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HSV in Hälfte eins völlig von der Rolle

Sport HSV in Hälfte eins völlig von der Rolle

Inselhandballer treffen in 30 Minuten nur acht Mal / Am Ende setzt es eine klare 21:29-Niederlage in Bernburg

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Auch für Wojciech Zydron fehlte jegliche Unterstützung. Der Pole warf „nur“ fünf Tore. Foto/Archiv: Andreas Dumke

Ehrlich: Wir hätten mit der Leistung noch höher verlieren müssen.“Nico Scheer

Bernburg/Ahlbeck Wieder einmal lieferten die Mannen des Handballdrittligisten HSV Insel Usedom eine enttäuschende Leistung in der Fremde ab. Spiele wie diese bestätigen erneut, dass die Insulaner für diese Liga einfach zu schwach besetzt sind.

Zehn Spiele müssen die Fans des HSV noch „leiden“, bis es dann im kommenden Jahr zum hoffentlich erfolgreichen Neustart in der Ostsee-Spree-Oberliga kommt. „Besonders die erste Hälfte des Spiels war katastrophal. Da kann man nichts beschönigen. Mit massiven technischen Fehlern haben wir uns das Leben selbst schwer gemacht“, berichtet GmbH-Geschäftsführer Nico Scheer.

Bis zum 2:3 hielten die Insulaner mit, dann begannen die Gastgeber sich abzusetzen. Beim HSV lief praktisch nichts zusammen. Nach einer Viertelstunde sah sich Trainer Piotr Frelek genötigt, beim Stand von 5:9, die erste Auszeit zu nehmen. Große Wirkung erzielte diese jedoch nicht. Torwart Lech Krynski, sonst immer ein sicherer Rückhalt, bekam diesmal keine Hand an den Ball und wurde später durch Patrick Petersen ersetzt. Die schwache Abwehr machte es den beiden aber auch nicht leicht.

Zur Halbzeit lag der HSV mit 8:16 hoffnungslos hinten. Dabei war Bernburg keineswegs ein „Überteam“. Im Hinspiel hatten die HSVer beim 29:27-Erfolg bewiesen, dass dieses Team schlagbar ist. Diesmal, beispielsweise am Kreis, ging gar nichts. Entweder wurden die Pässe auf Kreisläufer Radek Wolski nicht gut genug gespielt, oder er selbst agierte nicht entschlossen genug. „Zum schwachen Auftritt unserer Mannschaft passte auch die Leistung der Schiedsrichter, die einige merkwürdige Entscheidungen trafen. Dadurch haben wir aber nicht das Spiel verloren. Das haben wir uns selbst zuzuschreiben“, sagt Scheer. „Nur acht Tore bis zur Halbzeit sprechen da eine deutliche Sprache.“

Nach dem Seitenwechsel konnte der HSV das Ergebnis noch etwas freundlicher gestalten. An der deutlichen Überlegenheit der Bernburger änderte dies jedoch nichts. Die Hausherren wechselten jetzt munter durch und verschafften auch den „Bankdrückern“ Spielpraxis. So konnten die Usedomer den zwischenzeitlichen 12-Tore-Rückstand zumindest auf acht Tore verkleinern. „Die vielen Wechsel der Bernburger kamen uns noch entgegen. Wenn man ehrlich ist, dann hätten wir mit dieser Leistung noch höher verlieren müssen“, gab sich Scheer keinen Illusionen hin. Dieser Auftritt zeigt erneut, dass vor den Verantwortlichen des HSV jede Menge Arbeit liegt, um ein schlagkräftiges Team aufzubauen. Noch so eine Saison wie diese möchten auch die treuesten HSV-Fans nicht erleben. Entgegen allen Beteuerungen im Vorfeld der Saison ist diese Mannschaft nämlich nicht gut genug für die 3. Liga aufgestellt.

Aufstellung HSV: Krynski, Petersen; Glende 4, Wolski, Neidel 3, Leow, Wicht 2, Pristas 4, Fink 2, Dübener 1, Müller, Zydron 5/3 Zweiminutenstrafen: Bernburg 4; HSV 5 Siebenmeter: Bernburg 6; HSV 4

Zuschauer: 530

 



Andreas Dumke

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