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Sport Usedom FC Insel Usedom stürmt ins Halbfinale des Landespokals
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00:05 27.03.2017
Die Abwehrspieler Sven Mehling (l.) und Pawel Wozny nehmen einen Gegenspieler in die Zange. Quelle: Foto: Gert Nitzsche
Bansin

Im Viertelfinale des Fußball-Landespokals Ost hat sich der FC Insel Usedom gegen den SV Sturmvogel Lubmin mit 1:0 behauptet. „Das war ein echter Arbeitssieg. Ich habe meinen Jungs gesagt, dass sie geduldig und konzentriert bleiben müssen. Am Ende wurden wir dafür belohnt“, freut sich FCU-Trainer Roman Maaßen.

Keeper Wolff pariert beim 1:0 gegen Lubmin Elfmeter / Gohlke erzielt Siegtor

Beide Mannschaften hatten Mühe, zu einem kontrollierten Spiel zu finden. Gelungene Spielzüge fehlten auf beiden Seiten. Lubmin stand in der Abwehr kompakt, agierte erwartet aggressiv und körperbetont und ließ zunächst dem Heimteam kaum Möglichkeiten zu einem geordneten Spielaufbau. „Wir spielten zu statisch, es fehlte aus der Abwehr heraus an Anspielpunkten“, brachte es Verteidiger Robert Woykos auf den Punkt. So gab es nach zehn Minuten die erste Chance für die Gäste – in der 23. Minute setzte Hus einen Kopfball über das Lubminer Tor.

Auch wenn sich Gohlke und Mangliers im Mittelfeld mühten, in der Angriffszone verpufften die Abspiele dann meistens. Hus orientierte sich zu weit hinten, Pohlmann agierte etwas glücklos. Da auch über die Außenangreifer Zerbe und Zimmermann wenig Druck kam, fand das Spiel hauptsächlich zwischen den Strafräumen statt. Den ersten „Aufreger“ des Spiels gab es in der 38. Minute. FCU-Keeper Wolff verhinderte mit einer Glanzparade einen Rückstand.

„Wir werden mit langen Bällen operieren und dann auf unsere Chance warten “, informierte Marco Herrmann, der sportliche Leiter des FC Insel Usedom, kurz nach der Pause. Nach einer Abtastphase zu Beginn der zweiten Hälfte kam dann endlich mehr Feuer ins Spiel. Rodenhagen hatte sofort nach seiner Einwechslung eine starke Aktion. Hus zog endlich mal über die rechte Seite auf und davon. Die Lubminer machten viel Betrieb über ihre starke linke Seite, dann musste sich Wolff erneut mit einer tollen Parade auszeichnen. Es folgten zwei schwache Freistöße der Einheimischen, von Zimmermann und Gohlke getreten. Das Spiel wurde offener, und es kam jetzt endlich zu prickelnden Torszenen hüben wie drüben.

Kopfschütteln, ja Entsetzen gab es beim Heimteam, als der Schiedsrichter in der 77. Minute auf den Elfmeterpunkt zeigte. Seiner Meinung nach war der Oberkörpereinsatz von Mehling im eigenen Strafraum nicht korrekt. Alle Proteste halfen nichts, es war ein deftiges Geschenk für die Gäste. Doch FCU-Keeper Nico Wolff blieb ruhig. „Ich hatte mir den Schützen irgendwie angeschaut und lag richtig.“ Mit einer klasse Reaktion hielt er den Flachschuss.

Der Riesenjubel der Usedomer Fans wollte gar nicht aufhören und ging sechs Minuten später in einen Orkan über. Rodenhagen hatte einen Eckball von Zimmermann verlängert, und Gohlke erzielte per Kopf das 1:0. In den letzten Minuten wurde der Vorsprung sicher verteidigt – jubelnd lagen sich die Usedomer nach dem Abpfiff in den Armen.

Das Fazit von Trainer Maaßen: „Es war klar, dass bei zwei relativ ausgeglichenen Teams am Ende ein Tor reichen würde. Ich habe immer an das Team geglaubt. Wolff, Mehling und Mangliers verdienten sich Bestnoten. Natürlich wollen wir nun auch ins Finale.“

FC Aufstellung: Wolff – Mehling, Wozny, Woykos, Bahr (57. Rodenhagen) – Mangliers, Gohlke – Zerbe (79. Szymczak), Zimmermann – Hus, Pohlmann (58. Kulpa).

Tor: 1:0 Gohlke (84.).

Gert Nitzsche

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