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Platz drei für Reitergilde Katzow

Katzow Platz drei für Reitergilde Katzow

Anja Krüger und ihr Pony „Sonnenberg Jabbadabbadu“ sind bei Einspänner-Landesmeisterschaft vorn dabei

Katzow. Anja Krüger von der Reitergilde Katzow hat vor den Wettbewerben in ihrem Heimatort kein Blatt vor den Mund genommen: „Ich will Landesmeisterin mit dem Einspänner werden.“ Ganz geklappt hat es nicht. Im Ponywettbewerb reichte es „nur“ zu Rang drei. „Wir hatten ein wenig Pech mit dem schweren Boden“, sucht sie nach einer Erklärung. Ihr Pferd „Sonnenberg Jabbadabbadu“ kam mit dem nassen Untergrund, es hatte während des Wettkampfes ziemlich stark geregnet, nicht so recht klar. „Dadurch war es auch schwer, den Wagen richtig zu lenken“, sagt die 32-jährige Verkäuferin, die seit acht Jahren den Fahrsport betreibt.

Überredet wurde sie von Norbert Labahn, dem Vorsitzenden der Reitergilde Katzow und zugleich Bürgermeister des Ortes. „Ich hatte bereits eigene Pferde und bin viel geritten. Von Norbert erlernte ich auch den Umgang mit Pferd und Wagen“, sagt Krüger. Die junge Frau ist dabei auch recht erfolgreich. Erst kürzlich wurde sie Landesmeisterin MV im Zweispännerfahren.

Ihr Fachwissen stellt sie auch dem Nachwuchs zur Verfügung. Von den 53 Mitgliedern der Reitergilde Katzow sind fast die Hälfte Kinder. „Wir trainieren zumeist sonntags“, sagt Krüger. Dann bringt sie den Jugendlichen den Umgang mit Pferd und Wagen bei. „Beim Reiten ist der Kontakt mit dem Pferd natürlich viel intensiver. Beim Gespannfahren muss man mit der Stimme, mit Peitsche und Leinen arbeiten und die Fahreigenschaften des Wagens berücksichtigen.“ Und vor allem muss auch stets an die Sicherheit gedacht werden. So wird nur mit einer speziellen Ausrüstung gefahren, um eventuelle Stürze abzumindern. Aber auch die Wagen sind mit Hightech ausgerüstet. „Sie haben hochwertige Drehkranz- beziehungsweise Scheibenbremsen“, sagt Norbert Labahn, der seine Fahrerin lobt. „Anja macht das ganz hervorragend. Wir können im Verein und mit mehreren Fahrern jede Menge Erfolge vorweisen.“

Anerkennung dafür gab es vom Landesverband MV für Reiten, Fahren und Voltigieren durch die Vergabe der Meisterschaft. Geschäftsführer Hans-Joachim Begall lobte die Bedingungen, die er und alle Reiter in Katzow vorgefunden haben. „Es gab kurze Wege von den Vorbereitunsgräumen zu den Wettkampfstätten und auch die Organisation war hervorragend. Und insgesamt gab es keine schlechten Leistungen. Die Gespanne waren gut vorbereitet.“

Für Norbert Labahn ist die Vergabe der Meisterschaft an seinen Verein „eine Anerkennung unserer Arbeit.“ Viele Vereinsmitglieder, aber auch die Eltern des Fahrernachwuchses haben bei der Organisation und Sicherstellung geholfen. „Ihnen allen und auch unseren Sponsoren gilt mein Dank“, sagt Labahn, der mit allen Beteiligten, gut 70 Fahrer waren mit ihren Gespannen zur Meisterschaft angetreten, gute Wettkämpfe erlebt hat. Die Fahrer mussten sich in der Dressur, dem Kegel- und dem Geländefahren den Preisrichtern und der Stoppuhr stellen. Für Außenstehende war das gar nicht so einfach zu durchschauen. Beim Geländefahren müssen die Gespanne sehr wendig sein. „Hierbei müssen Tore bewältigt werden“, sagt Labahn. „Sie tragen die Buchstaben A bis E und mussen in alphabetischer Reihenfolge durchfahren werden. Nur den Weg, die Strecke bestimmen die Fahrer selbst.“ Bester bei den Pony-Gespannen wurde der Friedländer Felix Dallmann. Namensvetter Tim Dallmann aus Spantekow wurde seiner Favoritenrolle bei den Pferdegespannen gerecht. Für Anja Krüger gab es noch einen Trost. In den Nebenwettbewerben mit den Zweispännern gewann sie die Gesamtwertung und sie wurde beim Geländefahren Zweite. „So wurden meine Erwartungen doch noch erfüllt“, sagt Krüger.

Ralf Edelstein

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