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Rote Karte für Wicht beflügelt HSV

Bad Doberan/Ahlbeck Rote Karte für Wicht beflügelt HSV

Beim 30:24-Auswärtssieg spielen die Usedomer Handballer den Bad Doberaner SV zeitweise an die Wand

Bad Doberan/Ahlbeck. Diese Auswärtsfahrt hat sich gelohnt: Die Handballer des HSV Insel Usedom haben das MV-Derby beim Bad Doberaner SV souverän gewonnen und sind auf Platz vier der Oberliga-Tabelle geklettert. Vor rund 3000 Zuschauern in der Stadthalle hieß es am Ende 30:24 (16:14) für die Gäste, die sich gemeinsam mit einer Handvoll mitgereister Fans freuten. „Wir haben erstmals in dieser Saison 60 Minuten diszipliniert und konsequent durchgespielt“, zeigte sich HSV-Trainer Piotr Frelek zufrieden.

Der Knackpunkt der Partie war ausgerechnet eine frühzeitige Rote Karte gegen HSV-Kapitän Gordon Wicht, der einen Tempogegenstoß (19.) der Hausherren nach Ansicht der nicht immer überzeugenden Unparteiischen viel zu rustikal stoppte. Eine harte Entscheidung, die die Insulaner jedoch beflügelte. Die ohnehin nur mit neun Feldspielern angereisten Gäste rückten in der Folge noch enger zusammen, spielten ihre individuelle Klasse aus und ihren Kontrahenten zeitweise an die Wand.

Zwar verwandelten die Einheimischen den Siebenmeter nach der Rot-Entscheidung zum 9:12 aus HSV-Sicht, doch danach drehten die Usedomer auf. Mit einem 6:0-Lauf zum 15:12 drehten sie die Partie, die sie anschließend nicht mehr aus der Hand gaben. Der Sieg hätte noch höher ausfallen können, aber das verhinderte vor allem DSV-Schlussmann Sebastian Prothmann, der unter anderem vier Siebenmeter parierte.

„Schade“, fand Piotr Frelek, letztlich war es aber nur ein Schönheitsfleck. „In den ersten 15 Minuten nach der Pause haben wir eine geniale Deckung gespielt“, lobte der Coach. Vor dem ausgezeichneten Torhüter Lech Krynski bauten die Usedomer eine Wand auf, an der sich der Gegner die Zähne ausbiss. Drei Doberaner Tore zwischen der 30. und der 45. Minute sind ein deutliches Indiz dafür.

So war die Partie spätestens beim 26:20 (52.) für den HSV entschieden, zumal bei den Gastgebern nur einige wenige Akteure zur Normalform fanden. Ganz anders die Insulaner, in deren Reihen jeder für jeden rackerte. Erfreulich dabei: Der nach dem Ausscheiden von Gordon Wicht eingesetzte Linkshänder Michal Statkiewicz überzeugte mit sieben Treffern aus dem Rückraum. „Das sah alles ganz anders aus als vor einer Woche beim 24:27 in Grünheide“, sagte Frelek, der jetzt den Blick mit nunmehr 8:4 Punkten nach oben richten kann.

Nach dem 12. Sieg im 23. Pflichtspielduell mit dem Bad Doberaner SV (8 Niederlagen, 3 Unentschieden) will der HSV nach einem spielfreien Wochenende am 22. Oktober daheim gehen den SV Brandenburg-West (4:4 Punkte/Platz 8) nachlegen. Die Chancen stehen gut.

Burkhard Ehlers

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