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Boxring in Ex-Kaufhalle aufgestellt

Wolgast Boxring in Ex-Kaufhalle aufgestellt

Wolgaster Verein Wiking Winner Boxteam OVP setzt sein Vorhaben nach ungewollter Auszeit um

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Sie hoffen, dass in der früheren Kaufhalle so bald wie möglich die Fäuste fliegen: Walter Bool, Tom-Eric Genseburg, Stanley Kahle, Lilia Brening, Stephan Besch, Dominik Kahle und Jerome Kahle (v.l.).

Quelle: Foto: Tom Schröter

Wolgast. Gut anderthalb Jahre ist es her, dass Winfried Spiering, Boxstall-Besitzer und Promotor aus Berlin, und dessen Frau Donna die frühere Kaufhalle „Mitte“ in Wolgast gekauft haben. Spiering ist Vorsitzender des 2013 in Wolgast gegründeten Vereins Wiking-Winner-Boxteam OVP, der im Objekt am Wolgaster Lustwall eine Trainings- und Wettkampfstätte etablieren will. Diese sollte ursprünglich bereits im Sommer 2016 in Betrieb gehen. Doch der zwischenzeitlich erfolgte Ausbau der Straße Am Lustwall, der zudem deutlich mehr Zeit als geplant in Anspruch nahm, verzögerte das Vorhaben.

OZ-Bild

Wolgaster Verein Wiking Winner Boxteam OVP setzt sein Vorhaben nach ungewollter Auszeit um

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Am Wochenende nun traf in Wolgast in Einzelteilen ein Box-Trainingsflachring ein, der gestern von Helfern des Vereins in Form gebracht wurde. Der Ring, der aus einer soliden Stahlkonstruktion, Ringseilen und Verbindungsgurten sowie Eckpolstern besteht, stammt vom befreundeten Verein Eintracht Berlin in Berlin-Marzahn. Auch Boxhandschuhe in diversen Größen, mehrere Boxsäcke und andere Trainingsgeräte wurden beschafft, um das Equipment in Wolgast allmählich zu komplettieren. „Demnächst sollen auch weitere Stühle, ein Basketballkorb und ein mobiler Boxring für Open-Air-Veranstaltungen eintreffen“, kündigt Stephan Besch vom Wolgaster Verein an.

„Wir sind ein gemeinnütziger Verein und machen alles ehrenamtlich. Wir setzen unsere Ideen in Wolgast Stück für Stück um und freuen uns über jede helfende Hand“, erklärt Vereinschef Spiering. Das Wiking-Winner-Boxteam OVP verfolge zwei Ziele: Zum einen sollen Jugendliche von der Straße geholt und ihnen sinnvolle Freizeitangebote unterbreitet werden. Zweitens will der Verein Freizeitsport anbieten, wobei schwerpunktmäßig der Boxsport gefördert werden soll. „Wenn möglich, wollen wir unsere Halle im Herbst einweihen und dann zwei bis drei Mal pro Woche hier Training anbieten“, sagt Spiering. Personell unterstützt werde der Verein vom Greifswalder Box- und Freizeitclub.

Bis dahin müssen der Kraftraum, in dem bereits etliche Kraftsportgeräte und Gewichte aufgestellt sind, sowie der Sanitärbereich fertig hergerichtet werden. „Später geht es dann im Untergeschoss mit der Einrichtung einer Kantine – eventuell mit einem Pizzaservice, einer Bastelwerkstatt und einer Sportlerunterkunft weiter“, gibt Winfried Spiering die Richtung vor. Der Verein ist schon seit längerem sozial engagiert. Unter dem Motto „Boxen und an Autos schrauben statt Drogen und Gewalt“ betreut Mitglied Stephan Besch straffällig gewordene Jugendliche, die von gerichtlicher Seite zur Ableistung von Stunden gemeinnütziger Arbeit verpflichtet wurden.

Boxstall-Besitzer Spiering vermutet in der hiesigen Küstenregion mehr Box-Talente als anderswo und beruft sich dabei auf persönliche Erfahrungen. Denn: Der Berliner machte sich unter anderem als Entdecker, Förderer und Manager des in Greifswald geborenen Profiboxers und IBF-Weltmeisters im Mittelgewicht, Sebastian Sylvester, einen Namen. „Vom arbeitslosen Trockenbauer zum boxenden Europa- und Weltmeister“, so findet er, „das könnte doch auch in Wolgast Schule machen.“ Spiering ist als Manager nach wie vor aktiv. Am 30. Juni schickt er den Super- Weltergewichtler Angelo Frank in den Ring. Geboxt wird im Zirkus Europa nahe Hamburg.

Tom Schröter

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