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Stolze 2500 Euro für die „Wolgaster Tafel“ bei Benefiz-Begegnung eingespielt.

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Die Fans sahen spannende Zweikämpfe und ein tolles Spiel, das Neustrelitz 7:0 gewann. Fotos(5): Wolfgang Dannenfeldt

Fußball — Ein ganz großer Erfolg war am Wochenende das Fußball-Benefizspiel zwischen dem Landesklassevertreter FC Rot-Weiß Wolgast und dem Landespokalsieger TSG Neustrelitz.

470 Zuschauer sahen im Peenestadion einen 7:0 (3:0)-Erfolg der Gäste. Wichtiger als das sportliche Ergebnis war aber, dass 2500 Euro für die „Wolgaster Tafel“ eingespielt wurden.

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Willi Grabow

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Stolz und zufrieden waren nach dem gelungenen Fußballabend die Organisatoren dieser Veranstaltung, allen voran FC-Präsident Falk Hartmann, dessen Stellvertreter Ralf Pens und Sportvorstand Stefan Tammert. Ihre Mühen und ihr Einsatz, zusammen mit vielen fleißigen Helfern, hatte sich gelohnt. Schon vor dem Anpfiff sorgte die Cheerleadergruppe „Blue Flames“ vom HSV Insel Usedom für beschwingte Stimmung unter den vielen Besuchern.

Auf dem grünen Rasen bestimmten dann sofort die Gäste aus der Residenzstadt das Geschehen. Doch trotz deutlicher Überlegenheit, so richtig rund lief es auch bei ihnen nicht. RW-Trainer Wolfgang Schumann hatte sein Team hervorragend eingestellt: Hinten wurden die Räume zugestellt und dem Gegner mit beherztem Zweikampfverhalten der Schneid abgekauft. Zwar lagen die Wolgaster schon nach fünf Minuten mit 0:1 zurück, doch nur wenig später hätte es auch auf der anderen Seite „klingeln“ können. Ein Freistoß von Kunze-Voß sauste nur knapp am TSG-Kasten vorbei.

Die Hausherren legten sich auch in der Folgezeit mächtig ins Zeug. Kunze-Voß brillierte von hinten heraus mit sauberen Abspielen. Kohr und Kollhoff kurbelten das Spiel an und Künnemann rannte sich förmlich die Lunge aus dem Hals. Doch letztlich konnten die Rot-Weißen bis zur Pause, trotz guter Paraden von Schlussmann Paul Dunker, zwei weitere Gegentreffer nicht verhindern.

Das engagierte Spiel der Peenestädter fand auch nach dem Seitenwechsel seine Fortsetzung. Zwar blieb das Wolgaster Gehäuse überwiegend im Blickpunkt des Geschehens, doch mehr als vier Mal brauchte Dunker, er wurde nach 75 Minuten durch Giese ersetzt, nicht hinter sich zu greifen.

Verständlich, dass sich die Wolgaster Aktiven nach dem Abpfiff von Schiri Jörg Dräger die Anerkennung des Publikums redlich verdient hatten. Auch Trainer Wolfgang Schumann war vollauf zufrieden:

„Unser Ziel war es, nicht zweistellig zu verlieren. Das haben wir erreicht. Unser kämpferischer Einsatz ist belohnt worden.“

Im Anschluss an die freundschaftliche Begegnung folgte dann die fast feierliche Übergabe des Spendenchecks. Falk Hartmann, Ralf Pens und Stefan Tammert überreichten den 2500- Euro-Scheck an Tafelchef Willi Grabow, der das Geld für das spezielle Projekt „Kindertafel“ einsetzen wird.

Wolgast spielte mit: Dunker — Kunze-Voß — Zimmermann, Hogh, Oehlert — Witt — Menge, Kohr, Kollhoff — Weinert, Künnemann. Eingewechselt: Giese, Müller, Lars Schneider, Sebastian Schneider, Dorosjan, Mittelstädt, Burchardt

Stimmen zur Aktion „Benefizspiel“
Falk Hartmann (FC-Rot-Weiß-Präsident): „Uns ist es ein ganz besonders Bedürfnis die Wolgaster Tafel gerade in ihrer schwierigen Phase, die geprägt ist durch den Verlust ihrer Herberge im einstigen Wolgaster Armenhaus, zu unterstützen. Ich denke, das ist uns mit diesem Spiel gut gelungen. Mein Dank gilt allen, die bei der Vorbereitung und Ausrichtung mitgeholfen haben, und natürlich den vielen Sponsoren, den TSG-Verantwortlichen und den Aktiven.


Willi Grabow (Vereinschef der Wolgaster Tafel): „Die Wolgaster Bürger haben ein Zeichen der Solidarität gesetzt, so zahlreich waren sie hier. Natürlich sind wir den Sportfreunden zu Dank verpflichtet. Sie haben sich sehr engagiert, um solch ein schönes Fußballfest auf die Beine zu stellen. Das eingespielte Geld kommt demnächst unserem neuen Projekt, der „Wolgaster Kindertafel“

zugute.


Jörg-Uwe Böhme (Fan des FC Rot-Weiß Wolgast): „Das Spiel war natürlich ein tolles Erlebnis. Man hat gesehen, dass zu solchen Begegnungen, zumal es noch um eine gute Sache geht, die Zuschauer in Scharen kommen. Solche Benefizspiele sind auch Werbung für unsere Stadt. Von unserer Mannschaft war ich angenehm überrascht. Sie hat sich gegen den profilierten Gegner großartig aus der Affäre gezogen. wd

VIER FRAGEN AN...
1Ist ein Benefizspiel für die Belange der Wolgaster Tafel angebracht? Wenn man anderen eine Freude machen kann, ist das eine gute Sache. Ich habe in meiner Laufbahn schon viele solcher Veranstaltungen mitgemacht und es immer sehr gern getan. Anderen, in Not geratenen Menschen zu helfen, sollte gerade für jeden Profi eine Ehrensache sein.

2Würden Sie jungen Talenten den Beruf des Profifußballers empfehlen? Unbedingt. Ich würde heute den selben Beruf wählen. Ich rate jedem, der das Zeug dazu hat, zu diesem Schritt. Doch allein Talent reicht nicht aus. Wer hoch hinaus will, muss sich quälen, Sonderschichten fahren, eben mehr trainieren als die anderen. Nur dann kann man auch Früchte ernten.

3Zum Freitagspiel. Waren Sie mit ihrer Mannschaft zufrieden? „Wir haben in der ersten Hälfte nicht das umgesetzt, was vorgegeben wurde. Alles war mir zu schleppend. Im zweiten Abschnitt lief es besser. Allerdings sieben Treffer sind mir eindeutig zu wenig. Die Wolgaster zeigten sich sehr lauffreudig und engagiert. So stark hatte ich sie nicht eingeschätzt.

4Waren Sie schon einmal in dieser Region? Leider noch nicht. Ich bin erstmals hier und hoffe, dass es nicht dabei bleibt. Auch die Insel Usedom zu besuchen, war schon immer mein Ziel. Da habe ich schon viel Lobenswertes gehört. Vielleicht klappt es ja einmal während meines Engagements bei der TSG. Immerhin habe ich Rostock noch gut in Erinnerung, schließlich habe ich dort 2002 mein erstes Länderspiel für Deutschland beim 4:2-Sieg über die USA bestritten.

Interview: Wolfgang Dannenfeldt

 

Wolfgang Dannenfeldt

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