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Schwacher Auftritt des HSV

Schwacher Auftritt des HSV

Ahlbeck Die Fans des HSV Insel Usedom schienen vor dieser Partie voller Hoffnung zu sein, doch noch einmal einen Sieg ihres Teams in der 3. Handball-Liga erleben zu können.

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Kein Durchkommen für Patrik Pristas, beobachtet von Wojciech Zydron (r.). Stralsund agierte deutlich cleverer als der HSV.

Quelle: Andreas Dumke

Ahlbeck Die Fans des HSV Insel Usedom schienen vor dieser Partie voller Hoffnung zu sein, doch noch einmal einen Sieg ihres Teams in der 3.

OZ-Bild

Ahlbeck Die Fans des HSV Insel Usedom schienen vor dieser Partie voller Hoffnung zu sein, doch noch einmal einen Sieg ihres Teams in der 3. Handball-Liga erleben zu können.

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Handball-Liga erleben zu können. 750 Zuschauer bildeten eine tolle Kulisse, die es so schon eine Weile nicht mehr in der Pommernhalle gab. Am Ende wurden sie jedoch ein weiteres Mal schwer enttäuscht — der HSV verlor 19:24.

Der Stralsunder HV übernahm von Beginn an die Initiative und zog schnell auf 3:0 davon. HSV-Trainer Piotr Frelek überraschte mit einer ungewöhnlichen Maßnahme. Gordon Wicht lief von Beginn an als Linksaußen auf, Wojciech Zydron, dessen Einsatz erst kurz vor dem Spiel feststand, agierte dagegen zentraler. Obwohl der HSV durch Tore von Wolski und Pristas schnell wieder auf 2:3 herankam, verpuffte der Überraschungseffekt jedoch schnell. Der SHV zeigte den deutlich stärkeren Willen und agierte auf dem Feld viel aktiver. So zwang das 3:8 durch Martin Brandt HSV-Trainer Frelek zu einer frühen Auszeit nach 15 Minuten.

Zufrieden war dagegen sein Gegenüber, Danny Anclais. „Wir waren in der Lage, das Niveau des Spiels von Anfang bis Ende zu bestimmen. Auch in der Abwehr haben wir uns gesteigert. Im Angriffsspiel haben wir uns die Usedomer Schwachstellen herausgesucht und diese auch gut bearbeitet. Die Stimmung in der Halle hat mir sehr gut gefallen. Es war einem Derby angemessen, aber vor allem sehr fair“, so der Stralsunder Coach.

Zum Ende der ersten Hälfte ging noch einmal ein kleiner Ruck durch das Inselteam. Nach drei Treffern von Zydron in Folge schien der HSV sich noch einmal aufrappeln zu können, doch die Stralsunder hatten immer die richtige Antwort parat. Mit dem 9:13 stellte Jakub Olejniczak den Halbzeitstand her. Mit einem direkten Freiwurf hätte Christoph Dübener für den HSV aber noch verkürzen können. Nach Ansicht der Schiedsrichter warf er einem Gegenspieler den Ball allerdings absichtlich an den Kopf, so dass er dafür die rote Karte sah.

Nach dem Seitenwechsel konnten die Stralsunder das Ergebnis ohne große Probleme verwalten und auch viel durchwechseln. Das versuchten auch die Usedomer, allerdings ohne Wirkung. Erfreulich aber war, dass der junge Nils Witt (18) erstmals die Chance bekam, sich in der dritten Liga zu zeigen. Usedom hatte aber zu keinem Zeitpunkt die Chance aufzuschließen.

Eine frustrierende Situation für die Zuschauer, aber auch für die Usedomer Bank. Dementsprechend niedergeschlagen fiel auch die Pressekonferenz nach dem Spiel aus. „Mir fehlen die Argumente. Das ist eine schwierige Situation. Wir haben viel zu viele einfache Fehler gemacht. Ich kann mich für diese schwache Leistung nur entschuldigen“, fiel es HSV-Trainer Piotr Frelek nach dem Spiel sichtlich schwer, die richtigen Worte zu finden. Auch „Rotsünder“ Dübener schlug in eine ähnliche Kerbe: „Für mich war es schwierig. Ich konnte in den letzten 14 Tagen berufsbedingt nur einmal mit der Mannschaft trainieren. Ich habe auch einige falsche Entscheidungen getroffen. Das ist zu wenig für die dritte Liga. Aber ein riesen Kompliment geht an die treuen Zuschauer, die uns trotz des letzten Tabellenplatzes so zahlreich unterstützten.“

Aufstellungen:

HSV Insel Usedom: Petersen, Krynski; Witt, Neidel 2, Leow 1, Pristas 3, Kicinsky 2, Fink 2, Wolski 3, Dübener 1, Müller, Zydron 5/3 Stralsunder HV: Ligarzewski, Groth; Mallios 8/3, Bechly, Brandt 5, Dau 1, Werner, Olejniczak 5, Hoffmann, Kladek-Markau 1/1, Hinz 3, Vanek 1

Zeitstrafen: HSV 3; SHV 3

Strafwürfe: HSV 3/3; SHV: 6/4

Zuschauer: 750 Schiedsrichter: Krüger/Schmidt

Von Andreas Dumke

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