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Sport Usedom HSV knüpft den Füchsen Punkt ab
Vorpommern Usedom Sport Usedom HSV knüpft den Füchsen Punkt ab
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00:01 11.12.2017

Als die Schiedsrichter das Spiel der 4. Handball-Liga zwischen den gastgebenden Berliner Füchsen und dem HSV Insel Usedom abgepfiffen hatten, gehörte die Platte in der Lilli-Henoch Sporthalle allein den Usedomern. Die Mannschaft sowie die mitgereisten B-Junioren (sie verloren ihr Spiel gegen die Füchse mit 14:39) und die Fans bejubelten das 29:29 wie einen Sieg.

Dem HSV ist es damit bisher als einzigem Team der Oberliga Ostsee-Spree gelungen, dem Klassenprimus (bei elf Spielen) einen Punkt abzuknüpfen. Doch fast wäre es nicht dazu gekommen. „In der Schlussphase hatten wir das Glück des Tüchtigen auf unserer Seite“, sagt HSV-Trainer Nico Heidenreich.

Die Berliner waren nach einem von Sidney Loof verworfenen Siebenmeter (59:32 Min./29:28) im Ballbesitz. Doch Lech Krynski, der vor allem in den letzten zehn Minuten drei, vier Glanzparaden gezeigt hatte, war der Sieger beim letzten Angriff seitens der Füchse. Schnell näherten sich die Usedomer dem Berliner Sechs-Meter-Raum (59:52 Min.), doch etwa sieben Meter davor wurde Marcus Deutsch grob gefoult. Die Berliner sahen „Rot“ und es gab einen Siebenmeter (siehe Anhang).

Doch wer sollte und wollte werfen? „Wir hatten zuvor drei Fehlversuche“, berichtet Heidenreich. Sein Spielmacher, Gordon Wicht, hat die Verantwortung übernommen. „Er hat mir mit einem Blick zu verstehen gegeben, dass er den Ball reinhaut.“ Quasi mit dem Schlusspfiff erzielte Wicht dann das 29:29.

„Das war ein Spiel auf Augenhöhe“, sagt Heidenreich, dessen Mannschaft „die beste erste Halbzeit der diesjährigen Saison spielte.“ Allerdings gelang es den Usedomern nicht, sich entscheidend abzusetzen, auch wenn Mitte der ersten 30 Minuten ein Drei-Tore-Vorsprung (12:9) gelungen war. „Wir haben zu keiner Zeit nachgelassen“, sagt Heidenreich.

In der zweiten Spielhälfte drehten die Berliner dann auf. „Wir wollen jedes Heimspiel gewinnen“, sagt Füchse-Co.-Trainer Martin Berger. „Doch wir hatten für die Spielweise der Usedomer nicht immer die richtige Antwort parat.“ Auch wenn der Spielausgang für Berger „dem Spielverlauf nach gerecht ist“, so ärgerten sich die Hauptstädter über den Punktverlust, den sie aber in dieser Woche beim Stralsunder HV vergessen machen möchten.

Das U 23-Team der Füchse hatte es in den letzten 30 Minuten versäumt, rechtzeitig „den Sack“ zuzumachen. „Wir haben drei, vier klare Chancen verworfen oder wurden durch den Keeper gestoppt“, sagt Berger.

Auch Heidenreich spricht von einem „gerechten“ Remis. „Es waren eben zwei unterschiedliche Halbzeiten, in denen jeweils auf hohem Niveau, hart aber fair, gespielt wurde“, sagt der HSV-Trainer, der vor dem Spiel sogar von einem möglichen Sieg seiner Mannschaft ausgegangen war. Dass es nicht so kam, „ist nicht schlimm und liegt mit Sicherheit auch an der Stärke der Berliner Mannschaft.“

Füchse Berlin II: Deisting, Genz – Matthes 3, Krai 2, Mißling 2, Schroeder 2, Raguse, Bielzer 1, Schauer 1, Düren, Gliese 6, Skroblien 1/1, Akakbo 3, Fritz 8/1.

HSV Insel Usedom: Krynski, Antczak – Nowomiejski 2, Loof 4/1, Zajac 3, Teetzen, Leow 2/1, Wicht 5/1, Deutsch 10, Küster, Machel, Kellermann, Statkiewicz 2, Dübener 1.

Strafwürfe: Berlin 3/2, HSV 6/3.

Strafminuten: Berlin 6, HSV 8.

Rot: Berlin 2 (50. Akakbo/60. Gliese).

Spielfilm: 1:0 (1.), 1:1 (2.), 4:4 (8.), 7:7 (13.), 8:10 (15.), 9:12 (18.), 13:15 (24.), 16:16 (29.), 16:17 (30.) – 16:18 (31.), 19:19 (36.), 20:19 (37.), 22:22 (43.), 26:24 (49.), 26:26 (52.), 28:28 (59.), 29:28 (59.), 29:29 (60.).

Strafbare Aktion 30 Sekunden vor Abpfiff eines Spiels: Der Abwehrspieler, der ein grobes Foul begeht, wird disqualifiziert und das gegnerische Team erhält einen Strafwurf.

Ralf Edelstein

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