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Mut, Kondition und Kampfstärke

Wolgast Mut, Kondition und Kampfstärke

Obwohl die Außentemperatur nur knapp überm Gefrierpunkt lag, und der kalte Wind durch die kleinste Öffnung in der Kleidung pfiff, waren die Fahrer alle samt heiß ...

Wolgast. Obwohl die Außentemperatur nur knapp überm Gefrierpunkt lag, und der kalte Wind durch die kleinste Öffnung in der Kleidung pfiff, waren die Fahrer alle samt heiß auf das, was vor ihnen lag — ein 180-minütiger Kampf auf Geländemaschinen. Der versprach Spannung pur und einen maximalen Unterhaltungswert für die zahlreichen Zuschauer; denn die Akteure jagten teilweise Lenker an Lenker über den Kurs. Immer wieder kam es zu beeindruckenden Zweikämpfen, bei denen jeder sein ganzes Können abrufen musste.

Es sollte trotz der idealen Untergrundverhältnisse jedoch kein Zuckerschlecken sein, ganz vorn im Fahrerfeld mitzumischen. Das lag nicht nur an den Hindernissen, die zu überwinden waren. Auch das Gesamtlayout der gut elf Kilometer langen Strecke mit steilen Sand-

auf- oder -abfahrten, welche schon zu Fuß eine Herausforderung darstellen, lässt es für den durchschnittlichen Hobbypiloten eher zu einem Kampf gegen das Gelände als um Platzierungen werden. Um hier drei Stunden lang am Leistungslimit um einen der vorderen Plätze fahren zu können, ist schon etwas mehr als nur durchschnittliche Kondition erforderlich.

Das musste auch Julian Schramm erfahren, der sich bei seinem Comeback nach einer schweren Verletzung bei der Deutschen Enduro-Meisterschaft im letzten Jahr einem starken Stefan Wollschläger aus Woltersdorf sowie dem Vellahner Max Handke in der Klasse E2 geschlagen geben musste. „Ich bin froh, dass ich wieder dabei sein und um Meisterschaftspunkte fahren kann, was auf dieser schönen Strecke doppelt Spaß macht“, so Julian bei der Siegerehrung.

In der hubraumstärksten Landesmeisterschaftsklasse E3 gab es eine Neuverteilung der Podiumsplätze, denn der amtierende Landesmeister Björn Feldt ist im Trainingslager für die Enduro-Bundesliga, um auch auf nationaler Ebene nach der Krone zu greifen. Sein ärgster Konkurrent, der Wolgaster Gerrit Helbig, ging auf seiner Heimstrecke ebenfalls nicht an den Start, denn er trat in Italien bei der Europameisterschaft an, um seine Erfolge aus 2015 noch einmal zu toppen.

Damit waren die begehrten Treppchen frei für den MC Wolgaster Andreas Wudtke (Foto). Er musste sich lediglich Malte Kröger vom MSC Kaltenkirchen beugen. Der ebenfalls für Wolgast fahrende André

Lawrenz bewies mit einem Pokal für den 5. Platz, dass er auch gegen die starken Gegner in dieser Klasse durchaus bestehen kann. Er gab an diesem Renntag sein Debüt in der Sportfahrerklasse.‘

Bei den Senioren belegte der Gastgeberverein mit Stefan Holz einen zweiten Platz hinter einem stellenweise recht hart fahrenden Ronny „Tosty“ Thoms. Der bestätigte seine Favoritenrolle.

In der die hubraumkleinste Klasse E1 siegte Ole Pagels vom MSC Kaltenkirchen. In der Crossklase konnte der jüngere das Bruderduell zwischen Dirk und Frank Pasedag für sich entscheiden. In der Hobbyklasse siegte der Rüganer Enrico Bensmann.

Von Dirk Pasedag

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