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Sport Usedom HSV Insel Usedom gelingt klarer 29:21-Erfolg
Vorpommern Usedom Sport Usedom HSV Insel Usedom gelingt klarer 29:21-Erfolg
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12:32 04.11.2018
Alexander Leow (beim Wurf) war mit neun Toren bester Werfer beim HSV Insel Usedom. Quelle: Andreas Dumke
Ahlbeck,

Mit einem deutlichen 29:21 setzte sich das Handball-Oberligateam des HSV Insel Usedom daheim gegen den BFC Preussen durch. Über weite Strecken der Partie, vor allem in der ersten Halbzeit, hatten die Hausherren aber alle Hände voll zu tun, um den angestrebten Erfolg auch zu erreichen. Sidney Loof warf zwar das 1:0, die Gäste glichen jedoch umgehend aus. Dieses „Spiel“ wiederholte sich bis zum 12:11, das wiederum Loof erzielte. Erst mit dem 13:11 durch Alexander Leow, mit neun Toren bester Werfer, gelang die erste Zwei-Tore-Führung. Der HSV nutzte hier eine Überzahl, denn kurz vorher hatten die Berliner ihre erste Zwei-Minuten-Strafe kassiert. „Wir sind schwer in die Partie gekommen“, sagt HSV-Trainer Nico Heidenreich. „Das liegt auch daran, dass wir in dieser Woche nicht optimal trainieren konnten. Am Dienstag hatte ich vier Feldspieler zur Verfügung. Am Donnerstag waren es nur drei. Eine vernünftige Vorbereitung war kaum möglich. Das war zumindest in der ersten Halbzeit auch zu sehen“, so Heidenreich weiter. „Diese vielen leichten Abwehrfehler, die uns sonst nicht unterlaufen, haben das Spiel eng gemacht. Wir haben es nicht geschafft, eine vernünftige Abwehrarbeit auf das Feld zu bringen. Da haben wir schlecht gestanden und einige Schlagwürfe der Berliner kassiert.“

In der Halbzeitpause wies Heidenreich seine Mannschaft auf genau diese Kritikpunkte hin – mit Wirkung. Schnell wurde der Vorsprung auf fünf Tore ausgebaut. Alexander Leow, Patrick Glende und Gordon Wicht trafen, Leow mit einem sehr schönen Abschluss in Unterzahl zum 21:15. Unterzahlsituationen gab es nicht so oft. Die Schiedsrichter Marco Gerigk und Axel Kalusche hatten die Partie voll im Griff und mussten auf jeder Seite nur eine Zwei-Minuten-Strafe aussprechen.

„Wir hatten uns vorgenommen, den HSV als Favoriten ein wenig zu ärgern“, meinte Gästetrainer Alexander Schwabe. „Wir wollten mit unserer 5:1-Abwehr den Gegner dazu bringen, dass er sich mehr bewegen muss. Das ist uns eine Zeit lang gut gelungen, kostete natürlich Kraft. In der zweiten Hälfte haben wir das nicht mehr so hinbekommen.“ Schwab ist aber nicht unzufrieden: „Wenn wir als Aufsteiger am Ende irgendwo in diesem Tabellenbereich (Platz 7 – Anm. d. R.) bleiben, dann sind wir sehr zufrieden. Da sind die Punkte gegen Usedom nicht ganz so entscheidend. Wir sind hier ja auch auf eine starke Mannschaft getroffen, die wir geweckt haben und die das anschließend gnadenlos zu Ende gespielt hat“, sagt Schwabe.

Auch eine Auszeit (40.) brachte sein Team nicht mehr in Fahrt. Der HSV war jetzt nicht mehr vom Kurs abzubringen. Loof, Schmidt, Leow, Glende – immer wieder tauchten die gleichen Torschützen auf. Doch auch Christoph Dübener sorgte nach seiner Einwechslung wieder einmal für Belebung am Kreis. „Die taktische Umstellung hat gefruchtet. In den 25 Minuten nach der Pause haben wir nur sechs Gegentore gefangen. Das war die entscheidende Phase der Partie“, so Heidenreich.

Die Abwehr stand deutlich stabiler. Torhüter Lech Krynski stand gewohnt sicher, machte später aber Platz für Erik Küster. Auch er zeichnete sich mit tollen Paraden aus. Bis auf den noch angeschlagenen Dariusz Zajac bekamen alle Spieler ihren Einsatz. „Das ist für mich auch sehr wichtig. Am Ende haben wir einen in dieser Höhe verdienten Sieg eingefahren“, so Heidenreich.

Auch tabellarisch war es erneut ein perfekter Spieltag für die Usedomer Handballer. Mit Werder, Grünheide und Altlandsberg unterlagen gleich drei der ärgsten Verfolger. HSV Insel Usedom: Krynski, Küster – Schmidt 5, Glende 2, Loof 8/4, Nowomiejski 1, Zajac, Leow 9, Wicht 3, Deutsch, Kellermann, Gürgens, Dübener 1. Strafwürfe: HSV 4 / 5, BFC 1 / 2. Strafminuten: HSV 2, BFC 2.

Andreas Dumke

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