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Enduro-Fahrer trotzten Sturm, Regen und Matsch

Wolgast Enduro-Fahrer trotzten Sturm, Regen und Matsch

110 Motorsportler quälten sich drei Stunden lang über eine schwierige Strecke

Wolgast. Die Organisatoren des Enduro-Landesmeisterschafts-Wettbewerbes hatten am Samstag vor dem Rennen ein, zwei Probleme: Erst machten Dauerregen und Temperaturen nur wenig über dem Gefrierpunkt die Aufbauteams mürbe. Dann kam am Nachmittag auch noch ein Sturm dazu, der die gerade erst mühevoll errichteten Absperrungen wieder zerstörte. Holzpflöcke wurden regelrecht aus dem Boden gerissen und wehten, am Trassierband hängend, in der Luft. Am Renntag äußerte sich Streckenchef Matthias Krenz schon wieder etwas gelassener: „Alles halb so schlimm. Wir haben es geschafft, die 12 Kilometer lange Strecke ordentlich herzurichten, so dass auch die Fahrer zufrieden waren. Und die eine oder andere Pfütze wurde gleich mit in die Rennpiste integriert.“

Am Renntag selbst bescherte dann aber strahlender Sonnenschein allen Angereisten einen freundlichen Empfang und zum Aufwärmen gegen die kühle Brise gab es Kaffee und Glühwein für die Zuschauer.

Im Fahrerlager herrschte geschäftiges Treiben, um Anmeldung, Transponderausgabe und technische Abnahme rechtzeitig vor der Fahrerbesprechung zu absolvieren. Da kam der eine oder andere in Zeitnot.

Denn beim ersten Rennen der Saison gibt es immer viel zu erzählen, wenn sich die Meisterschaftsfahrer nach der Winterpause wiedersehen. Da wird erörtert, wie sich die neue Maschine fährt, ob das überholte Fahrwerk gut funktioniert und an welchen Rennen man in diesem Jahr noch teilnehmen will.

Letztlich standen aber alle Maschinen pünktlich in den Startboxen – jetzt konnte das Startsignal kommen. Die letzten Minuten liefen. Noch schnell einen Schluck trinken, ein paar Lockerungsübungen, Helm sowie Schutzbrille aufsetzen und Handschuhe an. Dann flog der Dreck, als die Fahrer der ersten Box ihren Stahlrössern die Sporen gaben. Im Minutentakt folgten noch neun weitere Gruppen von je elf Fahrern, bis alle 110 Piloten auf der Strecke waren.

Und diese war in diesem Jahr um ein gutes Stück anspruchsvoller als noch im vergangenen. Nicht nur die zusätzlichen Hindernisse, die für die zahlreichen Zuschauer die interessantesten Anlaufpunkte waren, forderte von den Enduristen Kraft und Fahrkönnen. Am meisten raubte die teilweise sehr durchgeweichte und rutschige Strecke die wertvolle Kondition. Da waren nach drei Stunden Fahrzeit die folgenden Aussagen von Fahrern keine Seltenheit: : „Ich bin fertig!“, „Vollkommen platt!" oder „In der letzten Runde habe ich mich nur noch gequält!“

Beinahe Volksfeststimmung herrschte an einer neuen Steilauffahrt. Der gesamte Kieshang war mit Zuschauern bevölkert, die spektakuläre Fahrmanöver bestaunen konnten. Während die Top-Piloten an der Oberkante noch absprangen und so für Beifall sorgten, mussten einige Sportler erkennen, dass sie dieser Herausforderung nicht ganz gewachsen waren. Motorräder flogen fahrerlos durch die Luft, andere stürzten den fast erklommenen Hang wieder hinab. Eine 200 Meter längere Umfahrung erlöste die so Gestrandeten, die allesamt unverletzt blieben.

Glücklich über seinen Sieg in der Gesamtwertung fasste Björn Feldt aus Grevesmühlen den Renntag und das Rennen zusammen: „Das war ein sehr schöner Start in die Saison auf einer super Strecke und damit ein gutes Training für die folgenden Rennen zur deutschen Meisterschaft.“

Dirk Pasedag

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