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Ein hölzener „Hingucker“ für die Zinnowitzer Segler

Zinnowitz Ein hölzener „Hingucker“ für die Zinnowitzer Segler

Achterkerke-Stiftung überlässt dem Verein im Ostseebad einen Jollenkreuzer / OZ-Ehrenamtspreis sorgt für Zusammenarbeit zwischen Stifter und Vereinschef

Zinnowitz. Treibgut ist für die Schifffahrt gefährlich. Mitunter kann es aber auch für Freude sorgen, wenn nämlich das Schiff „Treibgut“ heißt. Und dann noch wie aus heiterem Himmel zur eigenen Flotte gehört.

So geschehen beim Zinnowitzer Yachtclub, der nun im Besitz eines 15er Jollenkreuzers ist. Das Boot schafft sechseinhalb Knoten, ist aus Mahagoni- sowie Eichenholz und verfügt über neue Segel und einen Motor. Bis vor einigen Tagen gehörte der schmucke Segler noch Heinz-Egon Achterkerke. Seine Stiftung hat dem Zinnowitzer Verein nun das Boot zur Verfügung gestellt – „für die Nachwuchsarbeit“, wie Heinz-Egon Achterkerke betont. Damit knüpft er an ein Projekt, das bereits in Heringsdorf junge Menschen fürs Segeln begeisterte.

Kennengelernt haben sich Achterkerke und Alexander Kügler, der seit über einem Jahr Kindern und Jugendlichen aus der Freien Schule Zinnowitz das Segeln beibringt, im Rahmen der Verleihung des OZ-Ehrenamtspreises. Kügler, der seinen Job ehrenamtlich macht, gehörte damals zu den Preisträgern.

„Ich konnte es zunächst nicht glauben. Ich habe es erst realisiert, als die ,Treibgut’ bei uns im Hafen lag. Das ist eine große Geste“, sagt Kügler. Im Verein haben die jungen Segler nun sechs Optimisten, zwei 420er Segler, zwei Fareast sowie den Jollenkreuzer. „Mit dem neuen Boot können die großen Jungs nun auch übers Wochenende unterwegs sein“, sagt Kügler. Die „Treibgut“ bietet nämlich mehrere Schlafplätze. Und „ist ein echter Hingucker“, wie es Fritz Dosin (18) aus Zinnowitz formuliert. Das wusste auch Heinz-Egon Achterkerke, der den Jollenkreuzer nicht verkaufen wollte, nachdem er sein Bootshaus in Neppermin abgegeben hat. „Senioren helfen Junioren“ – so beschreibt Achterkerke die Idee in der Stiftung, das Boot der Jugendarbeit zur Verfügung zu stellen. „Wir sind dafür sehr dankbar“, meint Kügler stellvertretend für seine Schützlinge. 15 Jungs sind es inzwischen – „im Herbst kommen zwei Mädchen dazu“, so „Alex“, wie ihn seine Schüler nennen.

Für Heinz-Egon Achterkerke ist es wichtig, dass die „Treibgut“ nun gut gepflegt und möglichst oft im Wasser ist. Er selbst komme kaum noch zum Segeln. „Ich bin derzeit beruflich wieder sehr stark in Braunschweig eingespannt“, so der 72-Jährige, der aber einen Wunsch an die Zinnowitzer Segler hat: „Wenn ich einmal im Jahr mitsegeln kann, bin ich schon froh.“

Henrik Nitzsche

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