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Starker Auftritt in Stralsund wird nicht belohnt

Stralsund Starker Auftritt in Stralsund wird nicht belohnt

Insel-Handballer verlieren 25:26 / Siebenmeter entscheidet in letzter Sekunde

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HSV-Neuzugang André Machel (M.) erzielte im Spiel gegen den SHV, seinen alten Verein, zwei Treffer. FOTOS (3): SÖREN CARL/BILDERHORIZONTE

Stralsund. Die Trainer waren sich einig: „Ein Unentschieden wäre verdient gewesen“, stimmte Markus Dau, Trainer des Stralsunder HV, seinem Usedomer Kollegen Nico Heidenreich zu. 950 Handball-Anhänger verfolgten in der brodelnden Vogelsanghalle das Kopf-an- Kopf-Rennen, das am Ende mit 26:25 zu Gunsten des Stralsunder Oberligisten endete.

OZ-Bild

Insel-Handballer verlieren 25:26 / Siebenmeter entscheidet in letzter Sekunde

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„Gerade vor solch einer Kulisse gehen beide Teams hochmotiviert in das Derby“, sagte der SHV- Coach. Doch Dau sah auf seiner Seite anfangs einige Abstimmungsprobleme, die SHV-Crew kam dadurch nicht so gut in den Gegenstoß. Nach einer 2:0-Führung der Gastgeber glich Usedom zum 5:5 aus und übernahm erstmals mit 7:6 die Führung. „Wir haben zu dem Zeitpunkt zu viele technische Fehler und Fehlwürfe gemacht. Das war der Grund, warum Usedom mit drei, vier Toren in Führung gegangen ist“, analysierte Dau.

Der HSV hatte die richtigen Mittel gefunden. „Wir haben in der Abwehr gut gestanden und über die zweite Welle einfache Tore gemacht“, sagte Heidenreich. „Doch uns fehlte dann in den letzten Minuten der ersten Halbzeit die Konzentration um diesen Vorsprung zu verwalten.“ Mit einem Zähler Vorsprung für die Gäste ging es in die Pause. „Für uns etwas unglücklich, denn wir waren gerade gut drin im Spiel“, meinte Heidenreich.

Zum Start der zweiten Halbzeit waren die Stralsunder wieder absolut auf Augenhöhe mit dem Gegner. Eine Situation, die den Usedomern nicht gefiel. „In den ersten Minuten haben wir zu viele Fehler in Abwehr und Angriff gemacht, was der SHV sofort bestraft hat“, befand Heidenreich. Auf 20:16 waren die Hausherren bis zur 40. Spielminute enteilt. Wechselnde Führungen heizten im weiteren Verlauf die Stimmung auf den Rängen weiter an. Und auch wenn die mitgereisten Usedomer Fans dem Heimblock zahlenmäßig unterlegen waren, ging der Punkt für die eifrigsten Fantrommler doch auf die Insel.

„Das ist der Grund, warum wir Handball spielen“, lobte SHV-Schütze Benjamin Hinz den Fan-Background.

Das Spiel war spannend bis in die letzte Minute. Der HSV hatte den Führungstreffer erzielt, der SHV glich 57 Sekunden vor dem Abpfiff aus. Die Entscheidung lag in den Händen von Hinz, der zehn Sekunden vor dem Abpfiff den letzten Siebenmeter des Tages zum Derby-Sieg verwandelte.

„Es war das Auf und Ab eines typischen Derbys“, meinte Dau. „Die Usedomer haben gezeigt, wozu sie in der Lage sind. Es war sicher nicht unser schönstes Spiel, wir waren in der Abwehr nicht konsequent genug. Ein Unentschieden wäre verdient gewesen. Aber ich freue mich natürlich, das Derby gewonnen zu haben.“ „Wir haben es kurz vor Schluss verpasst, den Sack zuzumachen“, bedauerte Heidenreich.

„Aber ich muss die Mannschaft loben. Schade, dass sie sich nicht belohnt hat.“

Statistik

Stralsunder HV: Kort, Ligarszewski – Baresel, Hinz 12/7, Hoffmann, Landwehrs 1, Langschwager 3, Schwerin, Tippelt 2, Trupp 4, Zemlin 4.

HSV Insel Usedom: Fornal, Krynski – Loof, Zajac 1, Teetzen 2, Leow 1, Wicht 10/4, Deutsch 6, Machel 2, Kellermann, Statkiewicz, Dübener 3, Neidel, Heidenreich.

Siebenmeter: SHV 8/7, HSV 4/4.

Strafminuten: SHV 14, HSV 16.

Spielfilm: 1:0 (2.), 4:2 (9.), 5:5 (11.), 7:7 (16.), 7:10 (20.), 9:12 (24.), 13:13 (28.), 14:15 – 16:15 (34.), 20:16 (40.), 21:20 (45.), 22:22 (51.), 24:24 (56.), 24:25 (58:21.), 25:25 (59:03), 26:25 (59:53).

Wenke Büssow-Krämer

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