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Sparflamme beim Torabschluss

Sport Sparflamme beim Torabschluss

Die Handballteams HSV Insel Usedom und Doberaner SV trennen sich 18:18 (11:7).

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Glenn Nietzel (r.) setzt sich durch. Ihm gelangen vier Tore, darunter drei Siebenmeter.

Quelle: Andreas Dumke

 

Ahlbeck — Allseits aus der Werbung bekannt ist der Spruch: „Geiz ist Geil“. Doch die Fans in der Ahlbecker Pommernhalle haben ganz sicher nicht damit gerechnet, dass sich die Handball-Viertligisten HSV Insel Usedom (vierter Tabellenplatz) und der Doberaner SV (zweiter) an dieses Prinzip halten.

Dabei ging es doch gut los. Beide Teams hielten sich nicht mit gegenseitigem Abtasten auf. Doberan erzielte das erste Tor, der HSV hielt dagegen. Mit zwei Treffern drehte Patrick Glende das Spiel.

Auch Torhüter Patrick Petersen war sofort auf seinem Posten und hielt sofort wichtige Bälle. Durch Treffer von Alex Leow und Glende führte der HSV 5:1. Zwischendurch zeichnete sich Petersen immer wieder aus.

Doberan wirkte ratlos und wurde vom HSV förmlich überrollt. Trotzdem stemmten sich die Gäste dagegen, sie brachten Aggressivität und Härte ins Spiel. Besonders Kreisläufer Marc Sadewasser fiel einige Male auf.

Ab dem 8:3 folgte ein kleiner Bruch im Spiel des Gastgebers. Nach der vorübergehenden Auswechslung von Spielmacher Gordon Wicht lief das Spiel der Hausherren nicht mehr so flüssig. Die Gäste witterten Morgenluft und schoben sich auf 6:9 heran. Mit einem Tempogegenstoß konnte Torben Wendt den Abstand aber wieder vergrößern. Mit 11:7 ging es in die Kabinen, doch bereits in den letzten Minuten der ersten Hälfte konnte das Anfangs-Niveau nicht mehr gehalten werden.

So sah es auch HSV-Co-Trainer Nico Heidenreich: „Die ersten 17 Minuten waren absolut top. Dann haben wir unverständlicherweise aufgehört, vernünftigen Handball zu spielen. Wir haben auch nicht mehr die richtigen Ideen gehabt. Und dann bis zum Abpfiff nur noch zehn Tore zu werfen, ist auch etwas mager. Es sah nicht so aus, als hätte der Zweitplazierte der Liga gegen den Viertplatzierten gespielt.

Nach dem Seitenwechsel erhöhte der HSV durch Glenn Nietzel denVorsprung. Obwohl Petersen weiterhin gut hielt, stockte der HSV-Motor — die Gäste arbeiteten sich heran. Jetzt herrschte Krampf statt Kampf. Doberan schloss bis auf 11:12 auf. Die „Hochphase“ der Gäste schien durch zwei Treffer von Florian Fink und einem gehaltenen Siebenmeter von Petersen beendet zu sein. Doch selbst dies war nicht das richtige Signal für die Schlussphase des Spiels. Doberan kam erneut heran.

Die Angriffsleistungen beider Teams waren jetzt mehr als schlecht, dennoch war die Spannung in der Halle deutlich zu spüren. Wieder lag der HSV mit zwei Toren vorn, doch erneut kamen die Gäste heran.

Ihnen gelang der 18:18-Ausgleich. Den erneuten Doberaner Ballbesitz machte Petersen jedoch mit einer tollen Parade zunichte und verhinderte damit — eine Minute vor Spielschluss — die Führung der Gäste.

In der letzten Minute der Begegnung herrschte Hochspannung. Der HSV konnte sich nicht mehr befreien. Doberan war kurz vor dem Ende erneut im Angriff. Mit einer Auszeit, 21 Sekunden vor dem Abpfiff, versuchte Doberans Trainer Lars Rabenhorst sein Team auf Siegkurs zu bringen. Die Abwehrleistung des HSV stimmte jedoch, so dass eine mögliche bittere Niederlage abgewendet werden konnte.

Ex-HSV-Publikumsliebling Rabenhorst zeigte sich am Ende aber zufrieden mit dem Punktgewinn: „Wir haben eine sehr schlechte erste Hälfte abgeliefert. Es war ein typisches, hart umkämpftes Derby. Ich denke, das Remis geht in Ordnung.“

Aufstellung: Petersen, Funke; Dübener 1, Wendt 1, Glende 4, Nietzel 4/3, Frelek, Leow 4, Wicht, Pristas, Kicinski, Fink 4, Wolski, Müller

Es war ein typisches, hart umkämpftes Derby. Das Remis geht in Ordnung.“Lars Rabenhorst, Coach

 



Andreas Dumke

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