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Sorgenkind Hafen Karlshagen: Spundwand ist marode

Karlshagen Sorgenkind Hafen Karlshagen: Spundwand ist marode

Schadengutachten liegt vor / Gemeinde will sich um Fördermittel in Schwerin bemühen / Bürgermeister rechnet mit Sanierungskosten von über einer Million Euro

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Ein Blick auf den am Peenestrom idyllisch gelegenen Hafen Karlshagen.

Quelle: Sky Pics

Karlshagen. Der Hafen im Ostseebad gilt als einer der idyllischsten auf der Insel Usedom. Was die Wassertouristen allerdings bei der Einfahrt nicht bemerken, sorgt bei den Verantwortlichen der Gemeinde und des Eigenbetriebes für Kopfzerbrechen. Ein knapp 200 Meter langer Bereich der Spundwand auf der Südseite (Fischereihandel) ist völlig marode. „Hier müssen wir dringend sanieren. Im Beton gibt es Risse, viele Stellen sind durchgerostet“, sagt Bürgermeister Christian Höhn (WIK).

OZ-Bild

Schadengutachten liegt vor / Gemeinde will sich um Fördermittel in Schwerin bemühen / Bürgermeister rechnet mit Sanierungskosten von über einer Million Euro

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Blaue Flagge weht

112 Schiffe können an den Steganlagen anlegen.

85 Jahre Hafen Karlshagen wurde im vergangenen Jahr gefeiert.

9 Mal wurde der Hafen mit der Blauen Flagge (Badewasserqualität, herausragendes Umweltmanagement und gute Sicherheits- und Sanitärstandards) ausgezeichnet.

Die geschätzten Kosten für die Sanierung liegen bei rund 1,5 Millionen Euro. Geld, das weder die Gemeinde noch der Eigenbetrieb „Tourismus & Wirtschaft“ haben. „Ohne eine Förderung vom Land wird eine Erneuerung der Spundwand nicht möglich sein. Wir wollen nämlich eine neue Spundwand vor die alte setzen“, sagt Höhn.

Um überhaupt einen Fördermittelantrag an das Wirtschaftsministerium stellen zu können, braucht die Gemeinde verwertbare Zuarbeiten zum Ist-Zustand. „Die liegen jetzt vor“, so Höhn, der auf das Schadengutachten eingeht, das von der Architekten- und Ingenieurunion (AIU) Stralsund GmbH vorliegt und von der Gemeinde in Auftrag gegeben wurde. In dem Gutachten sind die Schadstellen des knapp 200 Meter langen Untersuchungsgebietes – dieser Bereich der Spundwand wurde bei der letzten Sanierung des Hafens nach der Wende nicht gefördert – aufgelistet und dokumentiert. „Hier wird in den nächsten Wochen zwar nichts umfallen, doch die Schäden sind enorm. Zahlreiche Verankerungselemente der alten Spundwand sind durch Korrosion verschlissen“, sagt Martin Erler von AIU, der bei der Überprüfung unter Wasser auf eine Tauchfirma aus Barth zurückgegriffen hatte.

Um die Schäden nicht noch größer werden zu lassen, wird in den Gemeindegremien über eine Tonnagebegrenzung in dem Bereich nachgedacht. „Gegenwärtig sind dort Fahrzeuge bis zu 20 Tonnen erlaubt. Die dort ansässigen Firmen müssen ja beliefert werden. Ob wir auf 10 oder 7,5 Tonnen reduzieren, wissen wir noch nicht“, sagt Höhn, der den Hafen als ein wichtiges Standbein des kommunalen Tourismusbetriebes bezeichnet.

„Wir sind in der glücklichen Lage, neben dem Strand, auch Segeltourismus am Peenestrom anzubieten. Es lässt sich nicht verleugnen, dass nach so viel Zeit unser Hafen in die Jahre gekommen ist und einer dringenden Instandhaltung bedarf. Das werden wir angehen“, sagt Kurdirektorin Silvia-Beate Jasmand. Von Mai bis Oktober 2015 liefen den Karlshagener Hafen 4663 Gastlieger an – das waren 900 Boote mehr als noch im Vorjahresvergleich.

Henrik Nitzsche

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