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Strapazen gemeistert: 300 km im Sattel

Neubrandenburg/Usedom Strapazen gemeistert: 300 km im Sattel

Usedomer Team fährt bei Mecklenburger Seenrunde mit / Martin Thoms schnellster Insulaner

Neubrandenburg/Usedom. Das größte „Jedermann-Radsport-Event“ Mecklenburg-Vorpommerns, die „Mecklenburger Seenrunde“, wurde am vergangenen Freitag und Sonnabend zum dritten Mal veranstaltet. Etwa 2000 Radsportler aus ganz Deutschland und einigen Nachbarländern nahmen den 300 Kilometer langen, anspruchsvollen und sehr abwechslungsreichen Rundkurs durch die Mecklenburger Seenplatte in Angriff, unter ihnen auch die Crew des „Inselteam Usedom“ mit Uwe Holtz, Ralph Holz, Arndt Kersch, Reinhard Niklaus, Mario Purschwitz, Martin Thoms und Peter Tubandt.

Von vornherein war klar, dass es keine Platzierungen und Siegerzeiten geben würde. „ Damit wollte man zu großen Ehrgeiz und damit verbundene Verletzungsgefahren verhindern. Die Radtour fand neben dem normalen Straßenverkehr statt. Nur einige Streckenabschnitte wurden von der Polizei abgesichert, sodass man schon sehr aufpassen musste“, erläuterte Thoms.

Nach 300 Kilometern das Ziel zu erreichen, stand für alle Teilnehmer im Vordergrund. Die Usedomer gingen am Samstag früh um 6.10 Uhr auf die anspruchsvolle Strecke, die von Neubrandenburg über Neustrelitz, Röbel, Malchow, Nossentiner Heide, Waren und Penzlin wieder nach Neubrandenburg führte.

Thoms, der als erster Usedomer nach acht Stunden und 50 Minuten das Ziel erschöpft, aber überglücklich erreichte, gab einen Einblick, welche Strapazen die Sportler auf sich nahmen: „Spätestens ab Kilometer 250 begannen die Beine zu brennen. Ich stellte mir die Frage: Warum tue ich mir das an? Da hilft nur der Gedanke an ein Bad in der Ostsee oder an ein kühles Spaghetti-Eis. Anderseits entschädigt auch die tolle Landschaft in dieser herrlichen Gegend. Die Bedingungen waren bei 20 Grad Wärme und Sonnenschein hervorragend. Das hatten wir schon viel schlechter“, so der 31-jährige Sportlehrer.

Um 15.59 Uhr hatten Tubandt und Purschwitz die Seenrunde beendet und unterboten damit die „magische“ Zehnstundengrenze. Elf Minuten später trafen Holz und Kersch ein. Um 16.50 Uhr überquerte Niklaus die Ziellinie und um 17.06 Uhr, nach knapp elf Stunden, hatte es der 67-Jährige Uwe Holtz geschafft. „Ein starkes Ergebnis“, lobte Thoms, der zumeist in einer starken Gruppe mit einer Geschwindigkeit von 38 bis 40 Stundenkilometern fuhr, nachdem das Usedomer Team in den ersten 120 Kilometern noch geschlossen gefahren war.

Alle Usedomer bewältigten sturzfrei und ohne Blessuren den schweren Kurs. Tubandt hatte nach 40 Kilometern eine Reifenpanne zu bewältigen. Das Radrennen war vom Veranstalter, der Koepke GmbH Penzlin umsichtig organisiert worden. Die zahlreichen Verpflegungsstationen und die Möglichkeit, sich zwischendurch massieren zu lassen, wurden von den Sportlern gern in Anspruch genommen.

An der Strecke feuerten viele begeisterte Zuschauer die Radsportler mit Rasseln, Pfeifen und Beifall an und würdigten somit die enorme Willensleistung der Sportler. Thoms freute sich nach dem kraftraubenden Event auf die Dusche, ein kräftiges Essen und natürlich auf seine Ehefrau und die drei Kinder, die es sich nicht nehmen ließen, dabei zu sein. „Am liebsten wäre ich in den Neubrandenburger Tollensesee gesprungen“, sagte Thoms, der „die eigenen Grenzen austesten und persönliche Bestleistungen erreichen“ als Motivationen für die Teilnahme an solch einer schweren Veranstaltung nannte.

Auch im kommenden Jahr steht ein Start bei der „Mecklenburger Seenrunde“ fest im Terminkalender. Übrigens treffen sich die Usedomer Radsportler immer Sonntags um 9 Uhr auf dem Sky-Parkplatz in Ahlbeck zum wöchentlichen Training. Jeder, der ambitioniert sportlich Radfahren möchte und in der Lage ist, ein durchschnittliches Tempo von 28 bis 30 km/h zu bewältigen, ist in der Radsportgruppe herzlich willkommen.

Bert Belitz

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