jedoch nicht gereicht. Aus Fairnessgründen ist dies der 5. Platz, den das Team „Antifußball“ Leipzig belegt hat.

Sportlich sind die „Wolgaster Haie“ auf dem zweiten Platz gelandet. Im Finale unterlagen sie der Mannschaft „Sektion Spielsucht“ aus Rostock. „Ab dem Achtelfinale hatten wir beim Siebenmeterschießen Glück“, sagt Thorsten Möws, Vorstandsmitglied der „Wolgaster Haie“, „und ausgerechnet im Finale haben wir dabei verloren.“

Ralf Edelstein

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