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Judo-Asse: Bodenkämpfe statt Strandsand

Zinnowitz Judo-Asse: Bodenkämpfe statt Strandsand

Die deutsche Männer-Nationalmannschaft trainiert in Zinnowitz für die Weltmeisterschaft in Rio.

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Die Männer-Nationalmannschaft der Judoka trainierte mit Bundestrainer Detlef Ultsch (2. Reihe links außen) in Zinnowitz.

Quelle: Cornelia Meerkatz

Zinnowitz. Da sage noch einer, Männer seien nicht eitel. Als es gestern für die Judoka-Nationalmannschaft Aufstellung zu nehmen galt für ein Gruppenfoto, lief ein Großteil erst flink zum riesigen Wandspiegel, um nach anstrengendem Kampf der Frisur die richtige Lage zu verpassen. In diesem Fall ließ Bundestrainer Detlef Ultsch (57) seine Männer gewähren. Ansonsten kennt er kein Pardon.

Schönes Wetter hin oder her an der Ostseeküste, von seinen Männern verlangt er zuallererst auf der Judomatte Leistung. „Vom 28. bis 31. August stehen die Weltmeisterschaften in Rio de Janeiro vor der Tür, da müssen wir topfit sein“, erklärt Ultsch. Deshalb wurde täglich in der nahe gelegenen Sportschule hart von 6.30 bis 18 Uhr trainiert. Lediglich am Abend hatten die Sportler die Möglichkeit, noch mal einen Sprung in die Ostsee zu wagen.

Seit vergangenen Freitag weilten die Athleten mit Bundestrainer Detlef Ultsch im Zinnowitzer Hotel „Baltic“. In den Lungen die gesunde Ostseeluft, in Beinen und Armen ein kräftezehrendes Training: So gestärkt, kehren 30 Mitglieder der deutschen Männer-Nationalmannschaft im Judo aus der Vorbereitung auf die Weltmeisterschaft zurück.

Der einstige Judo-Weltmeister Ultsch (57) ist seit 23 Jahren als Trainer tätig. Zuerst betreute er die deutschen Junioren, seit fünf Jahren ist er Bundestrainer der Männer. Für Zinnowitz habe man sich entschieden, weil es eine wunderschöne Gegend sei und gute Trainingsbedingungen vorherrschten. „Wir trainieren in der Sportschule, drei Minuten vom Hotel entfernt. Das ist eine gute Kombination“, erklärt der Nationaltrainer. Seit fünf Jahren komme er mit seinen Männern hierher — auch 2014 werde er wieder mit ihnen auf Usedom „vor Anker gehen“, versichert er. Detlef Ultsch hat nach seinen Worten „die wichtigsten Leute“ mit auf die Insel ins Trainingslager genommen, darunter zwei aktuelle Olympiamedaillengewinner: Andreas Tölzer (33), ein 1,93-Meter-Hüne, der in der Gewichtsklasse ab 100 Kilogramm antritt, und Dimitri Peters, der in der Klasse bis 100 Kilogramm kämpft. Beide gewannen im Vorjahr in London olympisches Bronze. Auf Usedom trainieren mit der Nationalmannschaft, zu der viele aufstrebende Judoka gehören, auch junge Polen. „Es spricht sich schnell herum, dass in Zinnowitz die Weltspitze trainiert. Einen so direkten Vergleich der Kräfte bekommt man natürlich nicht alle Tage geboten“, sagt Judo-Urgestein Ultsch, der 1979 der erste deutsche Judo-Weltmeister war.

Detlef Ultsch
1968 begann seine Judoka-Laufbahn beim SV Dynamo Sonneberg. 1974 wechselte er zum SV Dynamo Hoppegarten.

1979 und 1983 wurde er Weltmeister im Mittelgewicht (bis 86 Kilogramm).

Die Weltmeisterschaften in Rio de Janeiro stehen bevor, da müssen wir fit sein.“Detlef Ultsch, Bundestrainer der Männer

 

Cornelia Meerkatz

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