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Sport Usedom Junger Unparteiischer mit Zukunft
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00:00 27.04.2016

Enrico Müller hat vor drei Jahren in der Hansestadt Greifswald einen Schiedsrichter-Anfängerlehrgang erfolgreich abgeschlossen. Natürlich hat er zuvor auch Fußball gespielt, „doch nicht so gut“, sagt er. Ziemlich schnell nach dem Lehrgang leitete Müller schon erste Fußballspiele im Nachwuchs- und Männerbereich. „Bei meinen ersten Einsätzen habe ich immer versucht, meinen Lieblings-Referee, den Engländer Howard Webb, zu kopieren. Jetzt versuche ich, meinen eigenen Stil zu entwickeln“, so der junge Mann.

Mit seinen 24 Jahren gehört Enrico zu jenen Unparteiischen, denen die Zukunft mit Sicherheit offen steht. „Mein Ziel ist es, eines Tages höherklassig zu pfeifen, doch erst einmal will ich weitere Erfahrungen im Kreisgebiet sammeln“, sagt der Lassaner, der von seinem Elternhaus und da vor allem von Papa Friedhelm große Unterstützung erhält. Sehr oft ist sein Vater bei den Spielen dabei, wo der Sohnemann pfeifen muss, und er ist einer seiner schärfsten Kritiker.

Zwischenzeitlich hat der Lassaner nun schon an die 100 Einsätze als Schiedsrichter im Kreisfußballverband Vorpommern-Greifswald sowie als Assistent an der Linie im Landesmaßstab hinter sich. An der Linie zu stehen, sei bei Ansätzen im Landesmaßstab ruhiger. Als Unparteiischer ohne Assistenten habe man es schwieriger, vor allem seien Anseitsentscheidungen schwerer zu treffen, findet der Lassaner.

Müller versucht immer, das Spiel laufen zu lassen. Er ist bemüht, sich von aufkommender Hektik auf seiten der beteiligten Mannschaften nicht anstecken zu lassen. „Da zücke ich auch schon mal eine Karte, wenn es nicht anders geht. Schließlich soll Ruhe auf dem Spielfeld herrschen. Die Aktiven auf dem Feld sollen sich ganz auf ihr Spiel konzentrieren“, sagt Müller.

Schiedsrichteransetzer Björn Wudtke aus Greifswald ist voll des Lobes über den Lassaner Referee: „Er ist für sein Alter schon recht abgeklärt. Wir wissen, dass er von vielen Aktiven akzeptiert wird.

Enrico nimmt auch ständig an Pflichtveranstaltungen und Weiterbildungslehrgängen unseres Verbandes teil. Ich bin überzeugt, dass Enrico Müller es zu etwas in unserem Metier bringen kann.“

Die Fußballwiege des Lassaners stand auf dem örtlichen Sportplatz „Am Heidberg“. Dort fing er im Alter von acht Jahren an. Müller durchlief alle Altersklassen im Verein. Ob nun unter Fred Granzow, Lutz Meißner oder Detlef Nowack, um nur einige Trainer zu nennen, sie alle haben ihm das Fußball-Einmaleins beigebracht. Seinen größten sportlichen Erfolg feierte der Ex-Kicker mit der A-Jugend der Spielgemeinschaft SG Lassan/Ducherow. „Da wurden wir Kreismeister", blickt er voller Stolz zurück. Die filigrane Balltechnik gehörte zwar nicht zu Enricos Stärken, doch das glich er durch seine Kampfkraft, Einsatzstärke und gute Kondition wieder aus.

Der gelernte Elektroniker ist immer noch Junggeselle und mit seiner Freundin glücklich. Er hat neben seiner Lieblingsbeschäftigung in der Freizeit, der „Pfeiferei“ auch noch andere Hobbys. Enrico joggt für sein Leben gern, wobei er bei Wettkämpfen schon etliche „lange Kanten“ (Marathons) absolviert hat. So ist er zum Beispiel den Basel-Marathon und auch die lange Strecke auf Usedom gelaufen.

Außerdem ist er Mitglied im Wolgaster Skatverein.

Auf die kommende Fußball-Europameisterschaft in Frankreich freut sich der junge Referee besonders. „Ich hoffe, dass die Deutschen an die Leistungen der vergangenen Weltmeisterschaft anknüpfen können.

Schon allein der Sprung unter die letzten Vier wäre ein Riesenerfolg“, so seine Meinung.

Von Wolfgang Dannenfeldt

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