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Für Usedomer war mehr drin

Für Usedomer war mehr drin

Erik Kutz vergibt beim 0:0 gegen Viereck Großchance zum Siegtreffer / Zinnowitz geht 0:7 unter

Wolgast In der Fußball-Kreisoberliga fielen die Ergebnisse der hiesigen Mannschaften recht unterschiedlich aus. Hohendorf übernimmt mit dem 2:1-Erfolg die Tabellenspitze.

Kröslin landet seinen zweiten Saisonsieg. Die Usedomer Kicker „verzichten“ auf Tore, dafür kassieren die Zinnowitzer gleich sieben.

Grün-Weiß Usedom – Vierecker SV 0:0. Die Grün-Weißen hatten personelle Probleme. Das Innenverteidigerduo Seibt und Raddatz war nicht einsatzfähig und auch Katzor, Bialowons und Kracht fehlten. Dennoch hielt die Usedomer Mannschaft gegen die spielstarken Vierecker in dem temporeichen Spiel gut mit. Glück hatten die Gastgeber bei einem Pfostenschuss kurz vor der Pause. Im zweiten Abschnitt störte Grün-Weiß die Angriffsaktionen der Gäste frühzeitig. Aus dem Mittelfeld heraus wurde über Kutz, Bergmann und Klaus stellenweise gut kombiniert, allerdings fehlte oftmals der finale Pass. Dennoch ergaben sich die besseren Chancen für die Heimelf. So strich ein Freistoß von Schulze knapp über das Tor, während Kutz die beste Chance des Spiels aus Nahdistanz versiebte. „Den muss er machen. Er stand fünf Meter vor dem Tor völlig frei“, haderte GW-Trainer Uwe Heidmann.

Greifswalder FC III – Eintracht Zinnowitz 7:0 (2:0). „So ein Katastrophenspiel muss man erst einmal verdauen“, ist Eintracht-Trainer Holger Preusche verärgert. „Wir müssen schon weit in die Ergebnislisten zurückblicken, um eine derart hohe Niederlage zu finden. Die Spieler gifteten sich später untereinander nur an, da haben wir uns echt blamiert.“

Gegen die mit zwei Aktiven aus der zweiten Mannschaft verstärkte Greifswalder Elf fand die Eintracht überhaupt keine Einstellung. Es fehlte die Laufbereitschaft, der kämpferische Einsatz hielt sich in bescheidenen Grenzen. Kein Spieler erreichte Normalform. Dagegen waren die stark spielenden Gastgeber auf Kunstrasen in ihrem Element. Die beiden Tore in der ersten Halbzeit waren Geschenke, in Halbzeit zwei ging das Eintracht-Team dann völlig unter. Nichts gelang. Die gesamte Abwehr konnte den vierfachen Torschützen der Greifswalder, Bentin, überhaupt nicht bändigen. Die eigenen Offensivaktionen waren, von einigen Hinterhaltschüssen abgesehen, kaum erwähnenswert. Da muss sich das Eintrachtteam beim nächsten Heimspiel, gegen Behrenhoff, aber in einer ganz anderen Verfassung präsentieren.

SV Kröslin – Blau-Weiß Jarmen 1:0 (1:0). Bei den Kröslinern geht es aufwärts. Durch den Überraschungssieg gegen den bisherigen Tabellenführer, Jarmen, gelang es der Elf von Carsten Niemann, die Abstiegsränge zu verlassen. Schütze zum 1:0 (21.) war Christian Holtz. Der Stürmer, eigentlich spielt er in der zweiten Mannschaft, war happy: „Dass ich entscheidend zum Sieg beitragen konnte, freut mich riesig.“

„Christian bewies den Torriecher, der uns zuletzt oft fehlte“, lobte Niemann. Die Krösliner zeigten auch ohne acht Stammkräfte keinen Respekt vor dem jungen, dynamischen Gegner. Beide Teams legten ein hohes Tempo vor, wobei die Abwehrreihen dominierten. SV-Torwart Pietsch meisterte einen Schuss (5.) hervorragend. Hensel vergab eine Chance in der elften Minute. Nach der Pause blieb der erwartete Ansturm Jarmens zunächst aus. Bei zwei gefährlichen Freistößen von Lüder „hatte ich den Torschrei schon auf den Lippen“, sagt Niemann. Entlastungsangriffe durch Wunderwald und Jacubowsky bremsten die Gäste nur mit Fouls. Jarmen agierte zwar engagiert, fand aber keine Mittel um den SV Kröslin auszuhebeln. Pietsch musste nur eine Parade (78.) zeigen. „Kampfkraft und Willensstärke gaben den Ausschlag“, stellt Niemann fest.

Hohendorfer SV 69 – VFC Anklam II 2:1 (0:0). Hohendorf grüßt nach dem schwer erkämpften Sieg wieder von der Tabellenspitze. „Unsere Minikrise ist vorbei, doch mit der Favoritenbürde spielt es sich auch nicht leichter. Wir haben die Punkte und das zählt“, lautet das Fazit von Mittelfeldstratege Tom Schultz. „Wir wollen wieder besseren Fußball spielen.“ Die stark verjüngten Anklamer hielten unbeschwert dagegen und kamen zur einzigen echten Chance (8.) in der ersten Halbzeit. Keeper Busch parierte hervorragend. Für Hohendorf war das ein Weckruf, doch außer Feldvorteilen sprang vorerst nicht viel heraus. Trainer Axel Borck forderte in der Pause eine klare Steigerung. Es lief besser. Der Lohn war das von Krüger klug vorbereitete 1:0 (52.) durch Augustat.

Der VFC schlug zwar schnell per Freistoß (61.) zurück, doch der HSV „gab weiter Gas“, so Schultz, und zog, nach einer Ecke (64.) von Krüger, durch Gebhardts Kopfball erneut in Front. Nachdem es Krüger versäumte, „den Sack zuzumachen“, wurde es noch einmal eng für den Gastgeber. Nach krassem Fehler (81.) von Busch schoss ein Anklamer aber zu lasch auf das leere Tor, sodass Reule klären konnte. Burchardt und Nguyen hätten nach Kontern den Spielstand aber noch erhöhen können.

Auf der Internetseite oz-sportbuzzer.de können Fußballmannschaften aller Spielklassen ihre eigene Seite gestalten. Ein Vereinsreporter meldet sich auf den Seiten des Sportbuzzers an und kann dann – nach Freigabe durch den Administrator – über die Ereignisse in seinem Verein berichten. Spielabläufe, Informationen zu den Spielern und sogar ein Liveticker – alles ist möglich beim OZ-Sportbuzzer.

Gert Nitzsche und Bert Belitz

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