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Strandfußballer schlagen sich wacker

Warnemünde/Vorpommern Strandfußballer schlagen sich wacker

Bei der DFB Beachsoccer-Meisterschaft in Rostock-Warnemünde erreicht Hohensee United den sechsten Platz

Warnemünde/Vorpommern. „Das war ein sehr spezielles Wochenende für uns. Wir haben versucht jede Sekunde aufzusaugen“, sagte Enrico Kufahl von Hohensee United. Die Strandfußballer aus Wolgast spielten am Wochenende im Konzert der Großen mit und erreichten bei der DFB Beachsoccer-Meisterschaft den sechsten Rang. „Schon die Qualifikation für dieses Event war ein großer Erfolg für uns. Man hat nicht so oft die Gelegenheit, bei so einem tollen Ereignis dabei zu sein“, betonte Kufahl.

Sieger beim zweitägigen Wettbewerb am Strand von Rostock-Warnemünde wurde der Ibbenbürener BSC aus der Nähe von Osnabrück nach einem 3:1-Erfolg im Finale über die Beach Royals Düsseldorf. Die Sieger qualifizierten sich für den Euro-Winners-Cup, der Champions-League im Strandfußball, der im Mai 2017 in Catania auf Sizilien (Italien) ausgetragen wird.

„Wir freuen uns riesig über die Meisterschaft. Ein geiles Gefühl“, jubelte Kapitän Christian Biermann, der mit Ibbenbüren erst vor zwei Wochen das Finale (6:5 gegen die Rostocker Robben) der German Beachsoccer League gewonnen hatte. Nun machte das Team aus Westfalen das Double perfekt.

Der neue Titelträger war am Sonnabend in der Gruppenphase der erste Gegner von Hohensee United. Der krasse Außenseiter machte dem BSC das Leben schwer. Durch Treffer von Heiko Kruse, Christian Vitus Bäring, Christian Domann und Christian Jahrling glichen die Vorpommern vier Rückstände aus. Am Ende verlor Hohensee jedoch unglücklich mit 4:5. „Mit diesem Auftritt können wir mehr als zufrieden sein. Die Partie hätte auch zu unseren Gunsten ausgehen können“, meinte Kufahl.

Für die Wolgaster ging es danach gegen die Beach Royals Düsseldorf. Wieder hielt United lange gut mit, doch zog beim 4:7 den Kürzeren. Bäring (zwei Tore), Jahrling und Torsten Abraham (beide je eins) trafen für die Hohenseer. „Wir haben im letzten Drittel bei zwei Eckbällen nicht aufgepasst, dadurch zog Düsseldorf mit zwei Toren weg. Auf dem hohen Niveau ist es dann schwer, so einen Rückstand noch einmal aufzuholen“, berichtete Kufahl.

Nach den beiden Niederlagen musste das Team von Trainer Olaf Schröder am nächsten Tag im Spiel um Platz fünf gegen Hertha BSC ran. Dieses Duell ging mit mit 5:3 an die Bundeshauptstädter. Jahrling, Bäring und Domann waren für Hohensee erfolgreich. „Nach einer längeren Verletzungspause (ein Herthaner hatte sich verletzt/Anm. d. Red.) und einer Roten Karte gegen uns, haben wir etwas gehemmt agiert. Unter dem Strich haben wir dennoch unser Ziel erreicht und unseren Beachsoccer-Stil durchgezogen“, schilderte Kufahl.

Der Vizepräsident des Vereins gehörte im April 2011 zu den Gründungsmitgliedern von Hohensee United. Die Teilnahme in Warnemünde wird für die Wolgaster in die Vereinshistorie eingehen. „Wir haben gezeigt, dass wir mit der deutschen Spitze im Beachsoccers mithalten können“, sagt Kufahl.

Während Hohensee ein positives Fazit zog, herrschte große Enttäuschung beim Vorjahressieger Rostocker Robben. Durch die 2:3-Niederlage nach Verlängerung im Spiel um Platz drei gegen BST Chemnitz erreichten die Gastgeber nur Rang vier. „Wir haben unser Saisonziel mit der Titelverteidigung verfehlt“, ärgerte sich Robben-Klubchef Hannes Knüppel.

Über beide Tage verfolgten rund 5000 Zuschauer die Spiele an der Ostseeküste. Auch Joachim Masuch, Präsident des Landesfußballverbandes verschaffte sich vor Ort einen Eindruck. „Es war ein schönes Turnier. Die Bedingungen waren optimal“, lobte er.

Die DFB Beachsoccer-Meisterschaft wird auch 2017 am Warnemünder Strand stattfinden. „Es wäre ein Traum, wenn wir uns dafür erneut qualifizieren könnten“, blickt Kufahl hoffnungsvoll voraus.

Hohensee United: E. Kufahl – Fritsche, Miedke, Thiede, J. Kufahl, Jahrling 3, Bäring 4, Domann 2, Abraham 1, Kruse 1, Schröter.

Johannes Weber

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