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Beim Kindersporttag geht‘s um Spaß und Spiel

Ahlbeck Beim Kindersporttag geht‘s um Spaß und Spiel

Auf Riesenrutsche, Matte und Affenpendel: Donnerstags ist für die jüngsten Ahlbecker Bewegung angesagt

Ahlbeck. Aus den Ahlbecker Kindertagesstätten „Ahlbecker Gören“ und „Ahlbecker Inselspatzen“ strömen an fast jedem Donnerstag bis zu 70 Kinder mit ihren Erzieherinnen in die Ahlbecker Pommernhalle, um sich hier richtig auszutoben. Mitarbeiter der Pommernhalle und Handballer des HSV Insel Usedom bauen die Sportstationen auf und sorgen für die Sicherheit der Kinder während der Veranstaltung.

„Die Kinder freuen sich sehr auf diesen Sporttag. Da können sie sich richtig austoben“, sagt Elke Bramberg, Erzieherin in der Kita „Ahlbecker Inselspatzen“. „Auch die Eltern finden es gut, dass ihre Sprösslinge sportliche Aufgaben lösen müssen. Es ist schön, dass sich die Kollegen der Pommernhalle und die Handballer immer wieder etwas Neues einfallen lassen und so für eine abwechslungsreiche Stunde sorgen.“

Nach der Begrüßung durch Nico Heidenreich mit einem „Sport...“ erfolgt die ohrenbetäubende Antwort „Freiiiii“ durch die erwartungsvollen Kinder. Danach starten die Drei- bis Sechsjährigen in den Rundkurs, der mit dem Überwinden einer langen Sportbank beginnt. Es folgt das Balancieren auf einem schmalen Schwebebalken. Anschließend wartet ein sechs Meter langer „Tunnel“, ehe die Kinder im „Freistil“ durch Kastenteile tauchen. Die Kinder freuen sich auf das „Affenpendel“, von dem sie mit Schwung auf dicke Schaumstoffmatten springen. „Das macht richtig Spaß“, sagt die sechsjährige Jenny Gebhardt.

An der Sprossenleiter geht es weiter. Recht anspruchsvoll und etwas Mut erfordernd, ist das Balancieren auf dem Stufenbarren. Auf einer schräg angelegten Bank geht es erst aufwärts, dann folgt die Balance per Seitschritt auf dem unteren Holm, während der obere Holm zum Festhalten dient. Rutschend gelangen die Kids am Ende des Holms auf einer zweiten Bank nach unten. Im Endspurt wird eine dreistufige Hockertreppe bezwungen und schließlich erstürmen die meisten noch die Kletterwand.

Nach einigen Runden innerhalb von 20 Minuten, in der die Betreuer auch mal „News“ wie die Ankunft eines neuen Zahnes, Geburtstagserlebnisse oder „was Papa so treibt“erfahren, geht es in das Mitteldrittel. Dort stehen Vereinssportlehrer Patrick Glende oder Jens Teetzen bereit, um die Kinder in der Koordination ihrer Bewegungen zu schulen. Der Höhepunkt für die Knirpse ist im letzten Spaßdrittel die Riesenrutsche. Dort achtet Mike Blobel aufmerksam darauf, dass das Temperament der Kinder nicht ausufert, denn die Höhe dieser Anlage ist mit etwa fünf Metern für die „Lütten“ schon beachtlich. „Ängstlich sind manche Kinder wirklich nicht, da muss man schon sehr aufpassen“, sagt Blobel.

Ruck-Zuck ist solch eine Sportstunde zu Ende. Abschließend erfolgt mit lautem Getöse die Jagd auf die Betreuer, die sich so gut wie möglich zu tarnen versuchen. Doch zwecklos, werden sie doch schon nach wenigen Sekunden von der vielbeinigen „Rasselbande“ entdeckt und gefangen genommen.

„Früher waren sich die Erzieherinnen beim Aufbau der schweren Geräte für die verschiedenen Stationen immer selbst überlassen. Da kam uns die Idee, den Kita-Sport in unsere Regie zu nehmen, mit dem Ziel, die Kinder frühzeitig für den Sport, nicht nur für den Handball, zu begeistern und um sie später eventuell als Mitglieder in unserem Verein zu gewinnen“, sagt Jens-Peter Teetzen, Nachwuchstrainer beim HSV Insel Usedom. „Seit vier Jahren organisieren wir diese logistisch anspruchsvolle Veranstaltung, die sich bewährt hat und gut angenommen wird. Wir fangen schon bei den Allerjüngsten an, sie sportlich aktiv zu halten.“

Von Bert Belitz

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