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Fans halten zu ihrem HSV

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652 Zuschauer in der Halle / Wojciech Zydron ist der Publikumsliebling der Saison 2015/16

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Patrick Glende steigt hoch. Ihm gelangen drei Tore. Er bleibt beim HSV. Fotos (2): Andreas Dumke

Ahlbeck Viel zu Jubeln hatten die Handballer des HSV Insel Usedom in dieser Drittliga-Saison nicht. Auch nicht am letzten Spieltag. Das Spiel gegen den SV Mecklenburg-Schwerin endete 22:28.

OZ-Bild

652 Zuschauer in der Halle / Wojciech Zydron ist der Publikumsliebling der Saison 2015/16

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Das Jahr beim HSV werde ich in guter Erinnerung behalten.“Wojciech Zydron

Doch auch nach dieser Niederlage wurde einmal mehr der Zusammenhalt zwischen Fans und Verein deutlich. Bereits vor der Partie wurden die Akteure verabschiedet, die aus den unterschiedlichsten Gründen im nächsten Jahr nicht mehr zum HSV gehören werden. Neben Florian Fink, Paul Müller, Patrik Kicinski, Patrik Pristas, Radek Wolski und Wojciech Zydron wurde auch der langjährige Betreuer, Mike Schulze, mit einem Abschiedspräsent bedacht.

Die größte Lücke wird dabei ohne Frage Linksaußen Wojciech Zydron hinterlassen. Als „Bomber der Nation“ angekündigt, bewies er auch diesmal seine Abschlussqualitäten. Er war mit neun Treffern bester Schütze seines Teams. Zum ersten Platz in der Torschützenliste der 3. Liga reichte es aber nicht ganz. Mit 231 Treffern musste er sich ganz knapp dem Oranienburger Dominic Kehl geschlagen geben, der zwei Tore mehr warf.

Trotzdem wussten die HSV-Fans diese Leistung zu würdigen. Der Pole wurde von den Zuschauern zum Publikumsliebling 2016 gewählt, was ihn sichtlich bewegte. „Ich möchte mich sehr herzlich bedanken. Ich habe das aber natürlich nicht allein geschafft. Die Mannschaft hat ihren Teil dazu beigetragen. Dieses Jahr hier werde ich in Erinnerung behalten. Ich habe hier viele tolle Leute kennengelernt. Der Mannschaft wünsche ich alles Gute und eine schnelle Rückkehr in die 3. Liga“, meinte der sympathische 38-Jährige auf der Pressekonferenz.

Zweiter bei der Wahl zum Publikumsliebling wurde Vorjahressieger Gordon Wicht. Auf dem dritten Rang platzierte sich mit Torhüter Lech Krynski auf Anhieb ein weiterer „Neuer“.

Bei den ganzen Feierlichkeiten rückte die eigentliche Partie fast ein wenig in den Hintergrund. Gegen die groß gewachsenen Schweriner konnten die Insulaner zunächst gut mithalten. Zwar geriet man anfangs in Rückstand, doch durch Christopher Neidel gelang ein 5:5. Dann legten die Gäste wieder zu. Die Usedomer zeigten sich kämpferisch, glichen aus und gingen mit 12:11 (durch Zydron) sogar in Führung. Zur Pause stand es 13:13. Die Gäste konnten kurz vor dem Seitenwechsel noch mit einem Strafwurf ausgleichen. Unverständlich war allerdings, dass die Schiedsrichter dabei die Zeit haben einfach weiterlaufen lassen.

Nach der Pause erzielte Zydron erneut die Führung. Danach verloren die Usedomer aber mehr und mehr den Faden. „Die erste Halbzeit war von unserer Seite aus nicht schlecht. Nach dem Wechsel haben wir viel zu viele einfache Fehler gemacht. Konditionell hat sich das auch bemerkbar gemacht. Wir haben einfach zu wenige Leute. Der Kader war für die 3. Liga zu klein“, meinte Trainer Piotr Frelek nach dem Spiel.

Diese Sorgen hatte Schwerins Coach, Maik Handschke, nicht: „Wir haben das zum Ende hin souverän gelöst, nur in der ersten Hälfte hatten wir ein paar Probleme. Respekt an Usedom, dass sie diese Saison noch vernünftig zu Ende gespielt haben. Es war schön, mal wieder hier zu sein. Es hat schon früher mit Rostock viel Spaß gemacht, in dieser Halle und bei dieser Atmosphäre zu spielen.“

Aufstellung: Petersen, Krynski; Witt, Glende 3, Wolski 1, Frelek, Neidel 2, Leow 2, Wicht 4, Kicinsky, Dübener 1, Müller, Zydron 9 Zeitstrafen: HSV 2; Schwerin 1

Strafwürfe: HSV 3/2; Schwerin 4/3

Von Andreas Dumke

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