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Stahmann und Co. zaubern wie eh und je

Ahlbeck Stahmann und Co. zaubern wie eh und je

Die Traditionsmannschaft des 1. FC Magdeburg spielt gegen ein Ahlbecker Oldie-Team und gewinnt 3:2

Ahlbeck. Als der 1. FC Magdeburg 1974 den Europa-Pokal der Pokalsieger (2:0 über AC Mailand) gewann, war Dirk Stahmann erst 16 Jahre alt. „Damals habe ich den Erfolg der Mannschaft am Fernseher beobachtet“, sagt der heute 58-Jährige, der im Alter von 20 Jahren erstmals für die 1. Männermannschaft des Bördeteams spielte und seine gesamte aktive Fußball-Laufbahn beim FCM verbrachte.

Am Samstag war Stahmann mit vielen Oldies der Magdeburger Mannschaft zu einem Freundschaftsspiel zu Gast bei den „Old Stars“ von Eintracht Ahlbeck. Das Magdeburger Traditionsteam gewannen das Match mit 3:2.

Angekündigt waren auch Spieler, die damals direkt am Europa-Pokalgewinn beteiligt waren, beispielsweise der Torschütze zum 2:0, Wolfgang Seguin (71). „Es gab kurzfristige Absagen, so auch von Seguin“, sagt Andreas Dumke, einer der Organisatoren seitens der Ahlbecker Eintracht. „Das tat aber der Sache überhaupt keinen Abbruch. Auch so waren ausreichend bekannte Magdeburger Spieler unserer Einladung gefolgt.“

Mit Dirk Stahmann (278 Oberligaspiele/33 Tore/46 Länderspiele), Detlef Schößler (206 OL, 113 Bundesligaspiele für Dynamo Dresden, 18 Länderspiele), Frank Siersleben (201 OL) oder Siegmund Mewes (96 OL) reisten einige prominente Fußballer vergangener Jahre an.

Stahmann, der „Paule“ Seguin zu seinem sportlichen Vorbild erkor, imponierte auch auf dem Ahlbecker Kunstrasen mit Übersicht, präzisen Pässen und seiner Zweikampfstärke. Im Kopfballduell war der immer noch athletische 1,93 Meter-Recke ohnehin nicht zu bezwingen. „Es hat Spaß gemacht. Die Atmosphäre hier war wunderbar“, sagt Stahmann. Den einen oder anderen „Schlendrian“ des Abwehrspielers „am Boden“ bügelte sein Keeper, Holger Bahra, reaktionsschnell aus. „Das ist schon beeindruckend, wie Stahmann als Abwehrchef auftritt“, lobte „Jimmy“ Glawe vom Ahlbecker Team den Ex-Nationalspieler.

Im Spiel übernahm Magdeburg sofort die Initiative und ging durch Dennis Fuchs schnell in Führung. Nach einer Viertelstunde legten die „Old Stars“, eine Auswahl von verdienstvollen Eintracht-Spielern, wie Mario Kracht, Thomas Zirm, Marco Samson, Lutz Schmidt, Torsten Hardtke, Steffen Glawe, Piotr Polarczyk, Ingo Groth oder Norbert Urbatzka, ihre Zurückhaltung ab. Dirk Grünwalds Flanke touchierte die Latte, ehe Frank Birr auf der Gegenseite zum 2:0 traf. Nach Foul an Mewes parierte der Ahlbecker Torhüter Kracht den von Schiedsrichter Frank Holtgräfe verhängten Strafstoß, der von Rolf Döbbelin (101 Oberligaeinsätze) getreten wurde. Die Großchance zum Anschlusstor (35.) vergab Daniel Florin.

Nach der Pause setzte strömender Regen ein, was dem flotten Spiel aber nicht schadete. Sven Handrich fand in Bahra seinen Meister, aber auch Kracht zeigte gegen Pit Grundmann, Mewes und Sven Liesegang großartige Paraden. „ Die Katze im Tor pariert ja super“, rief Moderator Rainer Henze spontan ins Mikrofon. Spannender wurde das Match nach einem „herrlichen“ Kopfballeigentor von Handballer Liesegang, dem ein tolles Solo von „Torte“ Hardtke zum 2:2 folgte. Anschließend drängten Mewes, Fuchs, Liesegang und Grundmann mit sehenswerten Kombinationen auf das Siegtor. Die tapfer kämpfenden und erstaunlich gut mithaltenden Ahlbecker hatten durch Zirm noch eine Kopfballchance, ehe Dirk Fuhrmann das entscheidende 3:2 (72.) gelang.

Ein gerechter Sieg, wurden den Gästen doch Tore durch den Wolgaster „Leihspieler“ Torsten Stübe und Mewes aberkannt. „Aber das war zweitrangig. Es war ein wohltuendes fair Spiel“, sagt Stahmann. Mit dem Ausgang des Spiel sind auch die Ahlbecker zufrieden. „Wir hatten Spieler in unseren Reihen, die viele Jahre ohne Praxis waren. Wir haben uns gut geschlagen. Man konnte von den sympathischen Gästen einiges abschauen“, sagt Andreas Dumke.

Bevor es zum Vergleich beider Teams kam, trafen Ahlbecks F-Junioren im Punktspiel auf den FC Insel Usedom. Nach spannendem Verlauf gewannen die FCU-Kicker mit 3:2. Für Jung und Alt hatten die rührigen Organisatoren um Andreas Dumke Torwand, Hüpfburg und Imbissstation bereit gestellt.

Bert Belitz

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