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500 Zuschauer erleben Hansa-Oldies

Bansin 500 Zuschauer erleben Hansa-Oldies

Die Rostocker Traditionsmannschaft besiegt die Bansiner Fischerweg-Legenden mit 3:2

Bansin. Die Fußballer des FC Insel Usedom feierten am Sonnabend ihr 50-jähriges Bestehen. Dazu hatten sie sich ein Traditionsteam des FC Hansa Rostock eingeladen.

Doch zuvor wurde der Mann geehrt, der verantwortlich dafür ist, dass in Bansin seit so langer Zeit ein Fußballverein existiert – Wolfgang Dannenfeldt.

Mit einem „Rolls Royce“ wurde der Begründer des Bansiner Fußballs in das kleine Stadion am Fischerweg gefahren. Der 75-Jährige wurde eskortiert von sportlicher Prominenz. Den Veranstaltern und ihrem Hauptsponsor war es gelungen, Olympiasiegerin Martina Hellmann (Diskus) und Olympiateilnehmerin Kerstin Knabe (Hürdensprint) für dieses Event zu gewinnen. Gern erinnerte sich Dannenfeldt, der damals in der 3. DDR-Liga gespielt hatte, zurück. „Ich hatte beruflich auf Usedom zu tun. 1966 hatte ich Gleichgesinnte kennengelernt und mit ihnen Fußball gespielt. Ein Jahr später haben wir einen Verein gegründet – die BSG Medizin Bansin, aus der dann viele Jahre später der FC Insel Usedom wurde.“ Da es in Bansin keinen ordentlichen Fußballplatz gab, wurde in Pudagla trainiert und gespielt. Das erste Punktspiel wurde am 1. September 1967 in Karlshagen ausgetragen. „Wir haben Turbine Peenemünde mit 2:1 besiegt. Ein Tor habe ich gemacht, aus 30 Metern“, sagt Dannenfeldt.

Der Bansiner freut sich, dass „seine“ Fußballer wieder erfolgreich spielen. „Auch der Nachwuchs wird immer besser“, sagt Dannenfeldt. Stolz ist er auch auf das Führungsgremium des FCU. „Ich kenne alle von Kindesbeinen an. Sie machen eine tolle Arbeit.“

Auch der 70-jährige Manfred Gürtler stürmte viele Jahre für Medizin Bansin. Für ihn war es schön, dass er viele Spieler von einst wiedertraf und dass auch die einstigen Hansa-Profis bei der Jubiläumsfeier dabei waren. Aufgrund gesundheitlicher Probleme konnte er nicht mehr beim Spiel selbst dabei sein. „Es war aber eine schöne Veranstaltung und auch die Besucherresonanz spricht für sich. Das Spiel beider Oldie-Mannschaften hat sicher allen gefallen“, sagte Gürtler.

Sowohl die Hansa-Spieler als auch die Fischerweg-Legenden hatten Mühe, je eine komplette Mannschaft aufzustellen. Bei den einen standen andere Verpflichtungen auf dem Plan, bei den anderen hatten sich einige Akteure kurz zuvor verletzt.

Schnell war für Steffen Benthin klar, dass er auf beiden Seiten spielt. „Benno“, wie er mit Spitznamen heißt, hatte 1995 und 1996 für die Hanseaten gespielt und ist jetzt seit einigen Jahren beim FCU aktiv. „Ich spiele eine Halbzeit bei Hansa und die zweite für den FCU.“

Das Match begann und manch einer der rund 500 Fußballfans hatte Mühe, die Spieler von einst wiederzuerkennen. Moderator Ronny Rodenhagen hat dann ein wenig geholfen. Recht amüsant stellte er die Spieler hüben wie drüben vor. Als „Benno“ der Führungstreffer für die Rostocker gelang, mahnte der Stadionsprecher: „Das war Abseits. Benthin steht immer im Abseits.“ Jung schaffte das 1:1. In der Halbzeitpause gab es ein Elfmeterschießen mit Dirk Ulrich und Jens Kunath als Hauptpersonen.

Die Rostocker schlugen auch in Halbzeit zwei die technisch bessere Klinge. Vor allem Hilmar Weilandt und Jens Dowe überzeugten mit gekonnten Spielzügen. Zwar gelang Schwarzenberg nach Vorlage von Jung die Bansiner Führung, doch Benthin und Weilandt, die völlig frei vor dem Bansiner Keeper auftauchten, sorgten noch für einen Sieg der Hanseaten.

„Es hat einfach Spaß gemacht, ein sehr faires Spiel“, freute sich der Gästekapitän Siegfried Gensich. Natürlich war bei einigen Spielern der Heimelf der Akku auch schnell alle. „Man merkt, dass man lange nicht gespielt hat“, sind sich Torsten Hardtke und Heiko Jäger einig. „Eine feine Sache war es trotzdem, es hat unheimlich Spaß gemacht“, sagt Jäger.

Dass die Nachwuchsarbeit bei den FCU-Kickern auch im Bereich Schiedsrichterwesen Früchte trägt, erfuhren dann noch alle Beteiligten kurz vor dem Spielende. Rodenhagen verkündete zur Freude aller Spieler und Funktionäre, dass der 16-jährige Manh Dao Duc seine Schiedsrichterprüfung just am Jubiliäumstag bestanden hat.

Es ging auch international zu. Unter dem Logo von Real Madrid hatten Marko Fröhlich und Christian Preim ein Meßgerät aufgestellt, dass die Schussstärke bestimmen konnte. Bei den Sechs- bis Achtjährigen siegte Melissa Labahn mit 80 km/h. Bei den Neun- bis Zwölfjährigen war Marlon Brendemühl mit 98 km/h der stärkste Schütze. Pavao Ljubic (Altersklasse 13-16) hämmerte den Ball mit 108 km/h ins Netz.

Ralf Edelstein und Gert Nitzsche

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