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HSV-Abwehr löchrig wie Schweizer Käse

HSV-Abwehr löchrig wie Schweizer Käse

Insel-Handballer verlieren daheim gegen Brandenburg mit 29:30 (13:18) / Spielführer Glende: „Kopflos im Angriff“

Ahlbeck Sieben Sekunden sind noch auf der Uhr. Christopher Neidel steigt hoch und zieht ab. Doch der lange Schlacks aus dem Rückraum wirft den Ball links neben das Tor.

 

OZ-Bild

Patrick Glende (l.), mit drei Treffern erfolgreich, fand kritische Worte nach dem Spiel.

Quelle: Wolfgang Dannenfeldt

Das Problem war wohl der Kopf bei meinen Spielern.“Piotr Frelek, HSV-Coach

Abpfiff. Aus. Verloren.

Überraschend zog der HSV Insel Usedom am Sonnabend in der Ostsee-Spree-Oberliga daheim gegen den SV 63 Brandenburg-West mit 29:30 (13:18) den Kürzeren. „Das Problem war wohl der Kopf bei meinen Spielern“, sagte HSV-Trainer Piotr Frelek anschließend und suchte noch nach einer Erklärung für die erschreckend schlechte erste Halbzeit.

Die begann rasant und ausgeglichen. Nach neun Minuten stand es 6:6. Zunächst bekamen beide Teams keinen Zugriff in der Abwehr, so dass munter getroffen wurde. Beim 8:8 (Leow) waren die Gastgeber noch auf Augenhöhe, doch dann schlichen sich Fehler ein. Wenig Struktur im Angriff, kein richtiges Zupacken in der Abwehr, verworfene Siebenmeter – die Brandenburger zogen auf 11:14 davon. Der Torhüterwechsel beim HSV – Krynski ersetzte den schwachen Fornal – zündete ebenfalls nicht. Weil das Schiedsrichter-Duo beim Vergeben von Zeitstrafen sehr großzügig war, spielten die Teams kaum noch sechs gegen sechs.

Die Gäste trafen aber auch in Unterzahl – der HSV lag 12:17 (24.) hinten. Frelek grübelte, wie er dem Team neue Impulse geben kann. Fehlanzeige – mit 13:18 ging es in die Kabine. „Wenn man in der Abwehr ohne Herz und im Angriff ohne Kopf spielt, kann man nicht gewinnen“, übte Spielführer Patrick Glende nach Abpfiff Selbstkritik.

Da half auch nach der Pause die stärkste Phase der Gastgeber nicht. Nach einem 6:1-Lauf stand es 19:19 (37.). Wieder einmal hatte Leow von außen getroffen. Trotz einiger Fehlwürfe hielt er die Hausherren mit seinen Toren im Spiel. Nun trafen auch Biernacki, Statkiewicz und Glende. Jetzt kam auch in der mit knapp 600 Fans gut gefüllten Pommernhalle Stimmung auf. Brandenburg führte zwar (24:20/ 44. Minute), doch der HSV blieb dran. Dübener verkürzte zum 23:24 und durfte dann duschen gehen. Er sah nach drei Zeitstrafen Rot, Minuten später folgte ihm auch Glende. „Hut ab, dass unser Team in dieser heißen Phase den Kopf oben behalten hat“, machte Peter Höhne, sportlicher Geschäftsführer der Brandenburger und ehemaliger HSV-Trainer, seinen Jungs ein großes Kompliment.

Die Schlussphase hatte es in sich: Brandenburg legte vor, der HSV hielt Anschluss. Wicht verkürzte auf 29:30. Der Gäste-Angriff verpuffte, so dass noch 30 Sekunden für den Ausgleich blieben. Frelek nahm eine Auszeit. Vergebens. Das 60. Tor wollte nicht fallen.

HSV: Krynski, Fornal – Nowomiejski, Glende 3, Müller,Teetzen 1, Leow 11, Witt, Biernacki 2, Statkiewicz 2, Dübener 4, Neidel 4, Wicht 2.

Zeitstrafen: HSV 9, Gäste 8.

Strafwürfe: HSV 5/2, Gäste 7/4.

Henrik Nitzsche

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